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  Entenmoderne 19: Die Erfindermesse
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Nach den beiden sehr schwachen Geschichten zum Auftakt des aktuellen Lustigen Taschenbuchs war es mit der »Pension Phantomias« etwas aufwärts gegangen, richtig gut war es bis dahin aber immer nicht geworden. Den nächsten Versuch unternahmen die Macher des Buchs mit einer Daniel-Düsentrieb-Geschichte, und diese haben wir ebenfalls von fünf Mitarbeitern unserer Webseite, die dafür eigentlich schon viel zu alt sind, lesen lassen.

Die Erfindermesse

Wie es bei den meisten Geschichten aus dem Lustigen Taschenbuch der Fall ist, so wurde auch »Die Erfindermesse« dem italienischen »Topolino«-Magazin entnommen. Dort erschien sie am 29. Mai des Jahres 2019 unter dem Titel »Archimede e la fiera della Genialità«, was zu Deutsch »Daniel Düsentrieb und die Genialitäts-Messe« bedeuten dürfte. Geschrieben wurde sie von Gabriele Mazzoleni, für die Zeichnungen war Alessandro Gottardo zuständig. In deutscher Sprache erschien die Story im Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 535, das mit »Planlos im Paradies« überschrieben ist und seit dem 21. Juli 2020 erhältlich ist. Inhaltlich hat die Story nichts mit Sommer, Urlaub und den Tropen zu tun, was eigentlich das Hauptthema des Buchs darstellte.

Worum geht es?

Einmal jährlich wird auf der Entenhausener Erfindermesse der genialste Kopf des Landes ausgezeichnet. Daniel Düsentrieb nimmt in jedem Jahr teil, und er gewinnt auch jedes Mal. Dieses Mal hat er für den Wettbewerb einen Staubsauger eingereicht, dessen Geräusche wie süße Musik klingen sollen. Nachdem das Gerät bei der Vorführung verrücktspielt, wird Düsentrieb »wegen Unfähigkeit« aus dem Wettbewerb geworfen. Donald versucht ihm anschließend dabei zu helfen, den Schock zu überwinden.

Spoiler

Donalds erste Ideen sind demotivierend: Auf der Straße begegnen die beiden verschiedenen Leuten, die im Gegensatz zum traurigen Erfinder gerade Wettbewerbe gewonnen haben. Die Reparatur von Daisys Mixer geht schief, und auch ein Motivationstrainer scheitert an Düsentrieb. Neuer Enthusiasmus wird durch Primus von Quack geschürt, der auf eine Klausel in den Regeln des Erfinderwettbewebs hinweist, laut der Düsentrieb mit einer neuen Erfindung antreten darf. Dieser erschafft daraufhin einen Tresor-Roboter, der sich selbst schützen kann, da er um sich schlägt und tritt und Karate kann. Schlussendlich richtet jedoch auch diese Erfindung Chaos an, woraufhin Düsentrieb aus dem Veranstaltungssaal geworfen wird. Durch die Mikrokamera, die der Wissenschaftler in den Tresor-Roboter eingebaut hatte, sieht man jedoch, dass das Gerät manipuliert wurde. Als Saboteur entpuppt sich »Feinstein«, der sich zuvor als großer Fan Düsentriebs vorgestellt hatte und in Wirklichkeit der Neffe von Professor Eureka ist, dem ewigen Rivalen Düsentriebs, der bei dem Wettbewerb immer nur auf der zweiten Position landete. Eureka selbst reagiert voller Wut auf seinen Neffen und überreicht Düsentrieb höchstpersönlich den Siegerpokal, wodurch es zur großen Versöhnung der beiden langjährigen Rivalen kommt.

Die Einschätzung

Leider reiht sich »Die Erfindermesse« in die Stafette der schwachen Geschichten ein, die das Lustige Taschenbuch bis hierhin dominiert haben. Das liegt unter anderem an der Darstellung Düsentriebs, der mehrmals in sprudelnden Strömen weint, während er an anderen Stellen wie ein Irrer herumhüpft und sich als Genie bezeichnet. Beides passt schlicht und ergreifend überhaupt nicht zur üblichen Charakterdarstellung des genialen Erfinders. Die labile Art und die sofortige Zerstörung seines Selbstvertrauens entsprechen ebensowenig dem »kanonischen« Düsentrieb-Charakter. Die neuen Erfindungen, die sich die Comicmacher für ihn ausgedacht haben, sind gehörig albern und alles andere als preisverdächtig, und dass es am Ende auf einen Sabotageakt durch den unbekannten Neffen eines unbekannten anderen Erfinders hinausläuft, reißt nun auch nicht gerade vom Hocker. Die Geschichte ist kein Totalausfall wie der grauenhafte Comic »Im Land der Gorillas«, dennoch war keiner unserer Mitarbeiter sonderlich begeistert: Drei gaben der Story die Schulnote Drei, zwei eine Vier, was im Endeffekt auf die Durchschnittsnote 3,4 hinausgelaufen ist.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz