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  Entenchroniken 7: Die Stoppelbande auf Eis
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Vorhin haben wir wieder fünf Kinder unserer Mitarbeiter darauf angesetzt, einen Disney-Comic aus den siebziger Jahren zu lesen und auf Herz und Nieren darauf zu überprüfen, ob er auch in der heutigen Zeit immer noch funktioniert. Dabei haben wir uns für eine Geschichte entschieden, die in großem Gegensatz zu ihrer eigenen Einführung steht - doch dazu später mehr. Unseren Unterstützern Amelie, Hannah, Fabian, Niels und Zoé möchten wir wie gewohnt unseren Dank aussprechen!

Die Stoppelbande auf Eis

Bei der »Stoppelbande auf Eis« handelt es sich um einen Comic, der im Jahre 1972 von Guido Martina verfasst und von Massimo de Vita gezeichnet wurde. Im Original hieß die Geschichte, die am 9. April 1972 erstmals im »Topolino«-Magazin erschienen ist, »Paperino e la gelida banda dei 3+1«, zu Deutsch also in etwa »Donald Duck und die eisige Drei-plus-Eins-Bande«. Auf eine deutsche Übersetzung musste zwei Jahre gewartet werden, dann erschien die eigentlich 37seitige Geschichte stark gekürzt - nämlich auf nur vierzehn Seiten - in der fünfzigsten Ausgabe der Mickyvision als »Die Sieben-Augen-Bande«. Wiederum drei Jahre später konnten deutsche Comicfans dann die vollständige Variante lesen, sie wurde im 49. Lustigen Taschenbuch unter dem Titel »Die eiskalte Stoppelbande« herausgegeben. Das zugehörige Lustige Taschenbuch trug damals den Namen »Ohne Fleiß kein Preis!«, zwanzig Jahre später wurde es dann als »Der Kalif des Halbmonds« noch einmal neu herausgegeben.

Worum geht es?

Die Geschichte beginnt damit, dass Dagobert Duck seinen Neffen Donald und die Kinder Tick, Trick und Track auf eine Segelfahrt mitnimmt - jedoch nicht auf einem einfachen Segelboot, sondern auf einem »Sparschiff«, das nach Belieben Räder ausfahren und auch auf Land herumdüsen kann. Das Sparschiff wird in eine Windhose gesogen, durch welche die Ducks an eine ganz andere Stelle auf dem Erdball gepustet werden.

Spoiler

Jene andere Stelle ist der Südpol, wenngleich den Ducks die dort herrschende Kälte auf keinem der Bilder anzumerken ist. Auf der Suche nach Nahrungsmitteln stoßen sie auf vier Männer, die in einem Iglu hausen. Dabei handelt es sich um Kriminelle, auf deren Ergreifung 10.000 Taler Belohnung ausgesetzt wurden und die sich hier verstecken. Als die Ganoven herausfinden, dass sie es mit der reichsten Ente der Welt zu tun haben, schnappen sie sich zunächst die versteckte Million Taler aus Dagoberts Zylinder, dann planen sie, nach Entenhausen zu reisen und gemeinsam mit den Panzerknackern auch an den Rest des Vermögens des findigen Geschäftsmannes zu gelangen. Die Ducks sollen hingegen am Südpol bleiben. Mit Hilfe eines einfachen Schraubenziehers gelingt es den Ducks, sich aus ihrem Gefängnis zu befreien und einen der Gangster zu überwältigen. Bei ihrer anschließenden Flucht wird das Flugzeug der Stoppelbande zerstört, während es die Ducks auf einen kleinen Eisberg schaffen, auf dem sie ein Segel setzen und ihre Flucht fortsetzen können. Schlussendlich werden sie als Schiffbrüchige von einem freundlichen Kapitän aufgelesen. Anschließend verraten sie das Versteck der Stoppelbande der Polizei, und Donald heimst die Belohnung ein, woraufhin er mit den Kindern zu einer Luxusklasse-Kreuzfahrt aufbricht.

Die Einschätzung

Damit wären wir bei dem eingangs erwähnten Gegensatz. Im Vorwort des Lustigen Taschenbuchs 49 wird erläutert, dass Dagobert Duck sein Vermögen vor allem seinen »überlegenen Geistesgaben« zu verdanken hat. Wenn man sich dann seine Rolle in dem Comic anschaut, den wir hier thematisieren und der sich direkt an das Vorwort anschließt, dann fragt man sich schon, wie unpassend eine Ansage sein kann. In der »Stoppelbande auf Eis« sucht Dagobert unter anderem am Südpol nach Bären, und er vermutet, dass Bären Eier legen. Zu allem Überfluss wird er auch (wieder einmal) als schießwütig gegenüber Donald dargestellt. War Letzteres damals offenbar noch ein funktionierender Running Gag, der die Zeit einfach nur sehr schlecht überdauert hat, ist seine übrige Out-of-Character-Darstellung einfach ärgerlich. Das scheint allerdings eine eher elterliche Sicht auf die Sache zu sein, denn unsere jungen Leser störten sich reichlich wenig daran. Vielmehr wurde die Geschichte als abenteuerlich und spannend empfunden, und auch die meisten der eingebauten Späße wussten zu zünden. Schlussendlich entschieden sich unsere Helfer, dem Buch eine Eins, dreimal die Note Zwei und eine Drei zu geben, was eine anständige Durchschnittsnote 2,0 ergibt.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz