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  Die Entenanalyse: Zauberhafte Auszeit
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Am 24. Mai ist ein neues Lustiges Taschenbuch erschienen, nämlich die Geburtstagsausgabe »85 Jahre Donald Duck«. Es handelt sich um den 520. Band. Einen darin enthaltenen Comic, nämlich die Story »Der etwas andere Geburtstag«, haben wir bereits durch ein Quintett an Mitarbeitern lesen lassen. Er erwies sich als anständiger Geburtstagsbeitrag, der zwar gewisse Schwächen in der Rahmenhandlung hatte, aber im Großen und Ganzen würdevoll mit Donalds Ehrentag umging. Unseren zugehörigen Artikel findet ihr an dieser Stelle. Im Lustigen Taschenbuch ging es mit dem Einseiter »DoppelDuck: Notlösung« weiter, den wir aufgrund seiner Kürze hier nicht thematisieren werden. Stattdessen fahren wir mit der sich anschließenden Micky-, Donald- und Goofy-Geschichte fort.

Zauberhafte Auszeit

Ja, tatsächlich: Hier ist endlich mal wieder ein Comic beigesteuert worden, der die Enten- und Mäusewelt vereint. Er wurde ursprünglich am 18. Mai des Jahres 2010 im italienischen Magazin »Topolino« veröffentlicht und ist an den Siebziger-Jahre-Comic »Das (Alb-)Traumhaus« von Romano Scarpa angelehnt. Geschrieben und gezeichnet wurde er von Enrico Faccini. Der Originaltitel des 25 Seiten langen Werks lautete »Topolino e la notte a Val Dormigliona«, was man mit »Micky Maus und die Nacht im Val Dormigliona« übersetzen kann, oder eher mit »Micky Maus und die Nacht im Chalet Chillig«, um bei der Übersetzung des Lustigen Taschenbuchs zu bleiben.

Worum geht es?

Donald und Goofy mieten sich bei Ferienhausvermieter Rudi Ross ein Chalet auf der »Ratzenalm«. Sie nehmen Micky Maus mit und wollen sich eine Auszeit in dem Berghaus gönnen.

Spoiler

Nach dem ausgiebigen Essen begeben sich die Freunde in ihre Zimmer, um zu schlafen. Donald zieht das Schrankbett aus der Wand, doch als er sich hinlegen möchte, schnappt es zurück in seine alte Position. Goofy macht die gleiche Erfahrung. Wie sich zeigt, befinden sich die beiden Betten an der gleichen Stelle, und immer wenn der eine zieht, schnappt das Bett des anderen zurück. Nach längerem Hin und Her hat Micky eine Lösung: Er nagelt die Betten auf dem Boden fest. Die Halterungen machen sich nachts jedoch selbständig, und die Betten laufen herum. Als Goofy und Micky Donald finden, klebt dieser gerade mit seinem Bett an der Decke. Nachdem er aufwacht, werden die Freunde von einer Horde Kissen attackiert. Sie können die flauschigen Monster zurückschlagen, dann steigen Goofy und Micky durch eine kleine Tür und landen in einem riesigen Zahnwerk. Es stellt sich hera, dass dieses inmitten des Weckers steckt, der Donald am nächsten Morgen wach machen soll. Schlussendlich schaffen es die drei durch die Nacht. Am nächsten Morgen kommt Rudi Ross herbei, um sich zu entschuldigen: Er hatte die obere Etage des Gebäudes bereits vermietet, es liegt also eine Doppelbelegung vor. Der Weg nach oben war bis dahin abgesperrt. Der obere Mieter ist ein Zauberer, und er hat alles verursacht. Und da er das Chalet für einen ganzen Monat gemietet hat, zaubert er Micky, Goofy und Donald nach deren Abreise einfach nochmals ins Chalet Chillig.

Die Einschätzung

Nun ... eins kann man sagen: Das hier ist eine der außergewöhnlichsten Geschichten gewesen, der man seit Langem im Lustigen Taschenbuch begegnet ist. Dabei durchlebt man ein Wechselbad der Gefühle: Zunächst mutet der Comic tatsächlich wie eine Zeitreise in die Disney-Geschichte an, also in die Phase, in der man Micky, Donald und Goofy regelmäßig in lustigen Filmchen erleben konnte. Bei der Bettenszene, die ziemlich gestreckt wurde, bekam man langsam den Eindruck, dass es hier auf eine reine Slapstick-Gagstory hinauslaufen würde. Die Szene wurde fast schon ein wenig zu sehr gestreckt. Im Anschluss driftet die Story immer mehr ins Surrealistische ab. Ziemlich interessant, so etwas mal im Disney-Universum zu erleben. Allein: Qualitativ lässt sich das Ganze gar nicht so einfach einordnen. Geht man nach den Wertungen in der Disney-Comicdatenbank I.N.D.U.C.K.S., dann ist »Zauberhafte Auszeit« Teil der besten fünf Comic-Prozent aller Zeiten. So weit würden wir keinesfalls gehen, zumal die Auflösung nicht gänzlich überzeugend ist, aber auf jeden Fall liest man Seite für Seite mit nicht abflauendem Interesse. Der Zeichenstil weiß auch zu überzeugen. Am Ende entschieden sich zwei Mitarbeiterinnen für die Note Zwei, während die Noten Drei bis Fünf jeweils einmal vergeben wurden. So kamen wir hier beim Durchschnittswert 3,2 heraus.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz