Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
44.339 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »femke62«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
  Neue Bücher: Rüstige Rächer, römisches Risiko, schwierige Schweiger
Werbung:
Eine neue Woche, jede Menge neuer Bücher: Hier werdet ihr erfahren, welche am Montag in unserem System eingetroffenen Werke die unserer Meinung nach erwähnenswertesten sind. Diese führen ihre Leser in die gesellschaftlich zerrütteten Vereinigten Staaten, sie berichten von Menschen mit großen Träumen, und sie machen einen Sprung in die Anfangsphase der Bundesrepublik Deutschland.

Den Auftakt machen wir heute mit dem kompromisslosen John Niven, dessen neuester Streich mit dem Titel »Die F*ck-it-Liste« im Heyne Hardcore Verlag das Licht der Buchwelt erblickt hat. Er führt seine Leser in die Vereinigten Staaten nach acht Jahren Donald Trump, die nun von dessen Tochter Ivanka regiert werden. Inmitten des tief gespaltenen Landes lebt ein anständiger Redakteur einer Zeitung. Gerade als er in den Ruhestand tritt, wird ihm Krebs im Endstadium diagnostiziert. Daraufhin macht er das, wovon viele Menschen in einem Fall wie diesem womöglich träumen: Er beschließt, die ihm bleibende Zeit zu nutzen, um sich an den Menschen zu rächen, die ihm Böses getan haben, und so schreibt er eine gnadenlose Racheliste. »Die F*ck-it-Liste« hat einen Umfang von 320 Seiten und kostet 22 Euro, für sechs Euro weniger gibt es das gute Stück in digitaler Form. Eine 7:16 Stunden lange Hörbuchausgabe wurde von Stefan Lehnen eingelesen, der damit in die Fußstapfen von Gerd Köster tritt, der bisher der Stammleser von Nivens Büchern war.

Neuen Lesestoff gibt es dank des Lübbe Verlages auch für die Freunde der Werke von Luca Di Fulvio. In »Es war einmal in Italien« führt dieser seine Leser ins Rom des Jahres 1870, wo man drei Menschen begegnet, die für ihren großen Traum ein großes Risiko eingehen. Ein Waisenjunge möchte mit Hilfe seiner Kamera die Welt verändern, ein Zirkunsmädchen begeistert sich für die Politik, und eine Gräfin ebnet anderen den Weg in die Freiheit. Die Wege der drei kreuzen sich, und es zeigt sich, dass ihre Träume miteinander verwoben sind. Um sie zu erreichen, gilt es große Herausforderungen zu meistern ... zumal die italienische Stadt von einem dramatischen Ereignis erschüttert wird. Was es damit auf sich hat, kann man auf 720 Seiten erfahren. Das Buch kostet sechzehn Euro, für 11,99 Euro ist es in digitaler Form zu bekommen. Philipp Schepmann hat ein 22 Stunden langes Hörbuch eingelesen.

Der Ullstein Verlag hat ein neues Buch von Schauspieler und Multitalent Christian Berkel herausgegeben. In »Ada« geht es in die Nachkriegszeit, in welcher man zwischen Wirtschaftswunder, Mauerbau und den Achtundsechzigern die titelgebende Ada trifft, für welche die Vergangenheit aufgrund des Schweigens der Generation ihrer Eltern ein blinder Fleck ist. Man begleitet sie auf ihrer Suche nach Fragmenten, um aus ihnen eine Identität zu errichten. Sie sucht nach einer Familie, nach ihrem Vater ... und erlebt schlussendlich ganz andere Dinge. Welche, das kann man für 24 Euro auf 400 Seiten erfahren. Die E-Book-Ausgabe hat einen Preis von 19,99 Euro, der Autor selbst hat eine 11:15 Stunden lange Hörbuchversion eingelesen.

Zum Abschluss noch drei weitere neue Veröffentlichungen im Schnelldurchlauf, die keinesfalls unerwänt bleiben sollten: Im Limes Verlag hat Alex Beer mit »Der verborgene Feind« den zweiten Teil ihrer Reihe »Unter Wölfen« herausgeben lassen, und wieder ermittelt der jüdischer Antiquar, der sich als Sonderermittler getarnt hat, im nationalsozialistischen Dritten Reich. Schon auf acht Bände hat Thomas Raab seine Metzger-Krimis anwachsen lassen. In »Die Djurkovic und ihr Metzger« scheitert eine Eheschließung, und die anschließenden Entwicklungen berichten von erbarmungslosen Clans und von kopflosen Kopfzerbrechern. Last but not least hat Holly Black einen Vampirroman namens »Coldtown - Stadt der Unsterblichkeit« zu Papier gebracht, dessen Setting von John Green als das beste bezeichnet hat, das ihm im Fantasybereich jemals begegnet ist. Veröffentlicht wurde das gute Stück vom cbj Verlag.

Die Gesamtliste aller Neueintragungen in der Leserkanone-Datenbank findet man durch einen Klick hier. Ein großes Dankeschön an all die User, die unser Formular genutzt haben, um uns auf die neuen Bücher hinzuweisen. Ihr seid eine tolle Hilfe!


Auf welches Buch freut ihr euch am meisten?
1
 
 149 (31,9%)
Es war einmal in Italien von Luca Di Fulvio
2
 
 135 (28,9%)
Ada von Christian Berkel
3
 
 109 (23,3%)
Die F*ck-it-Liste von John Niven
4
 
 32 (6,9%)
Coldtown - Stadt der Unsterblichkeit von Holly Black
5
 
 23 (4,9%)
Metzger-Krimis 8 - Die Djurkovic und ihr Metzger von Thomas Raab
6
 
 19 (4,1%)
Unter Wölfen 2 - Der verborgene Feind von Alex Beer
An der Umfrage haben 467 Benutzer teilgenommen.
 
 

KOMMENTARE ZU DEN ERWÄHNTEN BÜCHERN
Kommentar zu Ada vom 26.10.2020 14:53:
» An „Der Apfelbaum“ bin ich mit einiger Skepsis herangegangen, denn ich dachte „schon wieder ein Prominenter, der sich als Schriftsteller versuchen will“. Doch Christian Berkel hat mich als Autor überzeugt und daher kam ich auch an „Ada“ nicht vorbei. In diesem Buch geht es um Ada, eine Frau in den Vierzigern, die auf der Suche nach sich selbst ist. Ada wird 1945 als Tochter einer Jüdin in Leipzig geboren. Sie verbringt daher ihre ersten Jahre in Argentinien und kehrt mit ihrer Mutter als neunjähriges Mädchen nach Deutschland zurück. Sie kommt in ein ihr fremdes Land und muss erst einmal die Sprache lernen. Dann tritt Otto in ihr Leben, der als ihr Vater gilt. Sie leben in Berlin als Familie zusammen und dann bekommt sie noch einen Bruder. Aber ist Otto wirklich ihr Vater? Ihre Fragen bleiben unbeantwortet. Niemand will die vielen Fragen, die sie hat, beantworten, denn niemand will an die Vergangenheit erinnert werden. Erst mit Mitte 40 versucht Ada mit Hilfe …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von buecherwurm1310
Kommentar zu Ada vom 26.10.2020 11:08:
» Ada wird 1945 in Leipzig geboren. Die ersten Jahre ihres Lebens verbringt sie mit ihrer Mutter in Argentinien, da diese Jüdin ist. Von einem Vater fehlt jede Spur, bis die beiden 1954 nach Deutschland zurückkehren und nun in Berlin leben. Dort treten zwei Männer in Adas Leben - Otto und Hannes. Mit beiden scheint ihre Mutter eine gemeinsame Vergangenheit zu teilen, und obwohl es Otto ist, der von nun an offiziell als Adas Vater gilt, bleibt in Ada stets ein leiser Zweifel zurück. Die Frage nach ihrer wahren Identität dehnt sich auch aus auf ihre Nationalität und ihre Religion: Ist sie Deutsche, weil dort geboren, oder Argentinierin, weil dort aufgewachsen? Jüdin, da ihre Mutter eine ist, oder Christin, weil sie so erzogen wurde? Oder ist sie alles davon, oder, schlimmer - nichts? Ada selbst äußert ihrem Psychologen gegenüber, den sie später als 45-Jährige aufsucht, sie habe eine glückliche Kindheit verlebt. Und dennoch …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Anna625
Kommentar zu Ada vom 22.10.2020 10:54:
» Das Cover des Buches hat einen gewissen Anziehungsfaktor. Irgendwie möchte man einfach wissen, was es mit der jungen Frau auf sich hat und was sie erlebt hat. Inhalt: Wirtschaftswunder, Mauerbau, die 68er-Bewegung – und eine vielschichtige junge Frau, die aus dem Schweigen der Elterngeneration heraustritt. In der noch jungen Bundesrepublik ist die dunkle Vergangenheit für Ada ein Buch, aus dem die Erwachsenen das entscheidende Kapitel herausgerissen haben. Mitten im Wirtschaftswunder sucht sie nach den Teilen, die sich zu einer Identität zusammensetzen lassen und stößt auf eine Leere aus Schweigen und Vergessen. Ada will kein Wunder, sie wünscht sich eine Familie, sie will endlich ihren Vater – aber dann kommt alles anders. Meine Meinung: Insgesamt ein sehr interessantes Buch über das Leben im Nachkriegsdeutschland, allerdings hat mir so der letzte Kick gefehlt. Man erfährt so einiges und doch auch wieder nichts. Ada selbst und …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von dartmaus
Kommentar zu Ada vom 18.10.2020 17:30:
» Wer bin ich? Die Protagonistin, Ada, erzählt diesen Roman nur aus ihrer Perspektive. Dabei benutzt sie einen einfachen Sprachstil, der, je nach dargestelltem Alter variiert und sich der jeweiligen Situation, durchaus auch fremdwortreich und differenziert, anpasst. Das Werk ist in drei Teile aufgeteilt, mit recht kurzen Kapiteln, was dem Lesefluss auch sehr zuträglich ist. Ada lebt zuerst mit ihrer aus Nazideutschland geflüchteten Mutter in Argentinien. Sie sehnt sich nach ihrem Vater in Deutschland, ist jedoch bei der Rückkehr in der Nachkriegszeit von ihm enttäuscht. Sie erfährt nichts über die Vergangenheit der Mutter, und auch der Vater schweigt über die schwere Kriegszeit. Ada befindet sich in einer Identitätskrise und sucht nach dem Sinn des Lebens als Jugendliche. Selbst als 50-jährige Frau hat sie noch Probleme mit ihrer Identitätsfindung und geht deshalb viermal die Woche zur Aufarbeitung ihrer Vergangenheit zu einem …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Ute54
Kommentar zu Ada vom 17.10.2020 10:59:
» Auf der Suche nach sich selbst … Mit ihrer Familie hat Ada schon vor Jahren gebrochen, aber um ihren Bruder wieder zu sehen geht sie ins Theater, es ist der 9. November 1989, der Tag des Mauerfalls. Sie verfehlt ihn, lässt sich dann alleine von den Massen durch die Straßen Berlins schieben und hängt ihren Gedanken nach. Wer ist sie, wo gehört sie hin? Sie ist jetzt 45 Jahre alt, in Argentinien aufgewachsen, lebt aber seit ihrem 9. Lebensjahr wieder in Berlin - aber ist sie hier auch zu Hause? Um ihre Identität zu klären und zu sich selbst zu finden begibt sie sich in die Hände eines Psychologen, dem sie nach und nach ihre Lebensgeschichte erzählt … Der Autor Christian Berkel ist ein bekannter deutscher Schauspieler. Er wurde 1957 in West-Berlin geboren und ist mit der Schauspielerin Andrea Sawatzki verheiratet. Das Paar hat zwei Söhne. In seinem erstem Roman „Der Apfelbaum“ aus dem Jahr 2018 beschreibt Berkel die Geschichte seiner …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Herbstrose
Kommentar zu Ada vom 15.10.2020 19:39:
» DIE SPRACHLOSIGKEIT EINER GENERATION In seinem ersten Buch „Der Apfelbaum“ beschreibt Christian Berkel in eindrucksvoller Weise ein ganzes Jahrhundert deutscher Geschichte anhand der ungewöhnlichen Liebe seiner Eltern Sala und Otto in der Zeit der Nationalsozialisten. Diese aufregende, oft quälende und bittere Story der beiden aus sehr unterschiedlichen Schichten stammenden Menschen bildete den Kern des Buches. Die Familiengeschichte bewirkte den Rahmen, den roten Faden der ganzen Erzählung. In „Ada“ nun wird aus der Ich-Perspektive der Hauptfigur eine wesentlich dichtere autofiktionale Geschichte abgebildet. Das geschieht über einen Zeitraum von fast 50 Jahren. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf den 50er und 60er Jahren, die 70er und 80er sind ausgeblendet. Evtl. spielt die ausgesparte Zeit in einem weiteren Buch noch eine wesentliche Rolle? Aus dem Bruder Peter des Autors in der Realität wurde in der Fiktion die Schwester Ada, die 1945 nach …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von hennie
Kommentar zu Ada vom 15.10.2020 18:17:
» Aufwachsen mit dem Schweigen der Nachkriegszeit Sie ist zwar in Deutschland geboren, doch viele Erinnerungen hat Ada nicht, als sie mit ihrer Mutter aus Argentinien nach Berlin zurückkehrt. Der ihr als ihr Vater vorgestellte Mann ist für sie ein Fremder, fremd ist auch die Sprache, die Mentalität, der ganze Alltag. Auf diese Nachkriegskindheit blickt die Titelfigur von Christian Berkels Roman "Ada" als erwachsene Frau zurück, die Mauer ist gerade gefallen, doch sie selbst steckt gerade in einer Sinn- und Lebenskrise, erzählt einem Psychiater aus ihrem Leben. Als kleines Kind wollte Ada lange nicht sprechen, in Deutschland ist sie von Schweigen umgeben, wie viele ihrer Generation, die lange nicht einmal wissen, welche Fragen sie eigentlich stellen sollen. Es ist das Leben, die Generation "nach der Sintflut". Die jüngste Vergangenheit ist tabu, als Ada zum ersten Mal von einer Mitschülerin den Namen Hitler hört, kann …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von evaczyk

 
Autorentags: Alex Beer, Christian Berkel, Holly Black, John Green, John Niven, Luca Di Fulvio, Thomas Raab
IN DER MELDUNG ERWÄHNTE BÜCHER
Ada
Geschrieben von: Christian Berkel (12. Oktober 2020)
2,29
[42 User]
Coldtown - Stadt der Unsterblichkeit
Geschrieben von: Holly Black (12. Oktober 2020)
Die F*ck-it-Liste
Geschrieben von: John Niven (12. Oktober 2020)
3,00
[2 User]
Es war einmal in Italien
Geschrieben von: Luca Di Fulvio (12. Oktober 2020)
1,94
[18 User]
Metzger-Krimis 8 - Die Djurkovic und ihr Metzger
Geschrieben von: Thomas Raab (12. Oktober 2020)
Unter Wölfen 2 - Der verborgene Feind
Geschrieben von: Alex Beer (12. Oktober 2020)
 
Autorin der Meldung: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz