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  Die Entenanalyse: Zum glücklosen Kleeblatt
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Seit dem Dienstag kann man das 561. Lustige Taschenbuch im Handel finden, und wir lassen »Auf ins Meer!« seitdem von fünf Testlesern aus unserem Webseitenteam lesen. Mit dem Auftaktcomic haben wir kürzlich losgelegt, dessen Titel sich vom Namen des Buches nur durch das Fehlen des Ausrufezeichens unterschieden hat. Es handelte sich um eine Quasi-Fortsetzung des absurden ersten Comics des vorausgegangenen Bandes, und leider erwies sie sich als eher mäßig. Unsere Besprechung könnt ihr an dieser Stelle finden. Bisher deckt sich eure Meinung mit der unsrigen: Wir hatten die Schulnote 4,2 vergeben, der Zwischenstand eurer Abstimmung liegt bei 4,41.

Zum glücklosen Kleeblatt

Dieser bei I.N.D.U.C.K.S. eher mäßig bewertete Comic wurde am 26. Mai des vergangenen Jahres erstmals im italienischen »Topolino«-Magazin veröffentlicht. Der 24 Seiten lange Dreireiher stammt von Carlo Panaro und wurde von Valerio Held gezeichnet. Der Originaltitel lautete »Paperino e la locanda del quadrifoglio«, was man mit »Donald Duck und das Gasthaus zum Kleeblatt« übersetzen kann.

Worum geht es?

Dagobert Duck erklärt (auf etwas krude übersetzte Weise) seinem Neffen Donald, dass sein Gasthaus »Zum Kleeblatt« im Heitertal kein Geld mehr abwirft, da man vor Ort sagt, ein Hexer habe es verflucht. Donald soll die Geschäfte wieder ins Rollen bringen und wird mit einem Verweis auf seine Schuldenliste »überzeugt«, keine Widerrede zu leisten. Um dem Fluch etwas entgegenzusetzen, wird zudem auch Gustav Gans ins Heitertal geschickt. Sein Glück soll den Fluch aufwiegen.

Spoiler

Das Gasthaus präsentiert sich als rustikal, aber nicht uncharmant. Während sich Gustav auf die faule Haut legt, bringt Donald Schäden in Ordnung, er kocht leckeres Essen nach Rezepten, die er von Oma Duck gelernt hat, er lässt von einem Straßenmaler schöne Gemälde für die Wände zeichnen, und er schließt mit einer Bäckerin eine Veinbarung darüber ab, das Wirtshaus mit leckeren Keksen zu beliefern. Schon bald florieren die Geschäfte, das Gasthaus ist täglich gut gefüllt. Dagobert Duck kommt zu Besuch und ist schwer begeistert. Er geht davon aus, dass Gustavs Glück für den Erfolg ausschlaggebend war. Umso schockierender ist für ihn die Nachricht, dass sich ein berühmter Restauranttester für die kommenden Tage ankündigt, und Gustav Gans aufgrund einer gewonnenen Reise aufbrechen muss. Dagobert schafft es nicht, Gustav vom Bleiben zu überzeugen, und so begibt er sich verzweifelt zurück zu seinem Geldspeicher. Tags darauf taucht Donald mit dem Restauranttester bei ihm auf und zeigt ihm auf, dass der Mann von seinem Wirtshaus schwer begeistert war. Nicht Gustavs Glück, sondern Donalds Einsatz hat für den Erfolg des Hauses gesorgt. Donald will sich nach getaner Arbeit vier Wochen lang in seiner Hängematte auf die faule Haut legen, doch da aufgrund der überschwänglichen Rezension noch mehr Gäste im Wirtshaus auftauchen werden, verdonnert ihn Dagobert Duck zu noch mehr Arbeit als Kofferträger, Kellner und Koch.

Die Einschätzung

Dass Donald von Dagobert losgeschickt wird, um ein Gasthaus wieder auf Vordermann zu bringen, ist an sich eine Storyidee, die einen Bart hat, der länger als der von Mac Moneysac ist. Bei uns hat diese Interpretation des Themas einen etwas zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Denn auf der einen Seite ist es schön zu lesen, wie Donald mit seinen Methoden hier tatsächlich Erfolg schafft. Dadurch schwingt über viele Seiten eine schöne Heilewelt-Atmosphäre durch den Comic. Auf der anderen Seite wird Dagobert Duck hier ziemlich unsympathisch rübergebracht, und auch dass Donald ganz am Ende des Comics nach allem Enthusiasmus, den er in die Sache gesteckt hat, plötzlich nun gar keinen Bock mehr auf das Gasthaus hat und es als Strafe ansieht, dort arbeiten zu müssen, ist ein eigenartiger storytechnischer Bruch. Dennoch bleibt alles in allem der stimmungsvolle Eindruck aus dem florierenden Gasthaus länger in Erinnerung als die Mankos des Comics. Und zeichnerisch gefiel uns das Ganze auch ziemlich gut. So kam es, dass sich am Ende eine Mitarbeiterin für die Note Zwei entschied, während sich unsere restlichen Testleser auf die Schulnote Drei festlegten. Im Schnitt ergab dies eine 2,8.


Wie fandet ihr "Zum glücklosen Kleeblatt"?
1
 
 121 (30,3%)
Schulnote 4
2
 
 90 (22,6%)
Schulnote 5
3
 
 80 (20,1%)
Schulnote 3
4
 
 48 (12,0%)
Schulnote 1
5
 
 37 (9,3%)
Schulnote 2
6
 
 23 (5,8%)
Schulnote 6
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz