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  Entenchroniken 21: Der Gong des Bulan Dator
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Zwei Comics aus dem 140. Lustigen Taschenbuch waren noch übrig, die wir noch nicht von fünf Kindern unserer Mitarbeiter für unsere »Entenchroniken« haben lesen lassen. Den Zwölfseiter »Eine offene Rechnung ...«, in der sich Dagobert Duck an seinem alten Feind Gisbert Grabsch rächen will, überspringen wir an dieser Stelle, da er in Sachen Umfang als nicht mehr als eine Auffüllgeschichte betrachtet werden kann. Stattdessen haben wir unsere jungen Tester die letzte Story aus dem 1989er Buch lesen lassen.

Der Gong des Bulan Dator

Eigentlich ist die hier thematisierte Geschichte sogar noch zwei Jahre älter als das Buch, denn sie erschien bereits am 11. Oktober 1987 im italienischen »Topolino«-Magazin. Das 28 Seiten lange dreireihige Werk trug damals den Titel »Topolino e il gong di Bulan Dator«, der das gleiche bedeutet wie die deutsche Variante. Erfunden wurde die Geschichte von den Mitarbeitern des Studios »Fumetti made in Italy«, für die zeichnerische Umsetzung war Lino Gorlero zuständig. Hierzulande erschien »Der Gong des Bulan Dator« ausschließlich in dem am 21. November 1989 herausgegebenen Lustigen Taschenbuch »Der ewige Zweite« sowie in dessen 2000er Nachdruck.

Worum geht es?

Goofy hat mitbekommen, dass das örtliche Orchester nach neuen Musikern sucht, und so hat er sich das einzige Instrument zugelegt, das er potenziell spielen könnte: einen Gong. Als er Micky Maus seine Musikalität vorführen möchte, rutscht ihm der Schlägel aus der Hand und prallt zu Boden. Dabei zeigt sich, dass der Klöppel ein verborgenes Fach enthält, in dem ein Zettel mit seltsamen darauf geschriebenen Buchstaben steckt. Goofy und Micky bringen den Wisch zu Professor Diphtongius, einen Experten für orientalische Sprachen. Dieser reagiert geschockt, als er die Schrift sieht, behauptet jedoch, die Übersetzung bräuchte Zeit. Deshalb macht er eine Kopie des Schriftststücks und schickt Goofy und Micky weg. Anschließend sagt er seinem Assistenten, dass er den magischen »Gong des Bulan Dator« entdeckt hätte, den der gleichnamige arabische Feldherr genutzt hatte, um sich in feindliche Lager zu teleportieren und diese zu überrumpeln. Nun möchte der Professor ihn sich aneignen, um ihn zu benutzen, um risikolos Diebstähle zu begehen.

Spoiler

Ehe der Professor und sein Assistent den Gong stehlen können, stoßen Micky und Goofy durch Zufall auf dessen magische Fähigkeit und katapultieren sich nach »Banglistan«. Dort geben sie einem Polizisten den Zettel und lassen ihn sich vorlesen, wodurch sie erfahren, wie sie den Gong zu bedienen haben, um an ihr gewünschtes Ziel zu kommen. Ihr Weg führt sie anschließend in die Alpen, wo sie einer steckengebliebenen Bergsteigertruppe bis auf den Gipfel helfen, auf eine deutlich zu heiße tropische Vulkaninsel, und wieder zurück nach Banglistan, wo sie auf der Spitze eines Tempels landen. Dabei werden sie von einem Fernsehteam gefilmt. Der Professor und sein Assistent sehen die Übertragung im Fernsehen, als sie gerade im Anflug auf Banglistan sind. Vort Ort schaffen sie es, den Gong (und ein wenig weiteres Beutegut aus dem Tempel) an sich zu bringen, ehe Micky und Goofy wieder Boden unter den Füßen haben. Was die Gangster nicht mitnehmen, ist der Schlägel. Micky hat daraufhin den Verdacht, dass das magische Artefakt gar nicht der Gong, sondern der Schlägel sein könnte, und als Probe aufs Exempel katapultiert er sich und Goofy in den LKW des Professors. Die Idee funktioniert, woraufhin der geschockte Wissenschaftler einen Unfall baut. Mit Hilfe des Schlägels teleportiert Micky abschließend sich, Goofy und den ganzen LKW ins Entenhausener Polizeipräsidium, wo Kommissar Hunter die Verbrecher festnehmen kann.

Die Einschätzung

Während wir »Älteren« die Geschichte gelesen haben, hatten wir die ganze Zeit den Eindruck, die Story in sehr ähnlicher Form schon auch an anderer Stelle gelesen zu haben ... und zwar einschließlich des Kniffs, dass nicht das Instrument, sondern der Klöppel das magische Utensil ist. Leider konnten wir nicht rekonstruieren, woher dieser Eindruck rührt. Lässt man dieses Empfinden mal außer acht, dann erhält man mit dem »Gong des Bulan Dator« eigentlich eine ganz nette und kreative Geschichte. Unsere jungen Testleser fanden die Idee auch ganz unterhaltsam, wobei sie diejenigen waren, die von sich aus darauf kamen, dass die Story zeigt, dass ein vermeintlich frommer Wunsch ganz schöne Schattenseiten haben kann ... in dem Fall sogar in doppelter Hinsicht, denn weder der Feldherr noch der Professor und sein Kumpan hätten den Gong für redliche Zwecke genutzt, sondern sofort missbraucht. Mehrere unserer Testleser fanden, dass der Professor zu »lieb« gezeichnet worden sei, was eine interessante Beobachtung ist, denn offensichtlich schlägt das in Comics verwendete Klischeedenken, böse Charaktere müssten auch böse aussehen (und umgekehrt) zu Kindern deutlich stärker durch, als man erwarten würde. Schlussendlich gab einer unserer Testleser der Geschichte die Note Eins und jeweils zwei gaben ihr die Noten Drei und Vier. Am Ende bedeutete dies die Durchschnittsnote 3,0.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz