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  Entenchroniken 20: Das Pferd, das aus der Ferne kam ...
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Nachdem wir in den vergangenen Wochen fünf Kinder unserer Mitarbeiter mehrere Geschichten aus dem dreißig Jahre alten 140. Lustigen Taschenbuch lesen haben lassen, haben wir sie einfach mal weiterschmökern lassen und noch einen Comic aus besagtem Buch angehängt. Dabei handelt es sich um eine Geschichte, die ausnahmsweise nicht auf ein Standard-Ensemble zurückgegriffen hat, sondern um eine, für die außer Micky, Minnie, Mack und Muck (und einem kleinen Gastauftritt von Kommissar Hunter) eine ganze Reihe neuer Figuren erschaffen wurden, die man anschließend nie wiedersah.

Das Pferd, das aus der Ferne kam ...

Seinen Ursprung hat der Comic »Das Pferd, das aus der Ferne kam ...« - wie so oft - im italienischen Magazin »Topolino«. Dort erschien die Story in zwei Teilen am 13. und 20. März 1983. Während sie in Italien seitdem immer wieder aufs Neue herausgegeben wurde, fand sie in deutscher Sprache ausschließlich im Lustigen Taschenbuch »Der ewige Zweite« Verwendung, das am 21. November 1989 erstmals veröffentlicht wurde und im Jahre 2000 noch einmal mit neuem Titelbild nachgedruckt wurde. Die 54 Seiten lange dreireihige Story stammt von Renzo Sciutto, für die Zeichnungen war Sergio Asteriti zuständig. Der Originaltitel lautete »Topolino e il cavallo venuto da lontano«, was im Grunde genommen das gleiche wie der deutsche Titel bedeutet.

Worum geht es?

Die beiden schwerreichen Spielehersteller Flick und Flack vertreiben sich den lieben langen Tag damit, pausenlos gegeneinander Wetten abzuschließen. Nachdem sie aus der Zeitung erfahren, dass jemand sein gesamtes Vermögen eingebüßt hat, da er die fixe Idee hatte, aus einem Ackergaul ein Rennpferd zu machen, wetten die beiden darum, dass sie einem x-beliebigen Einwohner Entenhausens den ältesten Klepper andrehen könnten, der sich finden lässt, und dass dieser anschließend den Großen Schindmährenpreis der Stadt gewinnen wird. Der durch Zufall bestimmte Einwohner ist niemand anderes als Micky Maus.

Spoiler

Bei einem zwielichtigen Mann kaufen Flick und Flack ein altes schwarzes Pferd und taufen es »Schneck«. Wie sich zeigt, war das Tier mit einer kräftigen Farbe angestrichen, eigentlich ist es braun. In einem Babykorb wird es vor Mickys Tür abgelegt, der sich des Tieres annimmt. Allerdings ist er in großer Geldnot, weswegen er sich das Pferd eigentlich nicht leisten kann. Die beiden Wettfreaks lenken ihn daraufhin unbemerkt zu einem Plakat, auf dem das Pferderennen angekündigt wird, und Micky beschließt, in der Hoffnung auf das Preisgeld teilzunehmen. Beim anschließenden Training stellt er fest, dass Schneck wie ein Wirbelwind laufen kann, wenn er die Aussicht hat, am Ziel Kuchen essen zu können. Dies ruft das interesse der Wettmafia hervor, die ein anderes Pferd siegen sehen möchte und entsprechende Sabotageakte startet. Zwei mysteriöse vollbärtige Turbanträger hegen jedoch auch ein eigenartiges Interesse an Schneck. Flick und Flack sorgen aus dem Hintergrund agierend dafür, dass dem Pferd bis zum Rennen trotzdem nichts zustößt. Am Renntag wird Minnie mit einem Kuchen am Ziel platziert, doch da einer der Mafiosi die süße Leckerei zerstört, kommt Schneck nicht vom Fleck. Erst nachdem er einen gellenden Pfiff vernimmt, galoppiert er los, und auf den letzten Metern der Strecke überholt er das führende Pferd und siegt. Am Ziel wird das siegreiche Ross von Abu Ben Thurban in Empfang genommen, dem Emir von Durkistan und Chef der beiden Turbanträger. Wie sich zeigt, ist Schneck in Wirklichkeit sein Pferd, das ihm einige Zeit zuvor gestohlen wurde. Damit Micky nicht als Dieb dasteht, klären Flick und Flack die ganze Geschichte auf und entlarven den richtigen Täter. Die Wettmafia und deren verbrecherische Kundschaft werden indessen von der Polizei geschnappt, denn da das Rennen nicht so ausgegangen war, wie es versprochen worden war, hatten sich die Kriminellen auf offener Straße geprügelt.

Die Einschätzung

«Das Pferd, das aus der Ferne kam ...« sticht nicht nur durch die außergewöhnliche personelle Besetzung heraus, auch die erzählte Handlung selbst ist mal etwas ganz anderes als die üblichen Standard-Geschichten. Zwar endet auch diese Story mit der Aufklärung eines Verbrechens, so wie es bei Micky-Maus-Comics fast immer der Fall ist, jedoch nimmt Micky hier nicht die Rolle des alles auflösenden und bisweilen etwas zu aalglatten Ermittlers ein, vielmehr ist hier eher der passive Spielball der anderen Akteure. Natürlich hat die Geschichte hie und da ein paar absurde Züge, aber genau in dem richtigen Maße, wie man es von einem Funny aus dem Hause Disney erwartet. Auch die Mischung aus den spaßigen Augenblicken und den in die Story hineingeflochtenen Spannungselementen weiß zu überzeugen. Kurzum: Aus Erwachsenensicht eine eigentlich ziemlich überzeugende Story. Bei unseren jungen Testlesern wurde »Das Pferd, das aus der Ferne kam ...« indessen recht unterschiedlich aufgenommen: Die Note Drei wurde zweimal verteilt, und die Noten Zwei, Vier und Fünf jeweils einmal. Tatsächlich bestanden die Kritikpunkte dabei vor allem darin, dass »No-Name-Charaktere« hier tonangebend waren, außerdem wurde die nicht erkennbare Sinnhaftigkeit eines zwischenzeitlichen Einbruchs der Soldaten des Emirs in Mickys Haus bemängelt. Summa summarum ergab sich aus den verteilten Noten der Durchschnittswert 3,4.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz