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  Neue Bücher: Jesus' Frau, britische Könige, heimkehrende Sachsen
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Gestern waren derart viele erwähnenswerte neue Bücher in unser System gelangt, dass wir sie unmöglich in einer einzelnen Meldung unterbringen konnten, weswegen wir uns entschieden haben, unsere Buchvorstellung zweizuteilen ... und selbst das ist angesichts der großen Menge an Aufsehen erregenden Neuerscheinungen eigentlich noch viel zu wenig. Unseren ersten Artikel des Tages könnt ihr nach wie vor hier nachlesen.

An dieser Stelle möchten wir mit einem Buch beginnen, das es Ende April bis auf die Bestsellerliste der New York Times schaffte, wie wir hier berichteten. Dabei handelt es sich um »Das Buch Ana« aus der Feder von Sue Monk Kidd. Die Autorin erzählt darin die fiktive Lebensgeshichte von »Ana«, die bei ihr die Frau von Jesus aus Nazareth war. Sie wächst im besetzten Galiläa auf, erweist sich als schlaues Mädchen, lernt Lesen und Schreiben und beginnt die Geschichten der Frauen aus der Thora aufzuzeichnen. Gerade als sie als Jugendliche mit einem alten Witwer verheiratet werden soll, begegnet sie dem Mann, der zu ihrer wahren Bestimmung wird. Die Autorin präsentiert »Ana« fortan als eine Frau, die Jesus begleitet und ihm auf Augenhöhe begegnet. »Das Buch Ana« ist 576 Seiten lang und hat im btb Verlag das Licht der deutschsprachigen Buchwelt erblickt. Es kostet 22 Euro, die Digitalausgabe ist für vier Euro weniger zu bekommen. Für das 17:13 Stunden lange Hörbuch war Tanja Fornaro zuständig.

Geht man auf der Zeitachse ein paar Schritte weiter nach vorn, gelangt man in das Britannien des achten Jahrhundert, und genau dort trägt sich Sabrina Qunajs fast 900 Seiten umfassende Geschichte »Der erste König« zu, die im Goldmann Verlag herausgegeben wurde. Darin begegnet man einem jungen Adligen namens Offa (Wikipedia-Artikel), der ein großer Krieger werden und sein Land verteidigen möchte. Nachdem der König ermordet wird, fällt ihm jedoch die Aufgabe zu, die angelsächsischen Reiche als neuer König von Mercien unter seiner Herrschaft zu einen. Damit sieht er sich einer Menge machtvoller Feinde gegenüber. Obendrein wird er mit einer ganz besonderen Frau konfrontiert, die an der Küste seines Landes angespült wird. Das Buch hat einen Preis von zwölf Euro, für zwei Euro weniger kann man es in digitaler Form erwerben.

In Thilo Krauses Roman »Elbwärts« kehrt ein junges Paar nach jahrelanger Abwesenheit in die Sächsische Schweiz zurück, wo es einst aufwuchs und sich nun eine neue Existenz aufbauen möchte. Am Ort ihrer Herkunft werden die beiden sowohl mit ihrer eigenen Vergangenheit als auch mit einer neuartigen Fremdheit konfrontiert. Hier finden sie nicht nur die altbekannten Apfelbäume und Elbwiesen wieder vor, sondern auch campende Nazis und misstrauische Dorfbewohner. »Elbwärts« ist 208 Seiten lang und wurde im Hanser Verlag herausgegeben. Für 22 Euro ist es als gebundenes Buch zu bekommen, die Digitalversion ist fünf Euro günstiger. Schauspieler Nico Holonics hat einer ungekürzten Lesung seine Stimme geliehen.

Zum Abschluss noch zwei weitere Neuveröffentlichungen im Schnelldurchlauf, die ebenfalls nicht unter den Tisch gekehrt werden sollten: Der Luchterhand Literaturverlag hat das Buch »Normale Menschen« der irischen Autorin Sally Rooney veröffentlicht, das als bester Roman für den Booker Prize nominiert war und schon vor einem halben Jahr in einer frühen Rezension von Miss Mesmerized als »ein sehr emotionsgeladenes Buch, das jedoch auch ein Loblied auf Freundschaft und deren Kraft singt« bezeichnet wurde. Im Paul Zsolnay Verlag wurde indessen das Buch »Omama« der zuletzt wiederholt kontrovers beäugten Kabarettistin Lisa Eckhart herausgegeben, und angesichts des Rummels um ihre Person kann man davon ausgehen, dass in den kommenden Wochen sehr viel darüber geredet und geschrieben werden wird ... auch (und vor allem) von denen, die es nicht lesen werden.

Aus Platzgründen war dies nur ein kleiner Ausschnitt der neu erschienenen Werke. Alle neuen Bücher findet ihr hier. Wir sind all denjenigen Besuchern unserer Seite zu großem Dank verpflichtet, die so nett waren, uns auf die neuen Bücher hinzuweisen!


Auf welches Buch freut ihr euch am meisten?
1
 
 339 (60,4%)
Omama von Lisa Eckhart
2
 
 126 (22,5%)
Das Buch Ana von Sue Monk Kidd
3
 
 54 (9,6%)
Elbwärts von Thilo Krause
4
 
 29 (5,2%)
Normale Menschen von Sally Rooney
5
 
 13 (2,3%)
Der erste König von Sabrina Qunaj
An der Umfrage haben 561 Benutzer teilgenommen.
 
 

KOMMENTARE ZU DEN ERWÄHNTEN BÜCHERN
Kommentar zu Omama vom 14.10.2020 13:31:
» Mag man, oder auch nicht Lisa Eckhart erzählt die Geschichte ihrer Großmutter Helga seit deren Jugendjahren. Die Erzählung beginnt 1945, als die Russen als Besatzer einfielen, später wird Helga genauso wie ihre Schwester Inge von der Mutter aufs Land geschickt. Dieses Buch wird man wohl entweder mögen oder so gar nichts mit anfangen können. Ich gehöre leider in die zweite Kategorie. Zwar gibt es einige Passagen, die durchaus spannend sind, mir fehlte jedoch der rote Faden in der Erzählung, zu sehr kommt die Erzählerin vom Hundertsten ins Tausendste. Die Sprache ist recht derb geraten. Dabei verteilt Lisa Eckhart die spitzesten Spitzen, die es überhaupt gibt, sie sind gut durchdacht und scheren sich um kein Tabu. Dennoch habe ich das Buch nach ca. 100 Seiten abgebrochen, zu sehr war ich genervt von der Erzählweise der Autorin. Vielleicht käme ein Live-Vortrag als abendfüllendes Programm gut rüber, als Buch …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Gisel
Kommentar zu Normale Menschen vom 15.09.2020 23:29:
» Connell und Marianne wachsen zusammen in einer Kleinstad im Westen von Irland auf. Aber das ist auch schon das einzige was sie gemeinsam haben. Connell ist sehr beliebt in der Schule und Marianne eher eine Aussenseiterin ohne Freunde. Doch eines Tages verändert ein Gespräch zwischen ihnen ihr Verhältnis zueinander. Nur Connell möchte nicht das andere von seiner Zuneigung zu ihr erfahren. An der Uni treffen beide sich wieder: doch da ist dann plötzlich Marianne die Beliebte an der Schule und Connell der Außenseiter... Das Besondere an der Geschichte von Connell und Marianne ist wohl, dass sie etwas Tiefes verbindet, was keiner von beiden so recht auszusprechen vermag und sie sich immer wieder begegnen ohne voneinander los zu kommen. Es ist eine Geschichte von zwei ganz normalen Menschen, die jeweils ihr Päckchen zu tragen haben, ohne dabei besonders hervor zu stechen. Mir hat besonders die Erzählweise der Geschichte gefallen und das es …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von SummseBee
Kommentar zu Omama vom 26.08.2020 17:48:
» Unverblümt So brav und harmonisch das geblümte Buchcover auf den ersten Blick wirken mag - der Roman ist alles andere als das; denn kuschelig ist es sicher nicht, was Lisa Eckart aus dem Leben ihrer Großmutter und dem Verhältnis Oma-Enkelin erzählt. Ganz unverblümt und sarkastisch schildert die Kabarettistin lustige, aber auch bittere Szenen aus dem Leben, räsoniert über Ungereimtheiten und Ungerechtigkeiten und geht dabei bis an die Schmerzgrenze. Gern nutzt sie dabei die Oma-Figur, um weit darüber hinausgehend ganz allgemein Vorurteile anzuprangern. Hat der Leser soeben noch geschmunzelt, so bleibt ihm beim nächsten Seitenhieb womöglich doch das Lachen im Halse stecken. „Omama“ kennt keine Tabus. Schonungslos offen, wie aus Eckarts Kabarettprogrammen gewohnt, hält sie ihrer Klientel einen Spiegel vor. Ihr Schreibstil erscheint so leicht und locker, doch es ist schon kunstvoll und genau kalkuliert, wie Lisa Eckhart …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von solveig
Kommentar zu Das Buch Ana vom 21.08.2020 17:20:
» Ana wächst mit ihrem Bruder Judas, ihren Eltern und ihrer Tante in einer wohlhabenden jüdischen Familie auf, schließlich ist ihr Vater der oberste Berater von Herodes Antipas. Während Judas gegen die Römer hetzt, interessiert sich Ana nur fürs Schreiben, was eigentlich nur Männer können sollen. Als sie mit 14 einen alten Witwer heiraten soll, ist sie am Verzweifeln. Beim Kennenlernen sieht sie allerdings auch Jesus und ist sofort fasziniert von ihm. Als ihr Verlobter stirbt, soll sie eine Konkubine von Herodes werden, doch natürlich will Ana auch dies nicht und heiratet Jesus. Das Cover des Buches passt perfekt zum Buch und ist gut gemacht. Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden wundervoll dargestellt. Der Spannungsbogen verläuft auf hohem Niveau und man wird einfach hineingezogen in die Welt kurz nach Christi Geburt. Der Schreibstil ist wie in den Evangelien, aber doch viel moderner. Das …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von SaintGermain
Kommentar zu Omama vom 19.08.2020 8:35:
» Von ihren TV-Kurzauftritten bei Dieter Nuhr her fand ich Frau Eckhart recht erfrischend und schätzte vor allem neben ihrer Eloquenz, ihrer pointierten Aussprache und ihrer wohldosierten leichten Bosheit ihren Humor ("Wir Österreicher fühlen mit den Franzosen, welche den Brand von Notre Dame beklagen, denn auch bei unserem Nationalheiligtum Niki Lauda brannte es ja im Oberstübchen!" (sinngemäß aus der Erinnerung zitiert/Lauda lebte damals noch). Die Vorfreude auf ihren ersten Roman war dementsprechend groß. Groß ist allerdings jetzt auch meine Enttäuschung: Ca. 160 unterhaltende stehen etwa 220 abstoßenden Seiten gegenüber! Relativ ansprechend, wenn auch bereits sehr fäkaliengeprägt, der erste Teil, danach weit über 200 Seiten nahezu nur noch von Erbrechen, Erotik oder Blasen- bzw. Darmtätigkeit zuzuschreibenden Körperausscheidungen handelnd und erst ab S. 312 (Kreuzfahrtteil) zwar …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von victory
Kommentar zu Das Buch Ana vom 17.08.2020 20:09:
» Zum Inhalt: Ana kommt aus wohlhabenden Verhältnissen und lebt mit ihrer jüdischen Familie in Galiläa. Anders als die Frauen ihrer jüdischen Gemeinschaft, lernt sie Lesen und Schreiben. Sie beginnt heimlich, die Geschichten der längst vergessenen Frauen, die in ihrem Leben viel Leid erlebt haben, niederzuschreiben. Überhaupt ist das Schreiben Anas große Leidenschaft und sie wünscht sich nichts sehnlicher, als dass ihre Schriften eines Tages von Anderen gelesen werden. Doch dann soll sie plötzlich mit ihren grade mal 14 Jahren einen alten Witwer heiraten. Als sie diesem auf dem Markt von ihren Eltern vorgeführt werden soll, begegnet sie dort Jesus von Nazareth und verliebt sich in ihn. Bis sie zueinander finden, muss Ana jedoch einige Hürden überwinden. Meine Leseerfahrung: Sue Monk Kidd schafft mit diesem nahezu perfekt inszenierten historischen Roman, einer besonderen jungen Frau, die zwar fiktiv ist, aber so existiert …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Hilou1

 
Autorentags: Lisa Eckhart, Sabrina Qunaj, Sally Rooney, Sue Monk Kidd, Thilo Krause
IN DER MELDUNG ERWÄHNTE BÜCHER
Das Buch Ana
Geschrieben von: Sue Monk Kidd (17. August 2020)
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Der erste König
Geschrieben von: Sabrina Qunaj (17. August 2020)
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Elbwärts
Geschrieben von: Thilo Krause (17. August 2020)
Normale Menschen
Geschrieben von: Sally Rooney (17. August 2020)
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Omama
Geschrieben von: Lisa Eckhart (17. August 2020)
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Autorin der Meldung: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz