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  Die Entenanalyse: Zurück mit Glück
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Im Augenblick wird das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 508 von fünf unserer Mitarbeiter und Helfern gelesen ... und zwar Comic für Comic. Das Buch ist am 19. Juni herausgekommen und trägt den Titel »Einfach entspannen!«, was etwas damit zu tun hat, dass viele Szenen in Urlaubsregionen und tropischen Gefilden spielen. Zwölf Seiten Dussel Duck haben wir glücklicherweise schon überstanden, wie wir euch in unsere Artikel zum Comic »Schiffbruch zu zweit« berichtet haben. Nun ging es mit vielversprechenderem Federvieh weiter.

Zurück mit Glück

Die Geschichte ist rund vier Jahre alt, die Erstveröffentlichung erfolgte am 19. August 2014 im italienischen Wochenmagazin »Topolino«. Dort trug der 32 Seiten lange Dreireiher den Titel »Paperino e l'atollo sconosciuto«, was zu Deutsch »Donald Duck und das unbekannte Atoll« bedeutet. Die Idee zur erzählten Story stammt von Carlo Panaro, der auch den Auftaktcomic »Schatzsuche unter Palmen« ersonnen hatte, welcher uns in diesem Lustigen Taschenbuch bis hierhin am besten gefiel. Für die zeichnerische Umsetzung war dieses Mal Lucio Leoni der Zuständige.

Worum geht es?

Nachdem Dagobert Duck mit seiner Hochseeyacht aufgebrochen war, um seine Urlaubsressorts zu kontrollieren, und in Folge einer Wasserhose der Kontakt zu ihm abgebrochen ist, wird Donald Duck von Butler Baptist darum gebeten, nach ihm zu suchen. Da ihm nur wenig Geld für diesen Auftrag zur Verfügung gestellt wird, stechen Donald und seine Neffen gemeinsam mit Gustav Gans in See, da dieser zufälligerweise - wie sollte es auch anders sein - gerade eine eigene kleine Luxusyacht gewonnen hat.

Spoiler

Auf hoher See verlässt sich Gustav Gans auf sein sprichwörtliches Glück, um den Weg zu Dagobert zu finden, von dem sie eigentlich nicht genau wissen, wo er sich befindet. Als der von ihm eingeschlagene Weg die Yacht in die Arme eines Riesenkraken leitet, scheint das Glück die Reisegruppe verlassen zu haben, doch das Schiff wird dank eines beherzten Eingriffes der Fieselschweiflinge von dem Ungetüm an einen Strand geschleudert ... und natürlich befindet man sich dann auch gleich auf der richtigen Insel, auf der auch Dagobert ist. Der ist dort allerdings nicht allein: Ein Gefängnisausbrecher hat ihn als die reichste Ente der Welt erkannt und ihn gefesselt, um ein Lösegeld zu erzwingen. Da die anderen Ducks und Gustav für seinen Plan nur hinderlich sind, zwingt er sie unter Vorhaltung einer Waffe in eine Höhle und sprengt anschließend deren Eingang. Der Rest der Höhle stürzt später auch ein, wodurch jedoch ein Weg an die Oberfläche freigelegt wird. Dadurch sind die Ducks und Gustav wieder auf freiem Fuß, woraufhin sie sich mit einem Netz an den Gangster heranschleichen, es ihm über den Kopf werfen und ihn auf diesem Wege außer Gefecht zu setzen. Dagobert kann befreit werden, Donald wird für seinen Einsatz mit 99 Talern aus der Notfallkassette seines Onkels belohnt, und Gustav Gans gewinnt mit einem Foto des Riesenkraken einen Wettbewerb, so dass man am Ende rundum zufrieden ist.

Die Einschätzung

Nach der vorausgegangenen schwachen Dussel-Duck-Geschichte bewegte man sich mit »Zurück mit Glück« wieder in besseren Bahnen. Der Comic wurde nicht nur schön gezeichnet, er war auch über weite Strecken unterhaltsam. Gustav und Donald auf eine gemeinsame Mission zu schicken, birgt an sich immer ein nettes Konfliktpotenzial, hier wurde es etwas weniger ausgereizt als sonst, was schade war. Auch eher suboptimal war die Auflösung der Story, denn das Ausbrecherproblem wurde nicht durch einen findigen Trick aufgelöst, sondern eigentlich nur durch das Zufallsprinzip (Gefangenschaft --> Höhle stürzt ein --> keine Gefangenschaft). Da es sich um eine Gustav-Gans-Geschichte handelt, ist es natürlich bis zu einem gewissen Grad logisch, dass sich die Protagonisten auf einen anständigen Glücksfaktor verlassen können, doch hier wirkte die gesamte »Höhlenepisode« eher nur wie eine unnötige Verlängerung der Story, da sie schließlich keine echte Gefahr darstellte. Dennoch: Eine nette Heile-Welt-Geschichte, deren mildes Finale eigentlich für eine Abschlussgeschichte des Lustigen Taschenbuchs typisch gewesen wäre, denn bei diesen wird schließlich gerne mal darauf gesetzt, nicht mit einem Schlussgag, sondern mit einem friedlichen Beisammensein zu enden. Zwei unserer Mitarbeiterinnen entschieden sich, der Story die Schulnote Zwei zu geben, jeweils ein Mitarbeiter entschied sich für die Note Drei bis Fünf. So kam summa summarum der Durchschnittswert 3,2 zustande.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz