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  Neue Bücher: Ärger zum Johannisfest, Ärger auf einer Insel, Ärger in Kiel
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Natürlich haben auch am gestrigen Donnerstag wieder zahlreiche nagelneue Bücher den Weg in unser System gefunden. Die - unserer Meinung nach - erwähnenswertesten unter ihren führen ihre Leser nach Südfrankreich, auf die Nordseeinsel Juist und in ein Kieler Villenviertel.

Loslegen wollen wir dieses Mal mit Yann Sola alias Werner Köhler, dem Erfinder der lit.Cologne. Aus seiner Feder stammt der vierte Band um den sympathischen Kleinganoven und Hobbyermittler Perez aus dem Süden Frankreichs, der dieses Mal das alljährliche »Johannisfeuer« bewundern will. Zumindest hat er dies in einem Akt des Leichtsinns seiner Stieftochter versprochen, was es jedoch nötig macht, den Gipfel des hohen Pic du Canigou zu besteigen. In Vorbereitung auf diesen Kletterakt macht er einen Spaziergang und stößt dabei auf den leblosen Körper einer seit sechs Jahren vermissten Frau. Diese kommt später im Krankenhaus wieder zur Besinnung, redet aber nicht. Nachdem wenig später ein weiteres Mädchen gefunden wird und eine suspekte Glaubensgemeinschaft ins Spiel kommt, weitet sich das Ganze zu einem verflixt großen Fall aus. »Johannisfeuer« wurde im Verlag Kiepenheuer & Witsch veröffentlicht und hat einen Umfang von 352 Seiten. Das Buch ist - sowohl als Taschenbuch als auch als E-Book - für zehn Euro zu bekommen.

Neben Yann Solas Roman sind auch noch weitere erwähnenswerte neue Bücher von Kiepenheuer & Witsch veröffentlicht worden. Zumindest zwei seien an dieser Stelle noch kurz erwähnt: Eine Reihe von Essays der hochgelobten Zadie Smith wurden unter dem Titel »Freiheiten« zusammengefasst. Sie bezieht darin zur aktuellen Verfasstheit der Welt und dem Verfall der Gesellschaft Stellung. Von Alina Bronsky stammt derweilen »Der Zopf meiner Großmutter«, ein Roman, in dem die Autorin die Geschichte einer Frau erzählt, die ihren Platz in einer Gesellschaft zu finden versucht, die ihr zunehmend entgleitet. In einer ersten Besprechung lobte Bloggerin Miss Mesmerized das Buch für dessen feinen Humor und die in Worte gegossene Liebe fürs Detail.

Doch zurück zu Kriminalfällen und zu Ermittlern, die diese aufklären. Im Klarant Verlag wurde der Roman »Juister Düfte« veröffentlicht, in dem Sina Jorritsma ihre ostfriesischen Inselkommissare Witte und Fedder zum zweiten Mal in den Einsatz schickt. Alles beginnt damit, dass die junge Marieke Halsema in ihrem exklusiven Ladengeschäft tot aufgefunden wird. Nachdem es zunächst nicht nach einem Verbrechen anmutet, stellt sich bald heraus, dass die Dame ermordet wurde. Nach und nach tauchen immer mehr Verdächtige auf, und wie es scheint, hat jeder von ihnen etwas zu verbergen. Zu allem Überfluss gibt es Hinweise darauf, dass die Tat etwas mit einem Kriminalfall zu tun haben könnte, der schon hundert Jahre in der Vergangenheit liegt. Kurzum: Witte und Fedder bekommen eine ganze Menge zu tun. »Juister Düfte« ist 180 Seiten stark und zum Preis von 11,99 Euro zu bekommen. Für die E-Book-Ausgabe fallen 3,99 Euro an.

Zum Abschluss sei noch auf einen Roman hingewiesen, der von einem Mann verfasst wurde, den man eigentlich nicht durch geschriebene Worte, sondern durch bewegte Bilder kennt. Schauspieler und Tatort-Kommissar Axel Milberg hat ein Buch verfasst und damit bereits die Bestsellerliste des Spiegel gestürmt, wie wir schon vor einigen Stunden an dieser Stelle erwähnten. Sein Roman trägt den Titel »Düsternbrook« und wurde nach einem Ortsteil der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel benannt. Milberg ist nicht nur der Heimatort des Autors, auch die junge Hauptfigur seines Romans heißt auffälligerweise genauso wie er. Dennoch erzählt er hier nicht einen Schwank aus seinem Leben, sondern eine Geschichte rund ums Erwachsenwerden eines Jungen in den fünfziger und sechziger Jahren und um den Versuch, sich in der Welt zurechtzufinden und die in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen. »Düsternbrook« wurde vom Piper Verlag veröffentlicht und hat einen Umfang von 288 Seiten. Die gebundene Ausgabe des Buchs kostet 22 Euro, die E-Book-Version ist fünf Euro preiswerter. Und da Milberg schon seit vielen Jahren die Hörbücher anderer Autoren einliest, wundert es nicht, dass er auch einer Hörbuchausgabe seines eigenen Buches seine Stimme geliehen hat. Diese ist ungekürzt und hat eine Laufzeit von 7:42 Stunden.

Die komplette Liste aller Neueintragungen bei Leserkanone.de findet ihr unter diesem Link. Vielen Dank an die emsigen User, die auch gestern wieder unser Hinweisformular genutzt haben, um uns diese und andere Bücher vorzuschlagen!


Auf welches Buch freut ihr euch am meisten?
1
 
 225 (48,0%)
Düsternbrook von Axel Milberg
2
 
 136 (29,0%)
Perez ermittelt 4 - Johannisfeuer von Yann Sola
3
 
 65 (13,9%)
Der Zopf meiner Großmutter von Alina Bronsky
4
 
 29 (6,2%)
Freiheiten von Zadie Smith
5
 
 14 (3,0%)
Witte und Fedder ermitteln 2 - Juister Düfte von Sina Jorritsma
An der Umfrage haben 469 Benutzer teilgenommen.
 
 

KOMMENTARE ZU DEN ERWÄHNTEN BÜCHERN
Kommentar zu Der Zopf meiner Großmutter vom 20.07.2019 23:02:
» Der Zopf meiner Großmutter, Roman von Alina Bronsky, 224 Seiten, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch. Ein Roman über eine Frau, die versucht, in einer Gesellschaft Fuß zu fassen, die ihr entgleitet. Eine russische Familie, bestehend aus den Großeltern und dem kleinen Maxim, wandern als Kontingentflüchtlinge nach Deutschland aus. Im Flüchtlingsheim, das den schönen Namen „Zur Sonne“ trägt, wird die Großmutter zur gnadenlos bösen Tyrannin. Vor ihren bitterbösen Sprüchen ist niemand sicher. Nur gut, dass die meisten Bewohner sie nicht verstehen, denn Deutsch lernt sie nicht. Den kerngesunden Max hält sie für einen geistig beschränkten und auch noch totkranken Idioten, der ständig umsorgt werden muss. Sie kocht und püriert, salzlos, zuckerlos und lauwarm. Dabei schikaniert sie ihn mit dem Duft und dem Anblick der leckeren Speisen die sie sich selber gönnt. Sogar seine Geburtstagstorte …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von Ele95
Kommentar zu Der Zopf meiner Großmutter vom 21.06.2019 17:15:
» Zum Inhalt: Eine Frau, die versucht, in einer Gesellschaft Fuß zu fassen, die ihr entgleitet. Ein Mann, der alles kontrollieren kann außer seinen Gefühle. Ein Junge, der durch den Wahnsinn der Erwachsenen navigiert und zwischen den Welten vermittelt. Meine Meinung: Was ich von dem Buch halten soll, weiß ich auch beim Schreiben dieser Rezension noch nicht, aber eins weiß ich schon. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, irgendwie ausgefeilt und gut lesbar. Die Geschichte an sich hat mich nicht wirklich erreicht, plätscherte so vor sich hin und hat mich nicht mitgenommen. Die Protagonisten haben mir nichts gesagt und blieben mir irgendwie fremd und unwirklich. Ein Buch, das ich wahrscheinlich schnell wieder vergessen haben werde. Fazit: Schöner Schreibstil, aber nicht meine Geschichte«
– geschrieben von brauneye29
Kommentar zu Düsternbrook vom 16.06.2019 17:32:
» Der Protagonist dieser Geschichte, Alex, wächst behütet im Kieler Villenviertel Düsternbrook auf und in diesem Buch gibt er uns Einblick in seine Kindheit und Jugend. Der Schauspieler Axel Milberg erzählt uns die Geschichte in vielen kleinen Episoden, aber ohne einen roten Faden. Auch wenn die kleinen Geschichten manchmal humorvoll sind, so kam für mich mehr Düsternis herüber, eben Düsternbrook. Vielleicht fehlten mir auch einfach Emotionen, denn alles wurde recht teilnahmslos erzählt. Der Schreibstil ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, denn der Autor fabuliert offensichtlich gerne. So bekommen wir Einblick in die kindliche Gedankenwelt des kleinen und des etwas größeren Alex. Wir erfahren, wie er versucht, sich in seiner Welt zurechtzufinden. Ich bin ebenfalls in jener Zeit aufgewachsen und beim Lesen kamen Erinnerungen an meine Kindheit und Jugendzeit hoch. Ich weiß ebenfalls noch genau, welche Diskussionen …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von buecherwurm1310
Kommentar zu Der Zopf meiner Großmutter vom 02.06.2019 21:02:
» Ich mochte das Buch kaum aus der Hand legen - bis zum Ende sind mir die Figuren sehr ans Herz gewachsen. Der Roman bietet kurzweilige Unterhaltung mit Tiefgang - auch etwas Humor ist im Buch zu finden, was dem Buch noch einen gewissen "Touch" verleiht. Zum Schluss überschlagt sich alles etwas - die Geschichte wird mir eine Spur zu rasant - hier hätten einige zusätzliche Seiten zur genaueren Ausführung nicht geschadet - daher gibt es hierfür einen Stern Abzug. Im Großen und Ganzen gibt es aber von meiner Seite eine Leseempfehlung für diese doch recht innovative Geschichte.«
– geschrieben von book_lover
Kommentar zu Der Zopf meiner Großmutter vom 30.05.2019 12:50:
» EINE UNVOLLENDETE GESCHICHTE Das Buch mit seinen knapp über 200 Seiten war sehr schnell gelesen. Alina Bronsky schrieb eine Geschichte, die zwischen Komödie und Tragödie schwankt, eine Geschichte, die das Leben schreibt, allerdings oft mit starker Übertreibung und bitterbösem Humor. Aus der Sicht des heranwachsenden Max wird das diffizile Beziehungsgeflecht zwischen drei Erwachsenen erzählt. Als russische Kontingentflüchtlinge wohnen die Großeltern und Max im Wohnheim, im ehemaligen Hotel „Zur Sonne“. Griesgrämig und mit üblen Schimpfworten bedenkt Margo ihren Mann Tschingis und den kleinen, zu Beginn 6jährigen Jungen. Mäxchen ist wahlweise u.a. ein „Idiot“, ein „Schrumpfkopf“, der kleine „Krüppel“ und der Großvater die „asiatische Fresse“. Max bekommt von ihr, weil er angeblich schwächlich, kränklich und unterentwickelt ist, stets pürierte, ungesalzene Pampe vorgesetzt. Sie …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von hennie
Kommentar zu Düsternbrook vom 17.05.2019 15:40:
» Spaß am Fabulieren Mit dem Wahlspruch seiner Mutter „Wir sind was Besseres“ wird Axel in Düsternbrook, einem vornehmen Villenviertel Kiels, groß. Er wächst behütet als Sohn eines Anwalts und einer Ärztin auf und genießt das Privileg, die Gelehrtenschule besuchen zu dürfen, natürlich gehören auch Klavier- und Tennisunterricht mit zur standesgemäßen Erziehung. Doch je älter er wird, desto enger erscheint ihm „das überschaubare Karussell“ der Kieler Idylle. Er packt seine Sachen und zieht möglichst weit fort, nach München, wo sein Leben schließlich ganz neue Impulse erfährt. Düsternbrook ist konzipiert als Roman mit autobiografischen Zügen. In kurzen Kapiteln und leicht zu lesender Sprache schildert Milberg Ereignisse aus Kindheit und Jugend seines Alter Ego Axel, beginnend in den 1960er Jahren. Wirken seine Schilderungen zu Beginn der Geschichte wie die aus einem …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von solveig
Kommentar zu Witte und Fedder ermitteln 2 - Juister Düfte vom 13.05.2019 22:10:
» Inselgeheimnisse Die Autorin Sina Jorristsma ist eine leidenschaftliche Juist-Urlauberin und kennt die Insel sehr gut. Was liegt näher als eine Krimiserie, die auf dieser Insel spielt, zu konzipieren. „Juister Düfte“ ist bereits der zweite Band mit den Inselpolizisten Antje Fedder und Roland Witte. Die beiden arbeiten erst seit kurzem als Team zusammen und haben es jetzt mit einem rätselhaften Fall zu tun. Die Inhaberin des Seifenladens „Juister Düfte“ wird am Vormittag von einer Urlauberin tot in ihrem Laden aufgefunden. Antje und Roland sind schnell vor Ort und bald ist klar – es handelt sich um Mord. Wer war die junge hübsche Frau? Bei ihren Recherchen und der Suche nach einem Motiv lernen die beiden einige Liebhaber und die wohlhabende, aber unfreundliche Geschäftspartnerin kennen. Als Antje unter einer losen Diele im Laden ein altes Kapitänsportrait entdeckt, ahnt sie noch nicht, welche Bedeutung dieser Fund hat. Ihr Vater, der auf Juist …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von eiger
Kommentar zu Witte und Fedder ermitteln 2 - Juister Düfte vom 09.05.2019 8:15:
» Kommissarin Antje Fedder und Kommissar Roland Witte waren gerade auf Fußstreife, als ein Schrei sie zum kleinen Laden „Juister Düfte“ lockt. Die Inhaberin des Ladens liegt tot im Laden. Zunächst sieht es nicht nach einem Verbrechen aus, doch die Untersuchungen ergeben, dass Marieke Halsema ermordet wurde. Bei den Ermittlungen stoßen die Polizisten auf eine ganze Reihe Verdächtiger. Ein altes Foto, dass gut versteckt war, gibt auch Rätsel auf. Antje Fedder und Roland Witte haben alle Hände voll zu tun, um der Sache auf den Grund zu gehen. Dies ist der zweite Band der Reihe um die Kommissare Antje Fedder und Roland Witte. Dieser kurze Krimi lässt sich sehr angenehm lesen. Es geht gleich spannend los. Als Polizist auf Juist bekommt man es nicht so oft mit Mord zu tun, trotzdem gehen die Kommissare sehr professionell vor. Aber sie verlassen sich auch ein bisschen auf ihr Bauchgefühl. Roland ist noch nicht so lange auf der Insel und ihm …« [vollständige Rezension anzeigen]
– geschrieben von buecherwurm1310

 
Autorentags: Alina Bronsky, Axel Milberg, Sina Jorritsma, Yann Sola, Zadie Smith
IN DER MELDUNG ERWÄHNTE BÜCHER
Der Zopf meiner Großmutter
Geschrieben von: Alina Bronsky (9. Mai 2019)
80/100
[1 Blogger]
Düsternbrook
Geschrieben von: Axel Milberg (2. Mai 2019)
Freiheiten
Geschrieben von: Zadie Smith (9. Mai 2019)
Perez ermittelt 4 - Johannisfeuer
Geschrieben von: Yann Sola (9. Mai 2019)
Witte und Fedder ermitteln 2 - Juister Düfte
Geschrieben von: Sina Jorritsma (9. Mai 2019)
100/100
[1 Blogger]
 
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