Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
44.142 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »livia61«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
  Entenmoderne 28: Ein Phantomias für alle Fälle
Werbung:
Nach einem guten Auftaktcomic hatte das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 536 gleich zweimal hintereinander nachgelassen. Die zuletzt von uns analysierte Story »Der Diamant des Moguls« (siehe hier) war alles andere als überzeugend. Weiter im Text ging es mit einer Phantomias-Geschichte, und diese haben wir inzwischen auch von fünf Mitarbeitern unserer Seite lesen lassen, die eigentlich schon ein Stückchen zu alt dafür sind.

Ein Phantomias für alle Fälle

Es handelt sich um eine insgesamt 45 Seiten lange dreireihige Geschichte, die im Lustigen Taschenbuch 536, das seit dem 18. August zu bekommen ist und den Titel »Erzfeinde!« trägt, in zwei Teilen abgedruckt und durch einen anderen Comic unterbrochen wurde. Ähnlich wurde dies auch bei der Erstveröffentlichung am 11. und 18. Dezember 2019 im italienischen Magazin »Topolino« gehandhabt, wenngleich die Geschichte dort nur nicht durch einen Comic, sondern durch eine einwöchige Pause unterbrochen wurde. Der Originaltitel lautete »Paperinik e il segreto dell'identità segreta«, was zu Deutsch etwas holprig »Phantomias und das Geheimnis der Geheimidentität« bedeuten würde. Hierzulande gab man den beiden Teilgeschichten die Untertitel »Der falsche Held« und »Der wahre Rächer«. Ersonnen wurde die Story von Marco Gervasio, für die zeichnerische Umsetzung war Giorgio Cavazzano verantwortlich.

Worum geht es?

Die Pop-Ikone Lady Blabla, die für Onkel Dagoberts Plattenfirma arbeitet, ist in der Stadt und soll die »Diamantene Schallplatte« bekommen. Sie wünscht sich, dass sie ihr von Phantomias übergeben wird, und Donald soll den Helden deshalb überzeugen, die Sache zu erledigen. Donald sträubt sich ziemlich, gesteht Dagobert schlussendlich aber zu, Phantomias zu inforrmieren, damit dieser ihm persönlich absagt. Dagobert verlangt daraufhin, dass Donald bei dem Treffen dabei sein soll. Tick, Trick und Track, die den Verdacht hegen, Donald sei selbst Phantomias. beschließen die Situation zu beobachten.

Spoiler

Mit Hilfe eines Roboter-Doppelgängers, den Daniel Düsentrieb erbaut hat, können Donald und Phantomias gleichzeitig zu dem Treffen erscheinen. Phantomias sagt die Veranstaltung ab und verschwindet. Die Kinder haben alles mit angeschaut, sind aber nicht überzeugt, ob sie gerade wirklich den »echten« Phantomias gesehen haben. Dagobert Duck kündigt daraufhin trotzdem an, dass Phantomias die Übergabe erledigen wird. Als Ersatz-Phantomias soll Gustav Gans einspringen, der bei der Gelegenheit behauptet, er sei ohnehin der echte Phantomias. Donald verbreitet daraufhin online, dass Gustav Phantomias sei. Klaas Klever, der selbst gern Lady Blabla unter Vertrag hätte, engagiert inzwischen die Panzerknacker, um Gustav Gans zu schnappen. Die Ganoven fesseln Gans, woraufhin dieser gesteht, dass er gar nicht der echte Phantomias ist. Ehe die Panzerknacker mit der Diamantenen Schallplatte flüchten können, ist der tatsächliche Phantomias zur Stelle und nimmt ihnen die Trophäe ab. Gustav Gans begibt sich daraufhin rasch zur Preisverleihung. Bevor diese losgeht, schleicht sich Donald (in Verkleidung) in ein Fahrzeug von Duck TV und sorgt dafür, dass über die Videoleinwand Gustavs Geständnis, dass er gar nicht Phantomias ist, eingespielt wird. Donald hatte dies mit Hilfe einer Mini-Kamera aufgenommen. Der wahre Phantomias tritt an der Stelle auf, und um die Kinder endgültig davon zu überzeugen, dass er nicht Phantomias ist, tritt auch Donald (mit der Diamantenen Schallplatte) auf. »Donald« ist in dem Fall wieder der Roboter-Doppelgänger. Am Ende sind Gustav, Klaas Klever und die Panzerknacker düpiert, und Donald wird (als Freund von Phantomias und Beteiligter an der Rettung der Situation) gefeiert.

Die Einschätzung

Generell sind wir kein übermäßiger Fan von denjenigen Phantomias-Comics, in denen der Held nicht gegen das Verbrechen ins Feld zieht, sondern anderweite Dinge erledigt bzw. erledigen soll - in diesem Fall also einfach nur eine Preisübergabe -, weil es die Figur ein wenig beliebig erscheinen lässt. Dennoch kann man schreiben: Für einen Phantomias-Comic »dieser Art« war das schon ganz in Ordnung, was hier herausgekommen ist. Ein paar Komponenten an der Geschichte sind zugegebenermaßen merkwürdig, etwa dass Daniel Düsentrieb hier plötzlich nicht mehr der Dauer-Bescheidwisser über die Phantomias-Identität ist und sich alle Infos in kurzen Zeitabständen wieder per Vergall-Pillen aus der Rübe rotiert, obwohl er in tausenden anderen Phantomias-Comics der vollkommen selbstverständliche Mitwisser war. Dass Tick, Trick und Track hingegen derart offen den Verdacht hegen, dass Donald und Phantomias identisch sind, ist in dieser Form auch außergewöhnlich. Nichtsdestotrotz: Insgesamt hat Marco Gervasio hier eine ganz gute Geschichte erschaffen, die vor allem auch dadurch überzeugt, dass diverse kleine Details und eine Fülle an Figuren eingebaut wurde, die alle sinnvoll eingesetzt wurden. So entschieden sich schlussendlich drei unserer Mitarbeiter, der Geschichte die Note Zwei zu geben, und jeweils einer entschied sich für die Noten Drei und Vier. Damit stand summa summarum die Durchschnittsnote 2,6 zu Buche.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz