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  Entenmoderne 41: Zum Sparpreis auf den Mond
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Nach einem Stotterstart hat sich das seit dem 15. September erhältliche aktuelle Lustige Taschenbuch, das die Nummer 537 und den Titel »313 neue Nachrichten« trägt, deutlich gesteigert und zuletzt mehrere anständige Geschichten hintereinander präsentiert. Die bislang letzte Story, die wir von fünf Mitarbeitern unserer Seite haben lesen lassen, die dafür eigentlich schon viel zu alt sind, trug den Titel »Einfach unwiderstehlich«. Unsere zugehörige Analyse findet ihr durch an dieser Stelle. Nun ging es mit einer Reise zum Mond weiter.

Zum Sparpreis auf den Mond

Die Geschichte ist ziemlich genau ein Jahr alt, denn ihre Erstveröffentlichung erfolgte im italienischen Comicmagazin »Topolino« mit der Nummer 3332, das am 2. Oktober des letzten Jahres herausgegeben wurde. Geschrieben wurde die Story von Alessandro Sisti, für die zeichnerische Umsetzung war anschließend Francesco D'Ippolito der Verantwortliche. Der Originaltitel des 26 Seiten langen Dreireihers lautete »Zio Paperone e la luna d'occasione«, was zu Deutsch offenbar etwas im Sinne von »Onkel Dagobert und der gebrauchte Mond« bedeutete.

Worum geht es?

Astronaut Rob(b)y Vic hält einen Vortrag über die Geschichte der Flüge zum Mond und erwähnt, dass die Entenhausener Raumfahrtbehörde plant, eine Basis auf dem Erdtrabanten zu errichten, um von dort aus tiefer ins All fliegen zu können. Die Ausrüstung soll von der Industrie geliefert werden, weswegen ein Wettstreit entbrennt, wer dafür die Verantwortung übernimmt. Natürlich ist Dagobert Duck mit dabei, und er lädt Vic zu einem Mondflug in einem eigenen Raumschiff ein, um sich von der Qualität der Duck'schen Technik zu überzeugen.

Spoiler

Vic zeigt sich erstaunt, wie gut Dagobert Duck vorbereitet ist, und dass er jede Menge Technik bereits im Köcher gehabt haben muss. Auf dem Mond gelandet, steigen Dagobert, Donald und Vic in ein Gefährt um, um sich in der Gegend umzusehen, während Tick, Trick und Track in der Raumfähre die Stellung halten. Klaas Klever und dessen Assistent Anwantzer sind indessen ebenfalls heimlich auf den Mond gereist, um Dagobert und seine Geräte zu sabotieren. Zum ersten geplanten Sabotageakt kommt es erst gar nicht, da dem Duck'schen Mondmobil ein Reifen platzt. Zum zweiten Sabotageakt kommt es nicht, weil die Batterien des Mondmobils vorher den Geist aufgeben. Die Probleme werden jeweils repariert, dann geht es weiter. Tick, Trick und Track erkennen indessen durch die Instrumente in ihrer Raumfähre, dass die Lichter, die dem Mondmobil den Weg weisen sollten, manuell umgestellt wurden, und dass Klaas Klever dahintersteckt. Sie informieren ihre Verwandten, die daraufhin Klever und Anwantzer (die inzwischen einen Unfall hatten) aufsammeln und beschimpfen. Klaas Klever muss seine Niederlage eingestehen, spricht jedoch an, wie fragwürdig es ist, dass Dagobert all die Geräte so schnell parat haben konnte. Auch Rob(b)y Vic und die Kinder zweifeln, und siehe da: Es handelt sich um Gerätschaften aus dem Jahre 1969, die nur neu lackiert wurden. Damals war Dagobert davon ausgegangen, nach der ersten Mondlandung würde der Erdtrabant schnell besiedelt werden, weswegen er jede Menge Geld in Ausrüstung investierte, die anschließend nie genutzt wurde. Durch das neue Mondprojekt hoffte er, doch noch Kapital daraus zu schlagen. Schlussendlich werden alle Geräte nicht gebraucht, aber das Duck'sche Raumschiff - die einzige neue Maschine - erfüllt alle Vorausetzungen für das neue Mondprojekt, und so erhält Dagobert den Zuschlag. Donald Duck wird indessen dazu verdonnert, die alten Geräte auf dem Mond weiterzuverkaufen, was sich aufgrund der mangelnen Kundschaft als verflixt mieser Job entpuppt.

Die Einschätzung

Ein ungewöhnliches Merkmal der Geschichte war der Auftritt des Astronauten Rob(b)y Vic, der vor langer Zeit - nämlich in den Jahren 2010 und 2011 - mal für drei Geschichten ins Leben gerufen wurde und dann nie wieder verwendet wurde, nun aber von Sisti plötzlich wieder aus der Schublade geholt wurde. Seinen ersten Auftritt feierte er (als Kind) in einem Donni-Duck-Comic, der niemals auf Deutsch übersetzt wurde, die anderen beiden Storys schafften es jedoch auch ins Deutsche. Dabei handelt es sich um die Comics »Der menschliche Faktor«, der 2014 in einer Sonderedition des Lustigen Taschenbuchs veröffentlicht wurde, sowie um »Das Projekt Blackduck« aus dem im Juli 2017 herausgegeben Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 496.

Ansonsten gibt es nicht viel weiteres Ungewöhnliches, das man über die Geschichte erzählen könnte ... auch wenn das eine skurrile Aussage für eine Story über eine Mondmission ist. Allerdings waren die Ducks inzwischen schon so oft im Weltraum unterwegs, dass es eben nicht mehr sonderlich spektakulär ist, sie in einem Raumschiff herumdüsen zu sehen. Schlussendlich wurde auf dem Mond dann genau das geboten, was man auch auf der Erde schon häufig zu Gesicht bekommen hat: Dagobert Duck versucht ein Geschäft abzuschließen, Klaas Klever möchte ihm das Geschäft wegschnappen, Klaas Klever wendet unlautere Mittel an, Dagobert Duck erweist sich als höchst geizig, Dagobert Duck besiegt seinen Gegner, Donald ist die ganze Zeit über mit dabei und endet irgendwie als der Gelackmeierte. Kurzum: Alles schon unendlich oft dagewesen, aber es funktioniert häufig ziemlich gut. Und auch hier wurden die bekannten Komponenten wieder auf eine recht unterhaltsame Weise zusammengefügt, so dass sich die Story ganz gut wegschmökert. Schlussendlich entschied sich einer unserer Mitarbeiter für die Schulnote Zwei, drei gaben ihr eine Drei, und eine Mitarbeiterin entschied sich für die Note Vier. Damit erhält »Zum Sparpreis auf den Mond« von uns die Gesamtnote 3,0.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz