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  Entenmoderne 42: Wo steckt Pluto?
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Seit einigen Tagen lesen fünf Mitarbeiter unserer Seite das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 537, das am 15. September erschienen ist und den Titel »313 neue Nachrichten« trägt. Zunächst war das Buch recht holprig losgegangen, doch nach drei schwächeren Storys hatte es einen guten Takt gefunden. Der an dieser Stelle von uns besprochene Comic »Zum Sparpreis auf den Mond« war die vierte ganz ordentliche Geschichte in Folge. Zwei Comics waren noch übrig, und den ersten der beiden haben wir nun auch gelesen.

Wo steckt Pluto?

Hierbei handelt es sich um eine außergewöhnlich neue Geschichte, denn während die meisten Storys, die im Lustigen Taschenbuch verwendet werden, schon vor Jahren im italienischen Magazin »Topolino« abgedruckt wurden, hat diese hier gerade etwas mehr als ein halbes Jahr auf dem Buckel. Womöglich ist dies der Tatsache geschuldet, dass sie mit ihren 22 Seiten eine außergewöhnliche Länge hat und man ansonsten nicht übermäßig viele Comics zur Verfügung hat, um eine noch vorhandene 22-Seiten-Lücke zu stopfen, um ein Buch vollzubekommen. Das ist natürlich nur eine wilde Mutmaßung. Die Erstveröffentlichung erfolgte am 22. Januar in der 3348. Ausgabe von »Topolino« unter dem Titel »Topolino e la lunga ricerca«, was zu Deutsch »Micky Maus und die lange Suche« bedeutet. Geschrieben wurde die Geschichte von Carlo Panaro, für die Zeichnungen war Giampaolo Soldati verantwortlich.

Worum geht es?

Micky Maus hat mit Mack und Muck sowie mit Pluto einen Ausflug ins Grüne unternommen. Dort entdeckt Pluto einen Fuchs und hetzt ihm hinterher. Der gewitzte Meister Reineke lockt den arglosen Hund in einen Güterzug, der sich postwendend in Bewegung setzt und mit Pluto auf und davon fährt. Somit sind Hund und Herrchen voneinander getrennt.

Spoiler

Anhand von Plutos Fußspuren finden Micky & Co. heraus, dass der Hund in den Zug gesprungen ist, und sie erfahren auch, dass dieser laut Fahrplan zum Bahnhof von Dachshain gefahren ist. Dort hören sie sich um und erfahren, dass ihr vierbeiniger Freund vom Bahnhof aus in die Stadt hineingerannt ist. Sie geben eine Anzeige bei der örtlichen Morgenzeitung auf, starten einen Aufruf im Fernsehen, sehen sich auf Tierportalen im Internet um und befragen die Passanten. Pluto selbst kommt indessen bei einem alten Mann unter, der ihn »Jakob« nennt. Da in seinem Haus der Strom ausgefallen ist, bekommt der freundliche Mann nichts von der Suche mit, die inzwischen im Gange ist. Schlussendlich sorgt Pluto selbst dafür, dass er gefunden wird: Nachdem die Reparatur in dem Haus abgeschlossen ist, hinterlässt der Handwerker dem alten Mann eine Rechnung, die er auf die Rückseite eines Fotos schreibt, das zur »Fahndung« nach Pluto verwendet wurde. Pluto erkennt sich selbst auf dem Foto und weist den alten Mann daraufhin, hernach dieser Micky kontaktiert. So ist am Ende alles wieder wie vorher, allerdings wird Pluto abschließend noch einmal von dem alten Herren verärgert, als dieser darauf hinweist, dass Pluto »schlau wie ein Fuchs« sei ... denn von Füchsen hat Pluto vorerst weißgott genug.

Die Einschätzung

Nun ... Pluto-Comics sind natürlich so eine Sache. Üblicherweise wirken sie nicht sonderlich modern - was nichts schlechtes sei muss, im Gegenteil -, sie sind häufig aber auch recht unspannend, thematisch eingeschränkt und eher an eine besonders junge Lesergruppe gerichtet. Und genau das ist hier auch der Fall, denn letztlich beinhaltet die Story nicht viel mehr als die Idee »Hund läuft weg, Herrchen suchen Hund, Herrchen finden Hund«. Das ist alles andere als neu, auch in dieser Figurenkonstellation nicht, denn gefühlt entsteht pro Jahr ein Dutzend neuer Geschichten, in denen Pluto abhandenkommt. Wenn man ohne ein nennenswertes Überraschungsmoment auskommt und man auch ansonsten mit der erwähnten Erwartungshaltung herangeht, dann bekommt man hier exakt die kleine harmlose Geschichte serviert, die all das erfüllt. Man kann über »Wo steckt Pluto?« wenig schlechte Worte verlieren, das schließt sich bei solch liebevollen Storys über verschwundene Hunde nun mal per se aus, und einen komplexen Klassiker im Stile der Abenteuer Dagobert Ducks am Klondyke erwartet an dieser Stelle sowieso niemand. So kam es, dass sich am Ende vier unserer Mitarbeiter für die Schulnote Drei entschieden haben, einer vergab eine Vier, was summa summarum die Durchschnittsnote 3,2 bedeutete. Etwas kleines Unspektakuläres zum Zwischendurchlesen eben.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz