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  Entenmoderne 29: Vertauscht und zugenäht
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Bisher konnten wir ein ganz ordentliches Fazit unter die bereits gelesenen Comics des 536. Lustigen Taschenbuchs ziehen, denn zwei von vier Geschichten erwiesen sich als lesenswert. Zuletzt hatte uns die zweigeteilte Geschichte »Ein Phantomias für alle Fälle« überzeugt, wie wir euch an dieser Stelle erzählten. Nun haben sich fünf Mitarbeiter unserer Seite einem etwas kürzeren Comic angenommen, der zwischen die beiden Teile des Phantomias-Abenteuers eingeschoben wurde.

Vertauscht und zugenäht

Die kleine Gundel-Gaukeley-Story ist vierzehn Seiten lang und hieß im Original »Amelia e lo sciroppo portentoso«, was zu Deutsch »Gundel und der bedeutungsvolle Sirup« bedeuten dürfte. Der Dreireiher stammt von Blasco Pisapia, der ihn sich nicht nur ausgedacht, sondern ihn auch selbst gezeichnet hat. Die Erstveröffentlichung erfolgte am 16. Oktober 2019 in der 3334. Ausgabe des italienischen Disney-Magazins »Topolino«. Hierzulande veröffentlichte die Egmont Ehapa Media GmbH die Story als Teil des Lustigen Taschenbuchs »Erzfeinde!«, das seit dem 18. August im Handel ist.

Worum geht es?

Nach einem gescheiterten Angriff auf den Glückszehner stürzt Gundel Gaukeley wieder einal aus dem Geldspeicher und versucht sich anschließend durch den Besuch eines Wochenmarkts abzulenken. Dort kommt es am Avocadostand zu einer unerwarteten Begegnung.

Spoiler

Gundel trifft auf Oma Duck, die nicht weiß, wer sie ist, woraufhin sie beschließt, sie für ihre Pläne auszunutzen. Die beiden beginnen zu plaudern. Gundel erzählt, dass sie aus geschäftlichen Gründen in der Stadt ist und sie sprechen über den Raben, den sie als Haustier hält. Anschließend berät Oma Duck sie beim Gemüsekauf. Als sie auf das Thema Familie zu sprechen kommen und Franz Gans erwähnt, dass es einen schlecht gelaunten Geizkragen in der Familie gibt, übergibt Gundel Oma Duck und ihrem Knecht ein Fläschchen, in dem sich angeblich ein Sirup aus roten Kornblumen befindet, der die Laune des Verwandten wieder heben soll. Umgekehrt schenkt Dorette der Zaubererin eine Flasche Johannisbeersaft. Ehe die beiden sich voneinander veranschieden, stiehlt Nimmermehr Franz Gans das Essen, wodurch der ganze Einkauf zu Boden fällt. Aus der Unordnung heraus sammelt Franz all das heraus, was Oma Duck gehört, während Gundel den Rest mitnimmt. Später kommt es in Oma Ducks Bauernhof zu einem Familientreffen, und tatsächlich bietet Dorette ihrem Bruder den Sirup an. Der schüttet ihn in sich hinein, während Gundel mit dem Johannisbeersaft auf ihren Erfolg trinkt. Bei Dagobert geschieht nichts, während sich Gundel in ein seltsames Ungetüm verwandelt: Bei Nimmermehrs Essensraub und dem daraus entstandenen Chaos waren die beiden Flaschen vertauscht worden. So ist Gundel am Ende wieder einmal gescheitert und Dagobert hat die Oberhand behalten, obwohl er gar nicht wusste, dass irgendetwas im Busche war.

Die Einschätzung

Was man dem Comic auf jeden Fall zugutehalten kann, ist der Versuch, mit dem Aufeinandertreffen von Oma Duck und Gundel Gaukeley eine Kombination zu erschaffen, die noch nicht komplett toterzählt wurde. Zumindest konnten wir uns auf die Schnelle nicht daran erinnern, wann wir das letzte Mal einen Comic gelesen haben, an dem die beiden aufeinandergeprallt sind. Zweifelsfrei wird es solche Geschichten schon gegeben haben, aber eben nicht ansatzweise so oft wie andere »Paarungen«. Von einem Vierzehnseiter konnte man natürlich nicht die komplexeste aller Geschichten erwarten, so dass es relativ klar war, dass das Ganze eigentlich nur dazu diente, den Schlussgag vorzubereiten. Und so kam es dann ja auch. Dass der Schlussgag darin bestehen würde, dass Gundels Zauber nach hinten losgeht, ist nicht die allergrößte Überraschung gewesen, aber alles in allem wurde es ganz nett umgesetzt. Für das, was es war - ein Lückenfüller, das muss man so sagen -, kann man das ganz gut hinnehmen. Eine Geschichte zum schnellen Durchlesen, ein bißchen schmunzeln und dann auf Nimmerwiederlesen vergessen. Drei unserer Mitarbeiter gaben der Geschichte die Note Drei, die beiden anderen die Note Vier, so dass schlussendlich eine 3,4 zu Buche stand.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz