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  Entenmoderne 37: Glück aus!
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So richtig gut war der Auftakt des 537. Lustigen Taschenbuchs, das seit dem 15. September erhältlich ist und »313 neue Nachrichten« heißt, nicht gerade: Nachdem die Titelstory absolut enttäuschend war, lief es mit dem zweiten Comic - einer Zeitreisestory mit Micky und Gamma namens »Der Herr der Düsternis« - auch nur sehr bedingt besser, wie ihr nach wie vor an dieser Stelle nachlesen könnt. Nun ging es mit einem Comic mit Phantomias (und einigen Gästen) weiter, und auch diesen haben wir von fünf Mitarbeitern unserer Seite lesen lassen, die dafür eigentlich schon ein ganzes Stück zu alt sind.

Glück aus!

Es handelt sich um einen knapp zwei Jahre alten Comic, der am 10. Oktober 2018 erstmals im italienischen Magazin »Topolino« veröffentlicht wurde. Damals trug das Ganze den Titel »Paperinik e il cugino sfortunato«, zu Deutsch »Phantomias und der unglückliche Vetter«. Der 28 Seiten lange Dreireiher wurde von Marco Bosco verfasst und anschließend von Marco Mazzarello zeichnerisch umgesetzt.

Worum geht es?

Gustav Gans schenkt Tick, Trick und Track wertvolle »Quackball«-Sammelkarten, da er selbst damit nichts anzufangen weiß. Die Kinder empfehlen ihm daraufhin, es selbst mal mit Sammelkarten zu probieren, denn dies würde großen Spaß machen. Ein paar Tage später fährt Donald mit Dussel durch die Stadt und entdeckt Gustav in einem Laden für Comics und Spiele, wo dieser tatsächlich Sammelkarten kauft. Als sie ihn zur Rede stellen, fällt ihm ein Blumentopf auf den Kopf, und dann übersieht er auch noch einen wertvollen Diamantring. Kurzum: Das Glück scheint Gustav im Stich gelassen zu haben. Donald und Dussel gehen der Sache nach, um herauszufinden, wie dies passieren konnte.

Spoiler

Eine Observierung von Gustavs Haus zeigt weitere Anzeichen dafür, dass Gustav das Glück abhanden gekommen ist. Dussel und Donald beschließen deshalb unabhängig voneinander, ihre Superhelden-Alter-Egos ermitteln zu lassen, was es damit auf sich hat. Des Nachts treffen Phantomias und Flederduck gemeinsam ein, und kurzerhand forschen sie auch gemeinsam Gustav hinterher. Der fährt in der Dunkelheit noch einmal mit seinem Auto davon. Die beiden Helden verfolgen ihn mit Phantomias' fliegendem 313er, verlieren seine Spur jedoch in einem Tunnel. Anschließend wenden sie sich an Daniel Düsentrieb. Der berichtet ihnen, dass er von Gustav gebeten worden war, für ihn »aus persönlichen Motiven« einen Apparat zu bauen, der sein Glück lahmlegt. Da sie ansonsten keine Idee haben, untersuchen Phantomias und Flederduck noch einmal den Comicladen, und passenderweise tauchen dort gerade zwei zwielichtige Gestalten auf. Als sie die beiden verfolgen und so zu deren Versteck gelangen, finden sie den gefesselten Gustav. Sie überwältigen die Bösewichte, benötigen dabei jedoch die Hilfe einer grün gekleideten Person, die ihnen die gesamte Zeit schon heimlich gefolgt war: Micky Maus. Der hatte zufälligerweise gerade im Auftrag des Betrugsdezernats von Entenhausen den Handel mit gefälschten »Quackball«-Karten untersucht, und wie es der Zufall so wollte, waren die Täter die gleichen Personen. Schlussendlich wird Gustav befreit, der berichtet, dass er sich sein Glück vorübergehend entfernen ließ, um Spaß am Sammeln der Sammelkarten zu haben. Bis dahin waren ihm immer genau die richtigen Karten sofort in die Hände gefallen. In Zukunft will er Düsentriebs Apparat nicht mehr verwenden, und passenderweise fällt ihm sogleich die letzte noch fehlende Sammelkarte in den Schoß.

Die Einschätzung

Eines kann man sagen, wenn man die drei ersten Comics des Lustigen Taschenbuchs mit der Nummer 537 gelesen hat: Es geht stetig aufwärts, denn diese Geschichte war bis zu diesem Punkt die klar beste, die hierin abgedruckt wurde. Was allerdings auch nicht heißt, dass sie überragend gewesen wäre, sie war einfach nur besser als die beiden anderen. Geschichten, in denen Gustav Gans plötzlich von Fortuna im Stich gelassen wird, sind zwar nicht die allerneueste Idee, vielmehr wurde dieses Thema schon regelmäßig aufgegriffen, hier wurde es jedoch mit ein paar erfrischenden und guten Einfällen aufgemotzt. Dass Flederduck mit diesem Comic Einzug in die »Standardversionen« der Lustigen Taschenbücher gefunden hat (bisher gab es ihn nur in einem einzelnen Panel der Story »Ein seltsamer Besucher« in der Nummer 167 in einer Gedankenblase von Donald Duck zu sehen), der ansonsten bisher nur in diversen Sonderausgaben verwendet wurde, wäre verschmerzbar gewesen, da die Figur des Dussel Duck ohnehin eher nervig ist und es schon mehr als genügend andere Superhelden in Entenhausen gibt, aber im Großen und Ganzen kann man sich nicht beschweren. Mit gemischten Gefühlen haben wir den Auftritt von Micky Maus betrachtet, denn einerseits haben Crossover-Momente der Enten- und Mäusegeschichten irgendwie immer eine besondere Magie, da es sie so selten gibt, allerdings wirkt Mickys Rolle hier eher auf Krampf in die Story hineingeschrieben. Schlussendlich entschied sich jeweils einer unserer Mitarbeiter für die Noten Zwei und Drei, zwei von uns gaben dem Comic die Schulnote Vier, und einer die Note Fünf, so dass am Ende der Durchschnittswert 3,6 zu Buche stand.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz