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  Die Entenanalyse: Zu viel des Wenigen
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Fünf Comics des Lustigen Taschenbuchs mit der Nummer 548, das den Titel »Höher schneller weiter!« trägt und seit dem 20. Juli im Handel ist, haben wir bereits von einem Mitarbeiter-Quintett lesen lassen. Zuletzt besprachen wir hier den Gundel-Gaukeley-Comic »Voll vernebelt«, in dem die Hexe vom Vesuv Dussel Duck verzaubert, damit dieser ihr den Glückszehner von Dagobert Duck beschafft. Als sonderlich gut empfanden wir das Ganze nicht, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Eure Meinung fiel noch drastischer aus als unsere: Während wir die Schulnote 4,2 vergeben haben, liegt der Schnitt eurer Abstimmung derzeit bei 4,58. Mit Onkel Dagobert, Gitta Gans und einer sparsamen Schottin ging es weiter.

Zu viel des Wenigen

Von den Comics aus dem italienischen Magazin »Topolino«, die in diesem Band weiterverwendet wurden, ist dieser Comic der Jüngste: Er wurde am 4. November des vergangenen Jahres erstmals veröffentlicht. Damals trug der dreißig Seiten lange Dreireiher den Titel »Zio Paperone & il risparmio assoluto«, was man mit »Onkel Dagobert und die absoluten Ersparnisse« übersetzen kann. Carlo Panaro schrieb den Plot, für die (gelungene) zeichnerische Umsetzung ließ Francesco Guerrini seiner Kreativität freien Lauf.

Worum geht es?

Auf der Suche nach einer weggeworfenen Zeitung im Stadtpark prallt Dagobert Duck mit Gitta Gans zusammen. Diese nutzt die Gelegenheit, ihm ihre Cousine Susanna vorzustellen, die gerade bei ihr verweilt. Es handelt sich um eine Dame aus Schottland, und wie sich zeigt, ist sie sogar noch sparsamer als der reichste Erpel der Welt. Kein Wunder also, dass Dagobert von ihr hellauf begeistert ist.

Spoiler

Gitta lädt Dagobert zu sich ein. Susanna kocht, und ihre Sparsamkeit bei der Zubereitung ist Dagobert eine helle Freude. Nach einigen weiteren Unterhaltungen über Geldfragen lädt Dagobert Susanna ein, um mit ihr über Einsparmöglichkeiten an einem neuen Produkt - »Taler-Pralinen« - zu sprechen. Susanna empfiehlt den Namen »Taliner«, um Druckkosten zu sparen. Ähem. Etwas später lädt Dagobert Susanna zu einer Fahrt auf seiner Yacht ein, und Gitta kommt auch mit. Das Schiff gerät in eine gewaltige Meerhose und wird auf den Strand einer abgelegenen Insel katapultiert. Dagobert bleibt benommen am Strand liegen, während sich die beiden Frauen anschicken, sich nach etwas Essbarem & Co. umzusehen. Während sich Gitta dabei einfallsreich und fürsorglich anstellt, ist Susanna der übertriebene Geiz im Wege. Selbst über ein Signalfeuer, das Gitta entfacht, beschwert sie sich. Schlussendlich werden die Gestrandeten von Baptist, Fräulein Rührig und der Küstenwache gerettet, die die Yacht geortet haben. Dagobert zeigt sich anschließend geläutert und hat erkannt, dass auch Sparsamkeit Grenzen kennen muss. Susanna hat auf der Insel nicht weitergeholfen, während ihm Gittas Anwesenheit diente, die Tortur so gut wie möglich zu überstehen. Am Ende reist Susanna wieder nach Schottland ab, und Gitta erhält zum Dank eine Schachtel Taleris von Dagobert.

Die Einschätzung

In diesem bislang eher schwach anmutenden Lustigen Taschenbuch gehörte »Zu viel des Wenigen« unserer Meinung nach definitiv zu den besseren Geschichten. Natürlich war es vom ersten Auftauchen der geizigen Susanna weitgehend absehbar, dass es darauf hinauslaufen würde, dass Dagobert sie erst ins knauserige Herz schließen, sich dann aber eines Besseren besinnen würde, aber die Vorhersehbarkeit störte hier wenig. Wenn man der Geschichte etwas ankreiden kann, dann dass die hier umgesetzte Idee vielleicht ein wenig arg mit der Brechstange vorgetragen wurde und alles ein Stück weit zu sehr überzeichnet wurde. Der im Müll herumwühlende Dagobert war eines der Beispiele dafür, denn das war schon ein erbärmlicher Moment des Fantastillionärs. Und natürlich ist »Schottland = Geiz« ein Klischee aus der Mottenkiste. Ansonsten kann man aber nicht meckern: Gut geschrieben und unterhaltsam, ein gelungen vorgetragener Meinungswandel Dagoberts, und sehr schön gezeichnet war dieser Comic auch noch. Daher können wir gar nicht anders, als die Geschichte besser zu bewerten als die fünf vorangegangenen Comics: Zwei unserer Mitarbeiterinnen vergaben die Note Zwei, dreimal wurde eine Drei vergeben. Im Schnitt landeten wir dadurch bei der Durchschnittsnote 2,6.


Wie fandet ihr "Zu viel des Wenigen"?
1
 
 144 (34,4%)
Schulnote 2
2
 
 97 (23,2%)
Schulnote 3
3
 
 67 (16,0%)
Schulnote 1
4
 
 52 (12,4%)
Schulnote 6
5
 
 38 (9,1%)
Schulnote 4
6
 
 20 (4,8%)
Schulnote 5
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz