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  Entenmoderne 7: Team auf Tour
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Heute wollen wir uns der letzten Geschichte aus dem Lustigen Taschenbuch »Alles auf Anfang« widmen, die - schon wieder - eine Fußballstory ist. Am Ende wird tatsächlich erwähnt, dass sie eigentlich für die EM 2020 verfasst worden war und dass man sie den Lesern nicht vorenthalten wollte (was übersetzt bedeuten dürfte: man wollte/konnte nicht umplanen). Wie jedes Mal im Rahmen unserer Rubrik »Entenmoderne« haben fünf Mitarbeiter, die eigentlich schon viel zu alt dafür sind, brandaktuelle Disney-Comics lesen, die Geschichte gelesen.

Team auf Tour

Tatsächlich handelt es sich um einen Comic, der nicht dem »Topolino«-Magazin entnommen wurde, sondern offenbar gezielt für das Lustige Taschenbuch und dessen unterschiedliche europäische Ableger erschaffen wurde. Der Storycode (D 2019-058) deutet darauf hin, dass sie schon im vergangenen Jahr ausgearbeitet wurde, die Erstveröffentlichung erfolgte jedoch erst im Mai dieses Jahres, genauer gesagt im 533. Lustigen Taschenbuch. Die dreißigseitige und dreireihige Story wurde von Pietro Zemelo geschrieben, für die zeichnerische Umsetzung war Andrea Ferraris zuständig.

Worum geht es?

Donald Duck ist Teil eines Fußballteams und spielt ziemlich überzeugend. Nach einem neuerlichen Sieg, der mit einem Tor Donalds besiegelt wird, taucht ein ziemlich wütender Dagobert Duck auf und gibt bekannt, dass Klaas Klever die Mannschaft zu einem Spiel in Schottland herausgefordert hat. Damit will Klever die reichste Ente der Welt an deren Geburtsort demütigen. Um sicher zu gewinnen, hat Klever die größten Fußballstars der Welt verpflichtet. Dagobert hat hingegen einen ganz speziellen Trainer für Donalds Mannschaft engagiert, und mit diesem geht es auf Trainingsreise quer durch Europa.

Spoiler

Der Trainer entpuppt sich als ein Schleifer, sozusagen ein entengewordener Felix Magath. Zunächst geht es ins Gebirge, wo das Team (ohne Ball) die Berge hinauflaufen soll. Klaas Klever löst daraufhin einen Steinschlag aus, um das Training zu einem Debakel werden zu lassen, doch der Trainer treibt die Spieler dazu, die heranrollenden Steine als Chance zu betrachten, um Ausweichen und Dribbeln zu üben. Im zweiten Schritt müssen die Spieler auf kleinen Booten trainieren, um dort Balance und Körpergefühl zu verbessern. Klever versucht sich dieses Mal an einer neuen Schikane in Form von Seifenwasser, das die Spieler zum Rutschen bringen soll, doch wieder erreicht er genau den umgekehrten Effekt. Während die Spieler anschließend im Schnee trainieren, sabotiert Klever das Flugzeug des Teams, woraufhin Dagobert gezwungenermaßen teure Plätze in einem Linienflugzeug buchen muss. Während Klevers wahllos zusammengekaufte Spitzenfußballer sich während des entscheidenden Spiels nicht grün sind, überzeugt Donalds Elf durch das inzwischen gewonnene Teamgefühl. Kurz vor Schluss steht es 3:3, und als Regen einsetzt und der Boden schlüfrig wird, kommt Donalds gewonnene Erfahrung im Umgang mit rutschigen Gegenden ins Spiel: Mit einem Fallrückzieher erzielt er das 4:3. Klaas Klever muss als Chef der Verlierermannschaft die drei Millionen Taler teure Stadionmiete bezahlen, doch auch Dagobert hat am Ende Grund für jede Menge Zorn, da ihm der Trainer eine horrende Rechnung für seine Dienste präsentiert.

Die Einschätzung

Nachdem dies ja bereits die dritte Fußballgeschichte im 533. Lustigen Taschenbuch war, fühlten wir uns thematisch am Ende ein wenig übersättigt. Dennoch muss man der Geschichte zugute halten, dass sie für eine Duck'sche Fußballstory - die oftmals einfach nicht überzeugen wollen - schon in Ordnung war. Dass sich schlussendlich jedwede Sabotage als ein Schuss in den Ofen entpuppt und dass ein gutes Teamgefühl als etwas besseres ist als irgendeine Einzelleistung dargestellt wird, das ist auch eine zufriedenstellende Message, die den jungen Lesern am Ende des Buchs geboten wird. Sonderlich spannend war der Comic über weite Strecken natürlich trotzdem nicht, zumal jegliche Versuche Klaas Klevers, dem Duck'schen Team zu schaden, binnen weniger Bilder immer wieder ins Positive gedreht wurden. Österreichern wird die Geschichte womöglich weniger gut gefallen, denn auf einer Europakarte, die auf einem doppelseitigen Bild zu sehen ist, wurde ihr Land vollkommen verstümmelt dargestellt und teilweise von anderen Staaten einverleibt. Alles in alle ist »Team auf Tour« eine unspektakuläre, aber ganz nette Geschichte. Schlussendlich gab einer unserer Mitarbeiter ihr die Note Zwei, die anderen gaben ihr eine Drei, was auf die Durchschnittsnote 2,8 hinauslief.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz