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  Entenmoderne 32: Ein Ball kommt selten allein
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Zuletzt war es mit dem Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 536, das den Titel »Erzfeinde!« trägt und seit dem 18. August erhältlich ist, wieder aufwärts gegangen, denn mit »Der perfekte Komplize« wurde darin eine Story abgedruckt, die unsere fünf Mitarbeiter, die im aktuellen Buch Comic für Comic lesen, ziemlich zufriedenstellen konnte, wie wir euch hier berichteten. In dem Buch folgte eine neunseitige Story namens »Geld ist, was gefällt«, die wir an dieser Stelle nicht gesondert analysieren werden, da sie einfach ein Stück zu kurz ist, als dass dies Sinn ergeben würde. Stattessen haben wir mit dem nächsten Donald-Duck-Comic weitergemacht.

Ein Ball kommt selten allein

Während die meisten Geschichten im 536. Lustigen Taschenbuch erst ein paar Monate auf dem Buckel haben, ist diese Story hier mit etwas mehr als zwei Jahren schon etwas älter. Sie wurde am 27. Juni 2018 im italienischen Magazin »Topolino« veröffentlicht und trug damals den Titel »Paperino, Paperina, Gastone e il ballo peperonato«, was zu Deutsch »Donald, Daisy, Gustav und der Peperoniball« bedeutet. Der 25 Seiten lange Dreireiher wurde von Fausto Vitaliano geschrieben und von Emmanuele Baccinelli gezeichnet.

Worum geht es?

Daisy erhält eine Einladung zum exklusiven Ball der »Mufflon-Loge«, dem Höhepunkt des gesellschaftlichen Lebens in Entenhausen. Donald erhält ebenfalls eine Einladung, möchte jedoch nicht hingegen. Dagobert setzt ihn unter Druck, mit Daisy hinzugehen, da er selbst mit Gitta Gans auf den Ball gehen muss und sich nicht alleine blamieren möchte. Donald weigert sich trotzdem, wirft den für den Ball vorgesehenen Mufflon-Hut weg und beschließt, Daisy stattdessen zur zeitgleich stattfindenden »Paprika- und Pfeffer-Party« einzuladen.

Spoiler

Gustav findet die »fürstliche« Mufflon-Mütze, ohne zu wissen, was sie bedeutet. Da sie ihm nicht ganz passt, beschließt er Daisy zu bitten, sie an seinen Kopf anzugleichen. Diese interpretiert sein Erscheinen mit der Mütze als eine Einladung zu dem Ball. Nachdem Gustav abgerauscht ist, kommt Gitta zu Daisy und berichtet ihr, wie sie Dagobert übertölpelt hat, um diesen dazu zu bringen, mit ihm auf den Ball zu kommen. Daisy erwähnt in dem Zusammenhang, dass sie gern mit Donald hingegangen wäre, nun aber mit jemand anderem Vorlieb nimmt. Gitta sucht daraufhin nach Donald. Dass dieser erzählt, er sei gerade auf dem Weg, Daisy zu etwas einzuladen, interpretiert sie so, als würde er sie zum Mufflon-Ball und nicht zur Peperoni-Party einladen, und so rauscht sie zufrieden ab. Dussel berichtet Gustav indessen, dass der von ihm gefundene Mufflon-Hut eigentlich Donald gehört. Gustav bekommt daraufhin Angst und rennt zurück zu Daisy, wo er im gleichen Moment ankommt, in dem auch Donald dort aufschlägt. Nachdem Donald ihm Gewalt androht, gibt Gustav zu, dass er gar nicht vorgehabt hatte, Daisy einzuladen, was schlussendlich dazu führt, dass Donald mit Daisy zu dem Ball geht, zu dem er nie gehen wollte. Ähm ... so ungefähr. Die Geschichte ist vollkommen konfus.

Die Einschätzung

Die Geschichte war auf mehrerlei Weise merkwürdig. Was insbesondere herausstach, war der Umgang von Donald und Gustav miteinander, denn hier kommt der Erstgenannte so rüber, als sei er im Vergleich zum Schoßkind des Glücks extrem dominant und würde in jeder Hinsicht den Ton angeben, während Gustav auf das angewiesen ist, was Donald für ihn übrig lässt. Das führt dazu, dass Donald in dem Schlussgag, in dem er vor Gustavs Tür steht, um ihn zu teeren und zu federn, geradezu unangenehm boshaft rüberkommt, da man schon bis dahin jede Menge Groll ihm gegenüber aufgebaut hat. Nebenbei: Was bringt es eigentlich, einen Erpel zu federn? Davon abgesehen verläuft die gesamte Geschichte ein wenig wirr, und wenn der »Mufflonball« irgendeine Anspielung auf ein tatsächliches Ereignis sein soll, das hier parodiert werden sollte, dann haben wir dies nicht verstanden. In Sachen Humor hatte die Geschichte ebenso ihre Grenzen, weswegen der Comic summa summarum nicht mit den übrigen Geschichten aus dem Buch mithalten konnte. Schlussendlich entschied sich eine Mitarbeiterin unserer Seite für die Schulnote Drei, jeweils zwei entschieden sich für eine Vier und eine Fünf, so dass am Ende die Durchschnittsnote 4,2 zu Buche stand. Damit war »Ein Ball kommt selten allein« leider - das können wir schon vorwegnehmen, obwohl noch eine Story aussteht - der schlechteste Comic des 536. Lustigen Taschenbuchs.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz