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  Entenchroniken 8: Der Fall XYZ
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Für die achte Ausgabe unserer »Entenchroniken« haben wir fünf Kinder unserer Mitarbeiter auf einen historischen Micky-Maus-Comic angesetzt, der etwas anders als üblich strukturiert wurde, denn eigentlich erzählt er drei verschiedene Geschichten hintereinander. Zudem handelt es sich um eine der seltenen Geschichten, in denen Gamma und Fips eine tragende Rolle spielen. Wie gewohnt, so galt es auch dieses Mal zu überprüfen, ob der uralte Comic den Test der Zeit bestanden hat.

Der Fall XYZ

Tatsächlich wurden der Redaktion des italienischen Topolino-Magazines zwischen Ende 1961 und April 1962 drei verschiedene Konzepte für Geschichten vorgelegt, die von Abramo Barosso grob geplottet, von Giampaolo Barosso detailliert ausgearbeitet und von Giovan Battista Carpi gezeichnet wurden. Schlussendlich vereinigte man sie zu einer einzelnen zusammenhängenden Story, die am 7. und 14. Oktober 1962 wiederum als zweigeteilte Fortsetzungsgeschichte im Topolino-Magazin unter dem Titel »Topolino e i casi XYZ« erschien. Bis zur deutschsprachigen Erstveröffentlichung vergingen sechs Jahre, dann wurde sie im zweiten Lustigen Taschenbuch abgedruckt, das den Titel »Hallo ... hier Micky!« trug. Die eigentlich 64 Seiten lange Story wurde in der deutschen Ausgabe um eine Seite gekürzt. 1997 wurde sie in einer Neuauflage des Lustigen Taschenbuchs dann noch einmal veröffentlicht, wobei das Buch dieses Mal »Das ewige Feuer« hieß. Später folgten weitere Wiederveröffentlichungen in Nostalgie- und Retro-Editionen des Lustigen Taschenbuchs.

Worum geht es?

Der »Fall XYZ« beginnt damit, dass Goofy Micky abholt, um mit ihm gemeinsam zum Bahnhof zu fahren, wo der inzwischen zum Professor am Raumfahrtzentrum avavancierte Gamma eintrifft, um Micky zu besuchen. Nachdem sich Gamma bei Micky häuslich einrichtet, geschehen seltsame Dinge rund um das Haus, und wie es aussieht, wird Gamma beobachtet. Eines Nachts wird er mit Chloroform betäubt und entführt, was den ersten von drei zu lösenden Kriminalfällen ins Rollen bringt.

Spoiler

Indem er einen verdächtigen Mann wiedererkennt, kann sich Micky an die Spur der Entführer heften und gelangt zu einer Villa, in deren Kellergeschoss ein Hypnotiseur versucht, Informationen aus Gamma herauszukitzeln. Ein Mann, der sich »Mister X« nennt und einen Sack über dem Kopf trägt, kommt hinzu und quetscht ihn mit wissenschaftlichen Fachfragen aus. Micky und Goofy können die Übeltäter überwältigen und befreien, doch Mister X entkommt. Aufgrund seiner auffälligen Schuhabdrücke kann er bis zum Raumfahrtzentrum verfolgt werden. Der Strolch - ein Professor und Kollege von Gamma - versucht seine verräterischen Treter zu entsorgen, durch einen Zufall kann Goofy dies jedoch verhindern. Goofy ist es auch, der den wütenden Wissenschaftler mit einem Harakiri-Angriff überwältigt. Zur Entspannung machen Micky, Minni, Goofy und Gamma anschließend eine Kreuzfahrt. Das Schiff fällt in die Hände von Piraten, die von einem »Mister Y« angeführt werden. Dieser entpuppt sich als Kater Karlo. Mit Hilfe einer von Gamma improvisiert zusammengebauten Funkanlage kann die Küstenwache informiert werden, und so misslingt Karlos Plan, sich der Wertgegenstände der Passagiere zu bemächtigen. Die Kreuzfahrt wird abgebrochen, woraufhin sich die Freunde an einen See zurückzuziehen, um dort zu angeln und dabei zu entspannen. Über Nacht verschwindet der See, da er durch eine alte Höhle abfließt. Micky & Co. klettern in das Loch, woraufhin sie auf Gangster treffen und gefangen genommen werden. Der Anführer der Unholde - nämlich »Mister Z« - ist wiederum ein Professor, der mittels einer Droge die Menschheit gefügig machen will, und er hat das Seewasser zur Kühlung der für die Drogenherstellung benötigten Maschinen benötigt. Gamma und Goofy werden der Droge ausgesetzt, doch Gamma erweist sich dagegen als immun, weswegen er Mister Z eine Keule über die Rübe schlagen kann. Anschließend wird der Professor selbst der Droge ausgesetzt und von Gamma ins »Irrenhaus« dirigiert.

Die Einschätzung

Während für unsereins die sporadischen Auftritte von Gamma die Wirkung hatten, etwas »Besonderes« zu lesen - zumindest hatten wir das so in Erinnerung -, kannten unsere jungen Testleser den skurrilen Mottenkugel-Connaisseur gar nicht und waren eher irritiert über seine Eigenschaften und die Tatsache, dass er ohne weitere Erklärung als gleichwertiger Hauptcharakter dargestellt wurde. Sonderlich interessant fand keiner der fünf den kleinen Mann ... womöglich ist man heutzutage einfach zu oft mit Comic- und Filmfiguren konfrontiert, die über Spezialfähigkeiten verfügen. Die Geschichte selbst wurde trotzdem für gut befunden, da sie abwechslungsreich rüberkommt und die drei einzelnen Fälle durchaus über einen gewissen Spannungsfaktor verfügen, zumal sie nicht komplett geradlinig verlaufen, sondern über die ein oder andere Wendung verfügen. Dass Gamma leicht hypnotisiert werden kann und dass Seegang ihn ebenso benebelt, dass er für eine hypnotisierende Superdroge hingegen vollkommen unempfindlich ist, wirkte indessen ein wenig willkürlich. Nichtsdestotrotz gaben am Ende zwei unserer jungen Testleser der Geschichte eine Zwei, drei gaben ihr eine Drei, was summa summarum die Durchschnittsnote 2,6 ergab. Herzlichen Dank an Amelie, Hannah, Fabian, Niels und Zoé für die erneute Unterstützung!
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz