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  Entenmoderne 33: Ein Stück Glück
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Noch eine letzte Geschichte war unseren fünf Mitarbeitern übriggeblieben, die zuletzt das aktuelle Lustige Taschenbuch gelesen haben, und auch diesen Comic haben wir inzwischen für euch analyisiert. Unseren Artikel zur vorletzten Story, die den Titel »Ein Ball kommt selten allein« trug und sich leider als die schlechteste Geschichte des Bandes entpuppte, findet ihr indessen nach wie vor an dieser Stelle.

Ein Stück Glück

Bei »Ein Stück Glück« handelt es sich um eine Geschichte, die am 5. Juni 2019 in der damaligen Ausgabe des italienischen Magazins »Topolino« abgedruckt worden war und den Titel »Paperino e il ricciolo della fortuna« trug. Dieser bedeutete zu Deutsch in etwa »Donald und die Glückslocke«. Der 26 Seiten lange Dreireiher wurde von Federico Buratti geschrieben und von Danilo Barozzi gezeichnet. Hierzulande wurde er als Abschlusscomic des 536. Lustigen Taschenbuchs abgedruckt, das den Titel »Erzfeinde!« trägt und seit dem 18. August 2020 zu bekommen ist.

Worum geht es?

Da Gustav Gans gerade außer Landes ist, rechnet sich Donald Duck bei einer Tombola, bei der es einen fahrbaren Betonmischer und vierzig Tonnen Beton zu gewinnen gibt, gute Chancen aus. Dazu kauft er sämtliche Lose mit Ausnahme von einem einzigen. Schlussendlich gewinnt dann doch wieder Gustav, der gerade rechtzeitig seine aktuellste Kreuzfahrt aus Langeweile abgebrochen hat. Da er aufgrund der Loskäufe in akute Finanznot geraten ist, gestattet Donald seinem Cousin Dussel unter Vereinbarung einer Gewinnbeteiligung, ihm sein Wohnzimmer als Friseursalon zu überlassen.

Spoiler

Dussel präsentiert sich in seinem neuen Job als ein fürchterlicher Frisör. Gitta Gans und Butler Baptist werden von ihm optisch verstümmelt, und auch Gustav, der als dritter Kunde auf Dussels Sessel landet, hat nicht das gewohnte Glück: Dussel trennt ihm versehentlich eine güldene Locke ab. Diese nimmt Donald an sich und fertigt sich daraus ein Amulett. Postwendend wird er in einem Laden als millionster Besucher ausgezeichnet, erhält als Preis jedoch nur alte Taschenkalender. Danach gewinnt er eine Kreuzfahrt, muss diese jedoch in einer kleinen Besenkammer am Maschinenraum verbringen. Er findet ein Portemonaie, aber der Originalbesitzer ist Dagobert Duck, so dass es statt eines Finderlohns nur eine Umarmung und eine Fußball-Eintrittskarte mit miserabler Sicht gibt. Auf Anraten von Primus von Quack wirft Donald das Amulett weg, woraufhin es bei Dussel landet. Der gewinnt prompt eine Urlaubsreise. Da er diese gemeinsam mit einer Horde Wildschweine antritt, die er als seine Haustiere hält, ruiniert er Gustav Gans dessen Urlaub. Donald lässt es sich indessen gut gehen.

Die Einschätzung

Die Geschichte präsentiert sich oberflächlich gesehen als eine skurrile Mischung aus Altbackenem und Innovativen. Dass Donald bei einer Tombola sämtliche Lose bis auf eines kauft und schlussendlich dann doch gegen Gustav verliert, gab es schon in Disney-Comics zu lesen, die inzwischen älter als ein halbes Jahrhundert sind. Die Idee mit dem Glück, das dann irgendwie doch kein richtiges Glück ist, ist hingegen erstaunlich erfrischend. Nachdem das Verhältnis zwischen Gustav und Donald gerade im vorausgegangenen Comic »Ein Ball kommt selten allein« sehr verquer dargestellt wurde, ist es sehr angenehm gewesen, hier mit etwas konfrontiert zu werden, das genauso ist, »wie es sein soll«. Und auch von alledem abgesehen ist »Ein Stück Glück« eine ziemlich schöne Story mit guten und mit lustigen Einfällen, die genau das richtige wohlige Heile-Welt-Rausschmeißer-Gefühl erzeugt, das man sich vom Finale eines Lustigen Taschenbuchs wünscht. Selbst der Schlussgag überzeugt (sowohl inhaltlich als auch in Sachen zeichnerischer Albernheit). Kurzum: ein feiner Schlusscomic. Am Ende entschieden sich drei unserer Mitarbeiter für die Note Zwei, zwei für die Note Drei, wodurch summa summarum der Durchschnittswert 2,4 zu Buche stand.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz