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  Die Entenanalyse: Zutritt verboten!
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Vor einigen Wochen haben wir an dieser Stelle die sieben Comics besprochen, die im Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 504 abgedruckt worden waren. Das ganze Buch war ... nun, drücken wir es mal vorsichtig aus: nicht gerade das Glanzstück in der langen Geschichte des monatlichen Disney-Schmökers. Wenn ihr nachträglich noch wissen wollt, was wir über die einzelnen Geschichten dachten, könnt ihr euch einfach hier umsehen. Inzwischen ist ein weiteres Lustiges Taschenbuch erschienen, und eigentlich konnte es nur aufwärts gehen. Daher haben wir wieder fünf Mitarbeiter unserer Seite, die eigentlich schon viel zu alt dafür sind, darauf angesetzt.

Zutritt verboten!

Das neue Buch beginnt mit einer Geschichte, die dem italienischen Wochenmagazin »Topolino« entnommen worden ist. »Zutritt verboten!« erschien dort am 29. März 2014 unter dem Titel »Zio Paperone e la protezione totale«, was zu Deutsch »Onkel Dagobert und der totale Schutz« bedeutet. Die Story wurde von Giorgio Figus geschrieben, für die zeichnerische Umsetzung war anschließend Ettore Gula zuständig. Hierzulande erschien der 22 Seiten lange Dreireiher im Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 505, das genauso heißt wie der Comic. Das Buch ist seit dem 27. März 2018 zu bekommen und wurde vom Egmont Verlag herausgegeben.

Worum geht es?

Nachdem Dagobert Duck seinen Geldspeicher schon mit allen möglichen Mittel gegen das Eindringen von Ganoven schützen musste, hat er sich dieses Mal von Daniel Düsentrieb ein narrensicheres System installieren lassen, das gegen alle Eventualitäten schützen soll. Dummerweise haben nur Dagobert selbst und sein Butler Baptist die Fernbedienung für die Anlage, und nur einen Tag später vergessen beide die Geräte im Inneren des Gebäudes, ehe sie es verlassen. Somit kommt Dagobert nicht mehr in seinen eigenen Geldspeicher. (Kleine Anmerkung schon an dieser Stelle: Wie narrensicher ist eigentlich ein System, das man bereits lahmlegen könnte, wenn man einem der beiden Männer die Fernbedienung wegnehmen würde?)

Spoiler

Daniel Düsentrieb ist zu einem mehrwöchigen Erfinderkongress abgereist, weswegen er Dagobert nicht helfen kann. Dieser muss sich deshalb andere Unterstützer suchen. Die ersten findet er in der örtlichen Feuerwehr, die mit mehreren Fahrzeugen anrücken und einzudringen versuchen, von Düsentriebs Anlage jedoch immer wieder zurückgeschlagen werden. Nachdem die Feuerwehr abrückt, bringt sich ein auf »Schwerstaussperrungen« spezialisierter Schlüsseldienst selbst ins Spiel, dessen Fachmännern widerfährt jedoch das gleiche wie den Feuerwehrleuten. Das Eingreifen des Militärs lässt Dagobert derweilen gar nicht erst zu, weil er nicht möchte, dass sein Geldspeicher beschossen wird. Stattdessen greift er zum Äußersten und wendet sich an seine Erzfeinde, die Panzerknacker. Aber auch diesen ergeht es nicht besser, das Düsentrieb'sche System hält perfekt. Als die Panzerknacker gerade am Kapitulieren sind, treten Tick, Trick und Track und andere Mitglieder des Fähnlein Fieselschweifs von innen aus dem Geldspeicher. Sie haben ihr Schlaues Buch benutzt, in dem sich eine Karte der Katakomben unter Entenhausen befindet, und damit einen unterirdischen Weg in den Geldspeicher gefunden. Dort haben sie dann das Sicherheitssystem deaktiviert. Die Panzerknacker rennen sogleich in die Katakomben und versuchen den Zugang zu finden, verlaufen sich jedoch, weswegen Dagobert genug Zeit bleibt, um das Hinter- bzw. Untertürchen versiegeln zu lassen.

Die Einschätzung

Dass Dagobert Duck seinen Geldspeicher von Daniel Düsentrieb mit einem massiven Sicherheitssystem bestücken lässt, das ist natürlich nicht unbedingt die allerneueste Story-Grundlage. Und dass er sich aussperrt, hat man auch irgendwie schon ein paarmal gelesen. Gefühlt gibt es ein-, zweimal pro Jahr im Micky Maus Magazin eine Kurzgeschichte über genau diese Konstellation. Das muss natürlich nicht schlimm sein, denn wenn eine lustige Geschichte dabei herauskommt, wird man trotzdem für ein paar Minuten gut unterhalten. Und eigentlich kann man auch nicht sehr viel Negatives über »Zutritt verboten!« schreiben. Dass hier mal der Schlüsseldienst, die Feuerwehr & Co. hinzugezogen werden, ist ein lustiger Einfall und im Gegensatz zur Ausgangssituation kreativ und unverbraucht. Dass der Geldspeicher schlussendlich so ungeschützt ist, dass ein paar Kinder problemlos durch unterirdische Röhren eindringen können, ist dagegen natürlich eine ganz schön simple Auflösung. Aber um »reinzukommen« in dieses Lustige Taschenbuch war die Story schon ganz gut, zumal sie auch nett gezeichnet worden ist und der gemalte Slapstick gut funktionierte. So kam es, dass sich am Ende zwei Mitarbeiter unserer Seite für die Schulnote Zwei entschieden, drei für eine Drei, was summa summarum die Durchschnittsnote 2,6 ergab. Womöglich waren wir nach dem durchwachsenen vorausgegangenen Lustigen Taschenbuch aber auch weichgeklopft und froh, endlich mal wieder etwas lesen zu können, das ein bißchen besser war, so dass wir großzügiger werteten als sonst. ;)
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz