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  Neue Bücher: Kultur-Clash, großes Schweigen, stürmische Zeiten, Zukunftssorgen
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Zuletzt haben wir wieder viele neue Werke in unserem System in Empfang nehmen können, und hier möchten wir euch die vier - unserer Ansicht nach - erwähnenswertesten Neuerscheinungen der vergangenen Tage vorstellen. Diese berichten ihren Lesern vom Zusammenprall zweier unterschiedlicher Welten, von zermürbenden Erinnerungen, von einer von Winterstürmen gebeutelten Welt, und von beunruhigenden Ereignissen in einem zukünftigen New York City.

Loslegen wollen wir heute im C. Bertelsmann Verlag, in dem mit »Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte« der neueste Streich von Jonas Jonasson das Licht der Buchwelt erblickt hat. Darin lässt der Bestsellerautor zwei völlig gegensätzliche Kulturen aufeinanderprallen: Auf der einen Seite einen gierigen Galeristen aus Schweden, der für seinen eigenen finanziellen Vorteil alles aus dem Wege zu räumen bereit ist, auf der anderen Seite einen Massai-Krieger aus Kenia, der nicht einmal richtig erklären könnte, was Geld überhaupt ist. Der Haken darin: Ausgerechnet der Massai ist im Besitz eines Gemäldes, das sich als millionenschwer erweisen könnte. »Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte« ist 400 Seiten stark und kostet 22 Euro. Für fünf Euro weniger kann man es in digitaler Form bekommen. Eine ungekürzte Hörbuchversion mit einer Spielzeit von 10:14 Stunden wurde von Schauspieler Shenja Lacher eingelesen. Nachdem das vorausgegangene Jonasson-Buch »Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten« von Dieter Hallervorden eingelesen worden war, dem man viel attestieren kann, aber nicht, dass er eine Stimme hätte, der man dreizehn Stunden am Stück lauschen möchte, hört sich dies nach einer guten Personalentscheidung an.

Im Penguin Verlag wurde ein neues Buch von Ellen Sandberg herausgegeben, die wir vor mehr als einem halben Jahrzehnt noch mit einem anderen Alter Ego zu einem Interview begrüßen durften ... unfassbar, wie schnell die Zeit vergeht. Ihr neuer Roman trägt den Titel »Die Schweigende«. Auf 544 Seiten nimmt sie ihre Leser zum einen mit ins München des Jahres 2019, wo der Vater der Familie Remy auf dem Sterbebett einer seiner drei Töchter ein Versprechen mit komplizierten Folgen abnimmt, sowie ins Nachkriegsdeutschland, in dem eine junge lebenslustige Frau von der düsteren Vergangenheit eingeholt wird und die schlimmen Konsequenzen einer spontanen Entscheidung ausbaden muss. Was diese beiden Dinge miteinander zu tun haben, kann man für sechzehn Euro erfahren, die Digitalausgabe ist drei Euro günstiger.

Weiter geht's in der Hobbit Presse des Verlags Klett-Cotta, in welcher der Roman »Stormsong - In Winterstürmen« von C.L. Polk das Licht der Buchwelt erblickt hat. Die in Kanada lebende Trägerin des World Fantasy Awards führt ihre Leser in das von Kriegswirren gebeutelte Aeland, dem eine Naturkatastrophe droht, da gewaltige Winterstürme aufziehen, die das Gebiet zu veheeren drohen. Obendrein ist die Bevölkerung zornig, und die eingesperrten Magier proben den Aufstand. In dieser Gemengelage werden Grace Hensley und ihr Bruder von der Königin beauftragt, ein Mordkomplott zu vereiteln. Grace steht alsbald vor einer schwerwigenden Entscheidung. Gleichzeitig rüttelt eine junge Fotojournalistin an Geheimnissen, die den Funken der Revolution erst recht aufflammen lassen könnten. »Stormsong - In Winterstürmen« ist 400 Seiten dick und kostet sechzehn Euro. Für 12,99 Euro kann man eine Digitalfassung des Romans bekommen, eine elfstündige (ungekürzte) Hörbuchversion, die von Schauspieler Sascha Tschorn eingelesen wurde, wird am 30. Oktober folgen.

Am Ende kommen wir noch zum Verlagshaus Kiepenheuer & Witsch, in dem Don DeLillos kurzes Werk »Die Stille« erschienen ist, das Miss Mesmerized in einer Blogbesprechung dazu veranlasste, den Autor »den besten zeitgenössischen Autoren der USA« zuzurechnen. DeLillo stellte das Buch kurz vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie fertig, und in dem finalen Stoff stehen erstaunliche Parallelen zu dem, was sich in den Folgemonaten in der Realität abspielte. Das Ganze trägt sich im New York des Jahres 2022 zu, in dem sich fünf Menschen eigentlich nur den Super Bowl ansehen möchten. Dann aber brechen alle digitalen Verbindungen ab, die Bildschirme verfinstern sich, und das Quintett muss sich einen Reim darauf machen, was sich gerade zugetragen hat. Dabei setzt es sich intensiv mit dem Wesen der Zeit und damit auch mit der Essenz des menschlichen Daseins auseinander. »Die Stille« erstreckt sich auf über 112 Seiten und kostet zwanzig Euro. Für 16,99 Euro kann man das Ganze als E-Book bekommen, ein 2:08 Stunden langes Hörbuch wurde von Schauspieler und Sprecher Christian Brückner eingelesen, der festen Synchronstimme von Robert De Niro.

Die übrigen neuen Bücher, die es fortan in unserer Datenbank gibt, findet ihr durch einen Klick hier. Die in den letzten Tagen eingetragenen Werke konnten einmal mehr nur dank vieler Hinweise unserer Userschaft hierher gelangen. Vielen Dank für diese Zuarbeit!


Auf welches Buch freut ihr euch am meisten?
1
 
 297 (62,4%)
Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte von Jonas Jonasson
2
 
 86 (18,1%)
Die Stille von Don DeLillo
3
 
 61 (12,8%)
Die Schweigende von Ellen Sandberg
4
 
 32 (6,7%)
Stormsong - In Winterstürmen von C.L. Polk
An der Umfrage haben 476 Benutzer teilgenommen.
 
 

KOMMENTARE ZU DEN ERWÄHNTEN BÜCHERN
Kommentar zu Stormsong - In Winterstürmen vom 11.04.2021 21:22:
» Klappentext Magische Machenschaften, Rächer aus dem Jenseits und unmögliche Liebesaffären, ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen kann. Aeland, noch von den Folgen des Krieges gebeutelt, droht von gewaltigen Winterstürmen verwüstet zu werden. Während Grace Hensley versucht ihre Familie in Sicherheit zu bringen und sich der Königin und den abtrünnigen Magiern entgegenzustellen, muss sie sich fragen, ob sie eine Mitschuld an der drohenden Naturkatastrophe trägt. Meinung Dieses Buch ist die Fortsetzung von Witchmark. Diesmal ist Miles Schwester Grace die Hauptperson. War es im ersten Band das zentrale Thema ein Krimi, ist es hier eine politische Intrige. Die Mischung aus Fantasy, Steampunk und eben dieser politischen Intrige ist im Anfang kompliziert. Nachdem man sich als Leser in die Geschichte eingefunden hat, ist es ein äußerst spannender Roman. Das Buch schließt nahtlos an den Vorgänger an. …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Petra Wiechmann
Kommentar zu Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte vom 03.02.2021 15:24:
» Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte Schwarzer Humor bis zum Überlaufen und eine Geschichte voller glücklicher Wendungen und Zufällen. Kurz gesagt: Eine Erfrischung, die wir momentan gut gebrauchen können. Inhalt: Profitgieriger schwedischer Galerist, der für Geld über Leichen geht, trifft auf kenianischen Massai-Krieger, der nicht genau weiß, was Geld ist, dafür aber ein millionenschweres Gemälde besitzt, das von der deutsch-afrikanischen Künstlerin Irma Stern stammen könnte… Fazit: Die Geschichte an sich ist wirklich genial. Völlig unterschiedliche Kulturen werden miteinander vermischt. Schon bald entsteht eine einzigartige Verbindung zwischen den Charakteren. Außerdem gibt es eine Künstlerin namens „Irma Stern“, die in der Geschichte eine große Rolle spielt. Ich fand es toll, dass Bilder dieser Künstlerin auch in dem Buch abgebildet wurden, wodurch ich mich noch …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Lesekaiser
Kommentar zu Die Schweigende vom 29.11.2020 12:19:
» Wer ist Peter? Imke hat keine Ahnung und ist unsicher, wie sie den Wunsch ihres sterbenden Vater erfüllen soll, jenen rätselhaften Peter zu suchen. Als sie ihre Mutter Karin um Rat fragt, weicht diese aus und flüchtet sich in Schweigen - so, wie sie es ihr Leben lang getan hat. Doch Imke forscht weiter und kommt einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur. In ihrem neuen Roman führt Ellen Sandberg mit ihrer ruhigen, leichten Schreibart ihre Leser/innen an ein Thema heran, das lange im Verborgenen blieb, doch nicht vergessen wurde und in letzter Zeit wieder in den Fokus des öffentlichen Interesses rückt: es dreht sich um zahlreiche Missbrauchsvorwürfe gegen kirchliche und staatliche Heimerzieher. Sandberg geht es vor allem die Moralvorstellungen und Erziehungsmethoden, wie sie bis in die 70er Jahre üblich waren, und deren oft sadistischer Ausnutzung. Vor allem in den Kinderheimen konnten sich solche „Pädagogen“ unter dem Deckmantel einer …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von solveig
Kommentar zu Die Schweigende vom 27.11.2020 7:40:
» traurige Vergangenheit Karin bekommt seit dem Tot ihres Mannes nichts mehr auf die Reihe und dann fängt ihre mittlere Tochter Imke auch noch an nach Peter zu fragen. Ihr verstorbener Mann, hat Imke auf seinem Sterbebett aufgetragen nach Peter zu suchen. Dabei möchte Karin die Vergangenheit vergessen. Sie wuchs in Deutschland im Nachkriegsjahr auf und hatte viele Pläne. Eigentlich wollte sie Ärztin werden, doch eines Tages veränderte sich für sie alles. Das Buch hat mir gut gefallen. Es war spannend und flüssig geschrieben. Es handelt von den drei Schwestern, Geli Imke und Anna, und ihrer Mutter Karin. Sie verarbeiten den Verlust des Vaters/Mannes auf unterschiedliche Weise. Der letzte Wunsch des Vaters war, dass Imke sich auf die Suche nach Peter macht. Doch wer ist Peter? Mit den Fragen über Peter stöß Imke bei ihrer Mutter auf eine Mauer des Schweigens, denn diese möchte ihre Vergangenheit im Kinderheim vergessen und …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von dru07
Kommentar zu Die Schweigende vom 20.11.2020 14:28:
» "Eine Seele ohne Schweigen ist wie eine Stadt ohne Schutz, und wer das Schweigen pflegt, bewahrt seine Seele." (Thérèse von Lisieux) München 2019: Karin Remy fällt nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes in eine tiefe Depression. Ihre drei Töchter Geli, Imke und Anne sind fassungslos, wie ihre Mutter sich immer mehr gehen lässt. Doch keine der drei Schwestern kommt gut mit ihrer bis dahin herzlosen, kalten Mutter klar. Alle hingen sie am Vater, der ihnen so viel Liebe und Wärme vermittelt hatte und nun tot ist. Allen voran Imke, die ihrem Vater am Sterbebett noch versprechen musste, nach Peter zu suchen. Doch wer ist dieser Peter und wo soll Imke suchen, wenn die eigene Mutter nichts über die Vergangenheit preisgibt? Erst als sie bei ihrer Suche der Vergangenheit auf den Grund geht, kann sie die eigene Mutter immer besser verstehen. 1956: Karin ist ein unbeschwerter Teenager, der gerne mit den Freunden feiert, Jeanshosen …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von claudi-1963
Kommentar zu Die Schweigende vom 16.11.2020 20:46:
» Erschütternd Der überraschende Tod von Jens Remy wirft Karin völlig aus der Bahn. Sie ist kaum in der Lage für sich selbst zu sorgen, geschweige denn für das riesige Haus und den Garten. Ihre drei Töchter Imke, Geli und Anne sind besorgt, haben aber auch selbst genug mit ihren eigenen Familien zu tun. Lediglich Imke erinnert sich an das Versprechen, dass sie ihrem Vater gab. Sie soll Pelle suchen. Das waren seine letzten Worte, bevor er starb. Imke fragt ihre Mutter Karin, die sofort abblockt und sagt sie kennt keinen Pelle. Erst die Rücksprache mit Tante Gitta offenbart, dass Pelle Karins Bruder ist, der Ende der fünfziger Jahre spurlos verschwand. Imke beginnt zu hinterfragen und Pelle zu suchen. Aber auch in Karin passiert etwas. Die Erinnerungen kommen wieder. Die Erinnerungen an eine Zeit, als sie jung war und in der ihr und ihrem Bruder Schlimmes angetan wurde. Abwechselnd erfahren wir, was damals mit Karin und ihrem Bruder …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Xanaka

 
Autorentags: C.L. Polk, Don DeLillo, Ellen Sandberg, Jonas Jonasson
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