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  Entenmoderne 8: Der Schatz des Meeres
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Nachdem sich das Lustige Taschenbuch des vergangenen Monats über weite Strecken mit Fußball beschäftigt hatte, thematisiert die neueste Ausgabe das, was auch der Coronavirus nicht verhindern kann: den Sommer. Wir haben erneut fünf Mitarbeiter, die eigentlich schon viel zu alt dafür sind, die einzelnen Geschichten des Buchs lesen lassen, und heute wollen wir mit der ersten davon beginnen.

Der Schatz des Meeres

Im Gegensatz zu sämtlichen anderen Geschichten, die im 534. Lustigen Taschenbuch abgedruckt wurden, handelt es sich bei »Der Schatz des Meeres« nicht um eine Story aus dem italienischen »Topolino«-Magazin, sondern um eine offenbar zuvor unveröffentlichte Story. Das ist ein wenig irritierend, da sie - dem Storycode nach zu urteilen - schon vor drei Jahren ersonnen wurde. Hinter der 35 Seiten langen dreireihigen Geschichte stecken Pat und Carol McGreal, für die zeichnerische Umsetzung war Andrea Ferraris zuständig. Abgedruckt wurde sie im Lustigen Taschenbuch »Einfach mal abtauchen«, das man seit dem 23. Juni bekommen kann.

Worum geht es?

Da es brütend heiß ist, geht Donald mit den Kindern ans Meer. Auch Dagobert hat sich breitschlagen lassen, mit an den (völlig überfüllten) Strand zu kommen. Über das Gelände wird erzählt, dass hier der Schatz eines Piraten versteckt sein soll, doch im Laufe der vielen Jahre hat ihn nie jemand gefunden. Trotzdem sind auch jetzt noch zwei unfreundliche Schatzsucher unterwegs, und die Ducks geraten ihnen wiederholt in die Quere. Von den Menschenmassen genervt entscheiden sich die Ducks, sich auf Schlauchbooten im Meer zu sonnen. Dort werden sie durch eine Haiattacke voneinander getrennt und erleben losgelöst voneinander Abenteuer.

Spoiler

Donald und die Kinder werden auf eine kleine Insel geschleudert. Dort graben sich Tick, Trick und Track in eine Felsspalte, nachdem Donalds Sonnencreme in sie hineingeplumpst ist. In der freigelegten Höhle entdecken sie den Piratenschatz. Dabei werden sie von den beiden Schatzsuchern beobachtet. Diese entpuppen sich als Ganoven: Sie rudern zu der Insel, bedrohen die Ducks mit einer Pistole und nehmen ihnen den Schatz ab. Dagobert wurde indessen in ein Unterwasserreich gezogen. Dort wird er von einer Meerjungfrau in Empfang genommen, die ihn aufgrund seiner Ähnlichkeit für den alten Piraten hält. Da der Korsar den Meeresbewohnern einst den Schatz abgenommen hatte, wird Dagobert - der für den Täter gehalten wird - eingekerkert. Die reichste Ente der Welt kann die Meerjungfrau überzeugen, dass er jemand anderes ist, und so hilft sie ihm, seinem Käfig zu entkommen. Er taucht in dem Moment wieder auf, in dem sich die beiden Schatzsucher gerade mit ihrer Beute auf- und davonmachen wollen. Die Meeresbewohner erkennen nun, dass Dagobert tatsächlich nicht der Pirat ist, und sie helfen ihm, die beiden Unholde zu überrumpeln. Dadurch erhält das Meeresvolk den Schatz zurück, und Dagobert bekommt - immerhin - eine riesengroße Perle. Abschließend werden die Ducks von einem friedlichen Hai zum Strand bugsiert, und die beiden Kriminellen werden von einem Kraken nachgeliefert, damit sie hinterher an die Polizei weitergereicht werden können.

Die Einschätzung

Mit all den Meerjungfrauen und aufs Wort hörenden Meerestierchen ist das hier eine schon sehr kindgerechte Geschichte ... wären da nicht ein paar Sprüche dabei, die eindeutig an ältere Leser adressiert sind. Anders ist es nicht zu erklären, dass die beiden Ganoven auf die Finanzierung ihrer Rente durch die Jugend ansprechen, und dass Dagobert gemütlich von einer Welt träumt, in welcher der Begriff »Finanzamt« noch nicht erfunden wurde (was die eindeutig beste Sprechblase dieser Geschichte ist). So hat man auch als Leser, der sich schon zum alten Eisen zählt, einige Aha-Momente. Die Story selbst ist eigentlich eine ganz gut gelungene Mischung: Sie vermittelt ein sommerliches Gefühl, was gerade an diesem Wochenende zur herrschenden Hitze passt, sie hat abenteuerliche Elemente (Schatzsuche), Fantasyelemente (Unterwasserwelt), kriminelle Elemente (Gangster), und am Ende kommt sie mit einem netten Heilewelt-Ende daher. So gesehen kann man nicht meckern, das ist schon ein ganz gut gelungener Einstieg ins neueste Lustige Taschenbuch. Dass die Story nach drei Jahren in einer Schublade nun endlich veröffentlicht wurde, hat sich demnach als gute Entscheidung herausgestellt. Drei unserer Testleser gaben der Geschichte die Note Zwei, zwei verteilten eine Drei, und so ergibt sich am Ende die Durchschnittsnote 2,4.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz