Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
44.200 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Rosel Schuh«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
  Entenmoderne 30: Komische Vögel
Werbung:
Die bisher von uns gelesenen Geschichten im aktuellen Lustigen Taschenbuch waren entweder ganz gut oder zumindest durchschnittlich, was ein ordentliches Zwischenfazit ist. Die zuletzt von uns analysierte Gundel-Gaukeley-Story »Vertauscht und zugenäht« fiel in den Bereich »ganz okay«, wie wir euch an dieser Stelle berichteten. Nun hat sich unser Mitarbeiter-Quintett an den nächsten Comic gemacht.

Komische Vögel

Man muss es fast nicht mehr gesondert erwähnen: Natürlich handelt es sich auch bei diesem Comic um eine Geschichte, die dem italienischen Wochenmagazin »Topolino« entliehen wurde. Dort wurde sie am 21. August des letzten Jahres unter dem Titel »Zio Paperone e la memoria del fenicottero« herausgegeben, was zu Deutsch in etwa »Onkel Dagobert und die Erinnerungen des Flamingos« bedeutet. Der 26 Seiten lange Dreireiher wurde von Alessio Coppola ersonnen und auch sogleich gezeichnet. Hierzulande erschien er als Teil des Lustigen Taschenbuchs mit der Nummer 536, das den Titel »Erzfeinde!« trägt und seit dem 18. August dieses Jahres zu bekommen ist.

Worum geht es?

Nachdem es Probleme mit dem Sicherheitssystem des Geldspeichers gibt, wodurch Butler Baptist einen Unfall erleidet, beschließt Dagobert Duck, ein neues System einbauen zu lassen. Dafür wird - selbstverständlich - Daniel Düsentrieb engagiert. Nachdem der Einbau abgeschlossen ist, will Daniel an einem Passwortfeld zeigen, wie leicht sich das System ein- und ausschalten lässt. Er vertippt sich jedoch, wird von dem Schutzmechanismus attackiert und erleidet eine Kopfverletzung, woraufhin er sich für einen Flamingo hält. Damit ist der Zugang zum Geldspeicher für keinen mehr möglich.

Spoiler

Schnell stellt sich heraus, dass Daniel den Zettel falsch herum gehalten hat, auf dem er das Passwort notiert hatte. Donald wird losgeschickt, um einen neuen Versuch zu wagen, doch auch er wird von dem System attackiert und hält sich fortan für einen Reiher. Statt weitere Probanden zu opfern, wendet sich Dagobert Duck an den Wissenschaftler Theo Trübträufl, der ihn unterstützen soll. Das zugehörige Telefonat wird von den Panzerknackern abgehört, die sich an Trübträufls Fersen heften, als dieser zum Geldspeicher fährt. Trübträufl extrahiert Daniel Düsentriebs Erinnerungen mittels eines Lösungsmittels und nimmt die in der Flüssigkeit gelösten Informationen anschließend mit in sein Labor, um sie dort in Leuchtschrift umzuwandeln und auf diese Weise sichtbar zu machen. Die Panzerknacker hören abermals mit, und nachdem Trübträufl das Passwort ermittelt hat, nehmen sie es ihm ab. Sie fahren zum Geldspeicher und verkleiden sich als der Professor. Nach ihrer Ankunft überrumpeln sie Dagobert und Baptist, dann versuchen sie in den Geldspeicher einzudringen. Auch sie werden von dem Sicherungssystem attackiert und halten sich fortan für Hühner. Der echte Trübträufl kann sich indessen befreien und fährt wieder zum Geldspeicher. Dort offenbart er, dass die Gangster die Reihenfolge der Buchstaben falsch eingegeben hatten, da Düsentrieb sie verschlüsselt hatte und man anhand eines Unterstrichs unter dem »W« des Begriffs »Passwort« erkennen konnte, dass man die Buchstaben entlang eines gedachten »W« auf dem Passwortzettel eingeben musste. Auf diese Weise wird der Weg in den Geldspeicher wieder freigeschaltet.

Die Einschätzung

Geschichten, die damit beginnen, dass Dagobert Duck ein neues Sicherungssystem von Daniel Düsentrieb in den Geldspeicher bauen lässt und dann selbst nicht mehr in das Gebäude hineinkommt, hat es schon gefühlt tausend Mal gegeben. Stellvertretend sei auf unsere Analyse zum Comic »Zutritt verboten!« hingewiesen, die wir euch vor rund zwei Jahren präsentierten. Damals handelte es sich sogar um die Titelgeschichte eines Lustigen Taschenbuchs. Während uns der damalige Comic recht gut gefiel, war dieser hier an einigen Stellen dann doch ein Stück weit zu absurd, insbesondere was den Glauben von Düsentrieb & Co. betrifft, der Vogelwelt anzugehören. (Anmerkung: Natürlich gehören sie als Enten ohnehin der Vogelwelt an, aber ihr wisst schon, wie wir das meinen.) Die Idee an sich ist witzig, spätestens in dem Moment, in dem Düsentrieb und Donald mit einem angewinkelten Bein dastehen und schlafen, ist es einfach zu übertrieben. Immerhin kann man der Geschichte zugute halten, dass es jungen Lesern einen (sehr) kleinen Einblick gibt, was es mit Kryptografie auf sich hat, wenngleich dies hier nicht konkret benannt wurde. Letztlich überwogen beim Lesen allerdings die Kopfschüttler den positiven Momenten. Am Ende entschied sich jeweils einer unserer Mitarbeiter für die Noten Zwei und Drei, zweimal wurde eine Vier vergeben, einmal eine Fünf, was summa summarum den Durchschnittswert 3,6 ergab.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz