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  Entenmoderne 31: Der perfekte Komplize
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Momentan lesen fünf Mitarbeiter von Leserkanone.de, die dafür von außen betrachtet eigentlich ein Stückchen zu alt sind, die Comics des Lustigen Taschenbuchs mit der Nummer 536, das den Titel »Erzfeinde!« trägt und seit dem 18. August erhältlich ist. Zuletzt beschäftigten wir uns mit der Geschichte »Komische Vögel« und fanden sie ziemlich durchschnittlich, wie wir euch an dieser Stelle berichtet haben. Nun ging es mit einer Kater-Karlo-Geschichte weiter.

Der perfekte Komplize

Mit »Der perfekte Komplize« setzten die Macher des Lustigen Taschenbuchs die Stafette an vergleichsweise jungen Comics in »Erzfeinde!« fort. Bisweilen vergehen bekanntlich viele Jahre, ehe die Comics aus dem italienischen Magazin »Topolino« ins Deutsche übertragen werden, das neue Lustige Taschenbuch enthielt hingegen bis hierhin auffällig viele sehr frische Storys. Diese hier wurde am 20. November 2019 erstmals in Italien veröffentlicht und trug dort den Titel »Gambadilegno e l'insostituibile Sgrinfia«, was zu Deutsch »Kater Karlo und der unersetzliche Schnauz« bedeutet. Der 24 Seiten lange Dreireiher wurde von Giorgio Fontana geschrieben und anschließend von Emmanuele Baccinelli in Bildern umgesetzt.

Worum geht es?

Nach einem Einbruch in einem Juwelierland warten Kater Karlo und Schnauz umsonst auf ihren Mitganoven Silvio Säumig, der offensichtlich das Fluchtfahrzeug fahren sollte. Dies führt dazu, dass Inspektor Issel und andere Polizisten die beiden verhaften können. Karlo hält Schnauz für den Verantwortlichen für Säumigs Fernbleiben und »entlässt« ihn deshalb aus ihrer Zwei-Mann-Bande.

Spoiler

Nach einigen Wochen werden Karlo und Schnauz aus dem Gefägnis entlassen, und spornstreichs geht Karlo wieder auf Beutezug. Ein neuerlicher Überfall auf den Juwelierlanden schlägt sowohl ober- als auch unterirdisch fehl, und so stellt Karlo fest, dass er einen neuen Komplizen braucht. Schnauz knackt indessen erst einen Kaugummi-Automaten, dann überfällt er eine Bank, und durch eine Verkettung von Zufällen gelingt es ihm bei Letzteren, zwei Polizisten zu überrumpeln und davonzukommen. Fortan gilt er in Entenhausens Unterwelt als neuer Star und wird sogar in die »Hochschule für Ganovologie« aufgenommen, für deren Chef er fortan spionieren soll. Als er ungewollt für dessen Verhaftung sorgt, wächst sein Ruhm weiter, da die anderen Kriminellen denken, er hätte den Mann bewusst aus dem Verkehr ziehen lassen. Karlo führt indessen Bewerbungsgespräche mit neuen Komplizen durch und erlebt absurde Enttäuschungen, bis er sich für eine junge Dame namens Lara Langfinger entscheidet. Mit ihr versucht er einen dicken Edelstein aus dem Entenhausener Museum zu stehlen. Lara Langfinger hintergeht ihn und schlägt ihn zusammen, prallt dann aber mit Schnauz zusammen, der zufälligerweise am gleichen Ort ist. Dies führt zur Versöhnung der beiden alten Kollegen, allerdings auch sogleich wieder zu ihrer Verhaftung, da Issel ihnen mit seinen Leuten auflauert.

Die Einschätzung

Kater Karlo wird in dieser Story nicht als fieser Ganove dargestellt, sondern eher als eine reine Comedyfigur mit geradezu drolligen Zügen. Das ist jedes Mal gewöhnungsbedürftig, in diesem Fall kommt es aber durchaus ziemlich gut rüber, da viele Aspekte an dem Comic einfach überzeugen. Zugutehalten kann man der Story vor allem, dass die grafischen Slapstick-Einlagen funktionieren, so albern sie auch ausgedacht sind, etwa als Schnauz beim Überfall auf die Bank in einer Tür steckenbleibt. Auf manchen Seiten, etwa auf denen, auf denen Karlo seine »Bewerbungsgespräche« veranstaltet, ist die Frequenz der humoristischen Szenen dabei enorm hoch, und die Trefferquote ist dabei ebenfalls auf einem erfreulichen Niveau. Das Konzept »liebenswerter« Krimineller ist natürlich eine Sache, über die man streiten kann, insbesondere wenn man Kater Karlo dann im nächsten Micky-Maus-Comic wieder für einen gefährlichen Oberbösewicht halten soll - immerhin hat er in anderen Comics auch schon auf Leute geschossen -, isoliert betrachtet gibt es aber überhaupt keinen Grund zum Meckern. Schlussendlich entschieden sich drei Mitarbeiter unserer Webseite, der Story die Schulnote Zwei zu geben, zwei weitere Helfer entschieden sich für eine Drei, so dass summa summarum eine 2,4 zu Buche stand.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz