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  Entenmoderne 6: Jeder setzt auf Q-Q
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Noch zwei Geschichten aus dem Lustigen Taschenbuch mit dem Titel »Alles auf Anfang« waren übrig, die wir noch nicht von fünf Mitarbeitern haben lesen lassen, die eigentlich schon viel zu alt dafür sind, um sich mit brandaktuellen Disney-Comics auseinanderzusetzen. Also haben wir weitergemacht, und dieses Mal sind wir bei einer Story über einen sehr leistungsfähigen Computer gelandet.

Jeder setzt auf Q-Q

Nachdem wir in der fünften Ausgabe unserer »Entenmoderne« erstmals einen Comic gelesen hatten, der nicht aus dem »Toplino«-Magazin entstammte, hat »Jeder setzt auf Q-Q« wieder seinen Ursprung in Italien. Erdacht wurde die Geschichte vor einem Jahr von Alessandro Sisti, in Bilder umgesetzt wurde sie von Ettore Gula. Die erste Veröffentlichung erfolgte in der Ausgabe des »Topolino«-Magazins, die am 28. August 2019 ausgeliefert wurde. Damals trug der Comic den Titel »Zio Paperone e il computer a Q-Q«, was übersetzt »Onkel Dagobert und der Q-Q-Computer« bedeuten würde. Hierzulande wurde die 28-seitige dreireihige Geschichte im Mai dieses Jahres erstmals veröffentlicht, nämlich im 533. Lustigen Taschenbuch.

Worum geht es?

Ein reicher Ölbaron hat sich für mehrere Milliarden Taler eine Yacht bauen lassen, stellt dann aber fest, dass er an der Seekrankheit leidet, weswegen er das Schiff um jeden Preis sofort wieder loswerden möchte. Dagobert Duck, der offenbar schon vorher gewusst hatte, was geschehen würde, empfängt ihn direkt am Ufer und luchst ihm die »LuxuStar« praktisch kostenfrei ab, um sie hinterher in ein Kreuzfahrtschiff umbauen zu lassen. Irritiert fragt Donald, woher Dagobert wissen konnte, dass hier ein solch lukratives Geschäft auf ihn warten würde, woraufhin ihm die reichste Ente der Welt einen Supercomputer zeigt, der das Geschehene vorausberechnet hatte. Dies ruft die Panzerknacker auf den Plan, die den Computer für ihre eigenen Interessen nutzen wollen.

Spoiler

Die Panzerknacker schleichen sich in Dagoberts Computerzentrum ein und manipulieren »Q-Q« so, dass sie ihn von ihrem Wohnwagen aus bedienen können. Daraufhin lassen sie sich von dem Computer den perfekten Plan ausrechnen, um an die »Elefantenperle« zu gelangen, die Dagobert von einem Maharadscha kaufen will. Als sie den Plan in die Tat umsetzen wollen, geht dieser schief, da Dagobert die Perle an einer ganz anderen Stelle als der erwarteten versteckt hat. Die Panzerknacker kommen zu dem Schluss, dass sie den Computer nicht mit genügend Daten gefüttert hatten, und sie lassen ihn einen neuen Plan schmieden. Dieses Mal wollen sie Dagobert Bargeld abnehmen, dass dieser zum Kauf einer Villa verwenden möchte. Tatsächlich hat Dagobert jedoch nur 76 Kreuzer dabei. Bei einem erneuten Einbruch in den Computerraum erfahren die Panzerknacker von »Q-Q«, dass Dagobert herausgefunden hat, dass sie den Rechner für ihre Zwecke missbrauchen ... nämlich weil er »Q-Q« danach gefragt hat. Mit Hilfe eines von dem Supercomputer berechneten Fluchtplanes versuchen die Panzerknacker anschließend zu entkommen, doch Dagobert nimmt sie mit Polizisten in Empfang. Dagobert erläutert den Panzerknackern anschließend, dass der Computer bei ihm immer nur deshalb so gut funktioniert hat, weil er sich zwar Tipps von ihm geben ließ, sich aber nie komplett an seine Pläne gehalten hat, sondern sich immer auf sein Bauchgefühl verlassen hat.

Die Einschätzung

Geschichten über leistungsstarke Computer und künstliche Intelligenzen tauchen bekanntermaßen nicht nur in der Buchwelt immer wieder aufs Neue auf, auch in den Disney-Comics sind sie spätestens seit den achtziger Jahren immer wieder anzutreffen gewesen. Da das Thema - logischerweise - einfach nicht totzubekommen ist, wundert es auch wenig, dass es selbst heute immer wieder in neuen Comics aufgegriffen wird. In diesem Fall ist eine ganz erträgliche Geschichte dabei herausgekommen, die letztlich nur ein Manko hat: Sie gehört zu den Storys, bei denen Dagobert bzw. die »Seite des Gutes« den Panzerknackern bzw. der »Seite des Bösen« derart überlegen ist und niemals in Gefahr gerät, irgendetwas zu verlieren, dass kein rechtes Spannungsmoment vorhanden ist. Dass Dagoberts Intuition letztlich den Rechenkünsten eines Supercomputers überlegen ist, war genau der Ausgang der Story, den man vorhersehen konnte. Die eingebauten Gags - etwa die Überzeugungskünste der Panzerknacker gegenüber Dagoberts Wachpersonal - sind ganz okay, allerdings auch ganz schön harmlos. So ergibt sich hier eine Art Füller-Geschichte, die man nebenher einfach mal weglesen kann, ohne dass sie lange in Erinnerung bleibt. Nett, aber hochgradig unspektakulär. Vier der Mitarbeiter und Helfer unserer Webseite, die sich die Geschichte zu Gemüte geführt haben, gaben ihr schlussendlich die Note Drei, eine Mitarbeiterin entschied sich für eine Vier, so dass die Durchschnittsnote 3,2 zu Buche steht.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz