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 Leseprobe »Ohne Plan - aber mit Herz« (Xenia Hügel) [WERBUNG!]
Das Team von Leserkanone.de bedankt sich bei Xenia Hügel für die Einsendung dieser Leseprobe! Mehr zu Xenia Hügel gibt es auf ihrer Autorenseite, bei Facebook und bei Instagram. Das Buch ist auf der Verlags-Webseite erhältlich.

Wieder in Deutschland angekommen, las ich die ersten Texte, die mir von ugandischen Frauen und Mädchen geschickt wurden. Ich wollte nicht glauben, was ich da teilweise lesen musste. Mädchen wurden in den späten Kindheitstagen verheiratet und missbraucht, gedemütigt und geschlagen. Ich fühlte mit ihnen diesen unmenschlichen Schmerz. Mehrmals unterbrach ich das Lesen, weil ich es nicht verkraften konnte. Wie konnten diese Frauen das alles überleben? Warum half ihnen niemand? Aus welchem Grund passiert so etwas auf unserer Welt? Zur Prostitution gezwungen! Gezwungen, den eigenen Körper zu verkaufen. Sie beschrieben sich selbst als Dreck, der mit den Geiern das Essen der Reichen aus dem Mülleimer angelt. Sie erzählten, dass sie laut schrien und keiner sie hörte. Keiner wollte ihnen ein Zuhause schenken, keiner bot ihnen Hilfe an, keiner interessierte sich für ihr Leben. Ich wollte all diesen Frauen und Mädchen eine Stimme in unserem Buch schenken, damit die Welt sie erhört! Manche Frauen ließen andere Frauen, die das Schreiben beherrschten, ihre Texte schreiben und mir schicken. Viele Texte erhielt ich auch direkt durch Nicholas. Manche Frau hatte ihre Erfahrung stärker gemacht und sie kämpfte nun für sich und für andere Frauen. Aber manche Frau hatte diese teuflischen Erfahrungen nie überwunden. Ich wollte nur noch um mich schlagen und kochte vor Wut!! Glaubten die Männer allen Ernstes, dass sie besser waren? Glaubte die Regierung nur an die Männer? Weshalb sind dann meist die Männer an der Übertragung von Geschlechtskrankheiten schuld? Und weshalb stärkt man nicht die ugandische Frau, wenn sie doch für jeden einsteht und alles allein leistet? Die Stärke dieser Mädchen und Frauen waren Superkräfte. Ich wollte ihnen allen Kraft spenden. Ich hatte es ja auch vor Ort gesehen: Es waren die Frauen, die das Land zu einem besseren Ort machten. Sie waren es, die auf dem Feld ackerten, sie verkauften am Straßenrand und sie halfen unseren Kindern!
 
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