Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
44.361 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »EniK«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
  Entenmoderne 43: Drei gegen alle
Werbung:
Wer unser Newsboard in den vergangenen Tagen verfolgt hat, der wird nicht übersehen haben, dass wir mal wieder fünf unserer Mitarbeiter, die eigentlich schon viel zu alt dafür sind, auf das aktuelle Lustige Taschenbuch angesetzt haben und es Comic für Comic lesen haben lassen. Dabei handelt es sich um die Nummer 537 mit dem Namen »313 neue Nachrichten«, die seit dem 15. September zu bekommen ist. Zuletzt hatten wir die harmlose Story »Wo steckt Pluto?« analysiert, wie ihr an dieser Stelle nach wie vor nachlesen könnt. Eine letzte Story war noch übrig, und auch diese haben wir inzwischen durchgeschmökert.

Drei gegen alle

Die hier thematisierte Geschichte hieß ursprünglich »Paperone, Nonna Papera e Nonno Bassotto in Soli contro tutti«, was auf Deutsch übersetzt in etwa »Dagobert, Oma Duck und Opa Knack gegen alle« bedeuten würde. Sie ist etwas mehr als ein Jahr alt und wurde am 8. Mai 2019 in der damaligen Ausgabe des italienischen Wochenmagazins »Topolino« veröffentlicht. Der 24 Seiten lange Dreireiher wurde von Gabriele Panini erdacht und von Mario Ferracina gezeichnet.

Worum geht es?

Nahezu alle Entenhausener Einwohner sind mit ihren Smartphones beschäftigt. Nachdem auf ihren Geräten eine neue Nachricht eintrifft, verhalten sie sich allesamt plötzlich so, als seien sie hypnotisiert worden. Ein Passant, dessen Handy kaputtgeht und der dadurch nicht von der Hypnose betroffen wird, wird sofort als Andersdenkender attackiert und verschleppt.

Spoiler

Dagobert Duck wird von der Hypnosewelle nicht getroffen, da er sein Handy zwischen den Anrufen stets abschaltet, weil er aufgrund seiner gehobenen Position nicht mehr ständig erreichbar sein muss. Oma Duck wird nicht getroffen, da sie kein »modernes Handy« besitzt. Opa Knack wird ebenfalls nicht getroffen, da er gerade erst frisch ausgebrochen ist und nichts außer seinen Klamotten am Leib trägt. Sie alle werden von den übrigen Entenhausener gejagt, die ihnen wie eine Horde Zombies nachstellt. Nach einer Verfolgungsjagd treffen sie aufeinander und werden von den hypnotisierten Leuten geschnappt und gefesselt. Man bringt sie in eine abgelegene Ecke der Stadt und lässt sie in einem kargen Raum alleine zurück. Dort befreit sich das Trio von seinen Fesseln. Anschließend beobachten die drei alten Herrschaften, wie die willenlosen Entenhausener bergeweise Wertgegenstände herbeischleppen. Obendrein offenbart sich, dass sie im Bann eines Kaugummi kauenden Mannes und seiner dessen stehen, die sie mit Hilfe eines Computervirus gefügig gemacht haben. Der Anfänger unterschätzt anschließend Dagoberts Fähigkeiten im Umgang mit Handys, wodurch es dem reichsten Erpel gelingt, den Übeltäter selbst in Hypnose zu versetzen und ihn dazu zu zwingen, seine Untaten wieder umzukehren. Die Ganoven werden hernach verhaftet, und auch Opa Knack lässt sich wieder ins Gefängnis stecken (und ist stolz darauf).

Die Einschätzung

Mit dem Comic wurde der »Kreis« zur Auftaktgeschichte des Buchs geschlossen, denn die beiden Comics hatten nicht nur die Gemeinsamkeit, dass es in ihnen um Smartphones ging, auch viele weitere Storyelemente waren auffällig deckungsgleich. Dass dies nichts Gutes bedeuten konnte, das könnt ihr euch vermutlich angesichts unserer sehr kritischen Besprechung der Geschichte »313 neue Nachrichten ... und eine neue App« denken. »Drei gegen alle« ist nicht ganz so katastrophal, alleine schon deshalb, weil hier in den Sprechblasen weiter zusammenhängende Sätze zu finden sind und man sich nicht auf Emojis beschränkt hat, wie es in dem Auftaktcomic streckenweise getan wurde. Zu einer guten Story macht dies »Drei gegen alle« dann aber trotzdem nicht. Die Darstellung von Handys als Gefahr und das daraus resultierende schafsartige Herdenverhalten ist einfach völlig übertrieben, und der Story entbehrt es an unvorhersehbaren Überrschungsmomenten, Spannung und kreativen Ideen. Last but not least ist die Auswahl des Comics einfach etwas fragwürdig. Dass man das Handythema nochmal aufnehmen wollte, ist angesichts des groben Buchthemas zwar nachvollziehbar, aber dann eine derart ähnliche Idee nochmal aufs Neue zu verwursten, ist eine schwer nachvollziehbare Entscheidung. Einerseits passen Details inhaltlich nicht zusammen - im ersten Comic arbeitete Dagobert beispielsweise nur mit einem uralten Wählscheiben-Telefon, dieses Mal hatte er ein Handy und konnte sehr gut damit umgehen -, andererseits sollte es bei der riesigen Fülle an »Topolino«-Comics einfach möglich sein, etwas mehr Abwechslung in die Geschichten zu bringen. Der »Rausschmeißer« hat uns daher dieses Mal enttäuscht. Vier unserer Mitarbeiter gaben der Geschichte die Note Vier, einer eine Fünf, so dass letztlich eine 4,2 dabei herauskam.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz