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  Die Entenanalyse: Zwist unter Zankhähnen
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Gestern haben wir damit begonnen, die Comics des 559. Lustigen Taschenbuchs von unserem Testleser-Quintett lesen zu lassen. Dieses heißt »Eine handfeste Entscheidung« und ist seit dem Dienstag im Handel. Die Auftaktgeschichte basierte zwar auf einer etwas albernen Erfindung, hatte aber durchaus ihre positiven Momente. Unsere Besprechung findet ihr an dieser Stelle. Ihr wart auch nicht unzufrieden: Während wir im Schnitt die Schulnote 3,0 vergeben haben, ist bisher bei eurer Abstimmung eine 3,22 herausgekommen. Mit Donald, Dussel und Gustav geht es nun weiter.

Zwist unter Zankhähnen

Zwanzig Seiten ist dieser Dreireiher lang, der vor knapp vier Jahren erstmals gelesen werden konnte: Am 18. Juli 2018 wurde er in Italien unter dem Titel »Gastone e l’antipatica buona sorte« im dortigen Magazin »Topolino« abgedruckt. Den Originaltitel kann man mit »Gustav Gans und das unangenehme Glück« übersetzen. Die Idee zur Story stammt von Gabriele Panini, für den zeichnerischen Part war Ottavio Panaro zuständig.

Worum geht es?

Dussel und Donald treffen im Stadtpark auf Gustav. Nachdem sie gemeinsam ein Eis essen, reagiert Donald so genervt auf Gustavs ständige Angeberei mit seinem großen Glück, dass sie aufeinander losgehen und sich prügeln. Daraufhin gehen sie getrennte Wege, und Gustav versucht neue Freunde zu finden.

Spoiler

Deprimiert übergeht Gustav einen Mann, der ihn dafür belohnen will, dass er als millionster Entenhausener seinen Müll korrekt getrennt hat. Entenhausen ist also mal wieder über die Millionen-Einwohner-Zahl gewachsen. Statt den Gewinn einzuheimsen, stößt Gustav auf seinen Nachbarn Kurt, der gerade mit einem Freund zum Fußball gehen will. Da er ihn in der Vergangenheit wiederholt schlecht behandelt hat und auch ihm gegenüber mit seinem Glück geprahlt hat, will sich Kurt nicht mit Gustav beschäftigen. Als Gustav dann aber von dem anfangs erwähnten Mann eingeholt wird und als Gewinn drei Logenplätze für das Fußballspiel erhält, wird der Nachbar dann aber doch hellhörig. Gemeinsam genießen die drei Männer das Spiel, und dank Gustavs Glück kommen im Verlauf noch ein paar Annehmlichkeiten hinzu. Nach dem Spiel beschließt Kurt Kumpel, noch mehr aus Gustav herausholen zu wollen und fordert ihn dazu auf, für ihn im Lotto zu gewinnen. Dabei geht er gewalttätig vor. Als der Mann Gustav gerade durchschüttelt, kommen Gustav und Donald vorbei, helfen Gustav und bringen dem Aggressor zur Strecke. Da der Mann im Verlauf des Hin und Hers mit einem Hund aneinandergerät, wird er als Tierquäler verhaftet. Bei der Überprüfung seiner Daten wird festgestellt, dass er auch noch ein gesuchter Verbrecher ist, und so streicht Gustav eine große Belohnung ein. Nachdem sich die Vettern eigentlich wieder versöhnt haben, bringt Gustavs Prahlerei über seinen neuerlichen Gewinn Donald so in Rage, dass der Comic mit einer erneuten Prügelei endet.

Die Einschätzung

Manchmal verwenden die Übersetzer des Lustigen Taschenbuchs schon eine seltsame Sprache. Offenbar gibt es tatsächlich »Zankhähne«, aber wer verwendet das wirklich anstelle von »Streithähnen«? Und zu wessen üblichen Umgangston gehört es, andere darauf hinzuweisen, dass sie »schwer von Kapee« sind? Dagegen klingt es fast schon normal, dass Dussel dem Gegner Gustavs zeigen will, »wo der Frosch die Locken« hat.

Abgesehen von diesen wunderlichen Elementen ist der Comic selbst unserer Ansicht nach in einer ähnlichen qualitativen Kategorie zu verorten wie die Titelgeschichte. Und wenn ganz am Ende nicht doch noch ein neuerlicher Streit zwischen Donald und Gustav ausgebrochen wäre, wäre er sogar mit einer ähnlichen Heile-Welt-Note zu Ende gegangen ... in dem Fall dem Nachweis, dass die Freundschaft der drei Vettern bei all ihrer Verschiedenheit doch intakt ist. Bis dahin werden durchaus ein paar nette gute Ideen geboten. Nach dem Auftakt hätte man ja schnell damit rechnen können, dass es auf das x-te Kapitel im Wettstreit zwischen Glückspilz Gustav und Pechvogel Donald hinauslaufen würde, doch das Ganze entwickelt sich in eine ordentliche neue Richtung. Und die Momente, in denen Gustav Gewinne einfährt bzw. sich auf sein Glück verlässt, bieten auch einen kreativen Unterhaltungswert. Vier unserer Testleser bewerteten den Comic mit der Note Drei, einer beschränkte sich auf eine Vier. Somit landeten wir hier im Schnitt bei der Schulnote 3,2.


Wie fandet ihr "Zwist unter Zankhähnen"?
1
 
 122 (32,4%)
Schulnote 4
2
 
 93 (24,7%)
Schulnote 3
3
 
 81 (21,5%)
Schulnote 5
4
 
 37 (9,8%)
Schulnote 2
5
 
 28 (7,4%)
Schulnote 1
6
 
 16 (4,2%)
Schulnote 6
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz