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  Entenmoderne 25: Erzfeinde
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Vor einigen Wochen ließen wir fünf Mitasrbeiter unserer Webseite, die aus dem Blickwinkel vieler anderer vermutlich schon viel zu alt dafür sind, die Comics des 535. Lustigen Taschenbuchs lesen. Unsere Analysen der einzelnen Geschichten und die Ergebnisse unserer Userbefragung zu dem Buch könnt ihr euch ansehen, wenn ihr hier klickt. Inzwischen ist ein neues Lustiges Taschenbuch erschienen, und wir haben das gleiche Quintett wieder in den Einsatz geschickt.

Erzfeinde

Im Gegensatz zu sämtlichen anderen Comics, die in diesem Buch abgedruckt wurden, entstammt der Auftaktcomic nicht etwa dem italienischen Magazin »Topolino«, sondern wurde an dieser Stelle (und in den Schwesterbüchern in den anderen europäischen Ländern) erstmals veröffentlicht. Der dreißig Seiten lange Dreireiher wurd von Pat und Carol McGreal ersonnen und anschließend von Giorgio Cavazzano zeichnerisch umgesetzt. Erhältlich ist die Geschichte als Teil des nach ihr benannten Lustigen Taschenbuchs, wobei beim Buchtitel noch ein Ausrufezeichen angehängt wurde. Erschienen ist das Buch am 18. August dieses Jahres.

Worum geht es?

Dagobert Duck, Klaas Klever und Mac Moneysac haben unabhängig voneinander (und ohne über das Handeln der anderen Bescheid zu wissen) einem griechischen Museum jeweils ein »Faradé-Ei« (die eine frappierende Ähnlichkeit zu Fabergé-Eiern haben) temporär überlassen. Die Leiterin des Instituts, eine Professorin namens Penelopou, hat die extrem wertvollen Stücke mit einer eigens entwickelten Alarmvorrichtung abgesichert. Diese übersteht jedoch nicht einmal eine Nacht: Ein riesiger Adler dringt durchs Museumsdach ein, zerstört den Ausstellungskasten und stiehlt die Eier.

Spoiler

Die Professorin berichtet, dass es ein Gerücht gibt, laut welchem Max Faradé die Eier gar nicht geschaffen, sondern gestohlen hat ... und zwar aus dem Gelege des Aithon, dem riesigen Adler aus der griechischen Mythologie. Die drei Fantastilliardäre brechen deshalb in Richtung des Olymp auf, da sie davon ausgehen, dass ihre Besitztümer inzwischen dort gelandet sind. Obwohl die Einwohner der Gegend sie zu behindern versuchen, landen sie tatsächlich im Nest des großen Vogels. Dort stellen sie fest, dass die Eier nicht dort sind, vielmehr befinden sich in dem Gelege die drei Holzeier, gegen die Max Faradé einst die echten Schmuckstücke getauscht hatte. Das Diebesgut befindet sich derweilen auf einer Luxusyacht: Professorin Penelopou steckt selbst hinter dem Diebstahl. Sie hat einen mechanischen Adler entworfen und diesen die Eier entwenden lassen, um sie nun einer reichen Baronin zu verkaufen. Aithon erwacht und nimmt die Witterung ihrer Eier auf. Die Millardäre reisen auf dem Rücken der Adlerdame mit. Mit Hilfe der drei alten Herren gelingt es Aithon, den mechanischen Adler zu bezwingen, dann werden die Professorin und die Baronin dingfest gemacht. Im gleichen Moment schlüpfen die drei Adlerbabys aus den Faradé-Eiern. Die Millardäre sind ob der Zerstörung der Eier einerseits bestürzt, in Gedanken an ihre eigenen Mütter werden sie jedoch rührselig, da auf diese Weise drei Babys mit ihrer Mutter vereint werden. Über ihren Verlust trösten die immer noch sehr wertvollen Bruchstücke der Eier hinweg.

Die Einschätzung

Das vorausgegangene Lustige Taschenbuch enthielt aus unserer Sicht nur »anderthalb« wirklich als gut zu bezeichnende Geschichten, während der Rest größtenteils Leerlauf darstellte. Dieses Buch hier beginnt bereits mit einer ziemlich zufriedenstellenden Story. Zum einen hat die Geschichte tatsächlich einige Züge, die noch komplett unverbraucht daherkommen und (zumindest) uns in dieser Form noch nicht in anderen Disney-Comics begegnet sind. Farbergé-Eier und die griechische Mythologie zu vermischen klingt natürlich erst einmal nach einer etwas konfusen Idee, in diesem Fall funktioniert es aber durchaus ziemlich gut. Obendrein war es nett zu sehen, dass die Zeichner sich nicht für wahllose Darstellungen der Mütter der drei Milliardäre entschieden haben, sondern sich an Don Rosas Darstellung der Dankrade Duck sowie an der Darstellung der Mutter von Klaas Klever aus der 1970 von Guido Martina ersonnenen und von Romano Scarpa gezeichneten Geschichte »Zio Paperone e l'oro del Klondike« orientiert haben, die 1984 im Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 93 als »Goldrausch in Alaska« auf Deutsch herausgegeben wurde. Das bewies Liebe fürs Detail. Last but not least ist die Rührseligkeit der drei alten Herren auch für den Leser auf eine nette Weise gleichsam rührselig. So entschieden sich am Ende vier unserer Testleser für die Schulnote Zwei, einer für eine Drei, was summa summarum die Durchschnittsnote 2,2 ergab.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz