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  Die Entenanalyse: Wie alles begann ...
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Vor einigen Wochen hatten wir hier die zehn Comics besprochen, die im 552. Lustigen Taschenbuch abgedruckt worden waren. »70 Jahre Panzerknacker« hatte sich als ein ziemlich guter Band herausgestellt. Abgesehen von zwei Geschichten gab es an dem Band wenig zu kritisieren. Eine Übersicht unserer damaligen Artikel findet ihr an dieser Stelle. Seit dem 7. Dezember ist nun ein neuer Band im Handel, nämlich die Nummer 553, die den Titel »Wie alles begann ...« trägt. Abermals haben wir ein Quintett an Mitarbeitern darauf angesetzt, und mit der Titelgeschichte soll es heute losgehen.

Wie alles begann ...

Hierbei handelt es sich um den ersten von zwei Comics dieses Bandes, die speziell für das Lustige Taschenbuch geschrieben und nicht dem italienischen Magazin »Topolino« entnommen wurden. Der 32 Seiten lange Dreireiher wurde von Maya Åstrup ersonnen und von Giorgio Cavazzano gezeichnet, das dänische Original hieß »Der var engang en troldkvinde« (Es war einmal eine Hexe).

Worum geht es?

Die kleine Gundel Gaukeley lebt bei ihrer Tante Donata und ihrem Onkel Gino, und sie macht - gegen deren Willen - ab und an kleine Zauberei-Experimente. Dies hört auch nicht auf, als sie zu einer Jugendlichen herangewachsen ist. Da es immer wieder zu Ärger mit Donata gekommen ist, versteckt sie schlussendlich ihre kleine magische Sammlung auf dem Speicher des Hauses. Dort stößt sie auf eine Kiste, in der das Tagebuch ihrer Mutter Gerania Gaukeley liegt.

Spoiler

Gundel erfährt, dass Gerania und Donata einst einen gemeinsamen Laden hatten, in dem sie Glücksbringer und Zaubertränke verkauften. Gerania lernte nach einer Weile Leone kennen, Gundels Vater, und stieß in einem alten Zauberbuch auf den Sprich für den »Midas-Effekt«, mit dem man unermesslich reich werden kann. Dafür war der Einsatz von Münzen notwendig, welche zuvor die Hand reicher Personen berührt hatten. Gerania und Leone reisten um die Welt und besorgten sich solche Münzen sowie einen mächtigen Rubin, der die Münzen mit schwarzer Magie aufladen sollte. Als sie ihre Fundstücke zum Einsatz bringen wollten, kam es durch die Macht des Rubins zu einer Explosion, und Gundels Eltern verschwanden. Nun beschließt die jugendliche Gundel, das Werk ihrer Eltern zu Ende zu bringen. Sie verlässt ihre Tante und ihren Onkel und versucht auf eigene Faust durchs Leben zu kommen. In einem ersten Schritt haucht sie dem Spielzeugvogel, den sie kurz vor dem Verschwinden ihrer Eltern von Gerania geschenkt bekommen hatte, per Magie Leben ein: Nimmermehr ist geboren. Sie zieht selbst durch die Lande und sammelt Münzen, doch der Zauber schlägt nicht an: Das Amulett, zu dem sie sie auf magische Weise zusammenschmelzen will, entsteht partout nicht. Gundel kauft ein Grundstück am Vesuv und macht einen eigenen kleinen Hexereiladen auf, um Geld zu verdienen, welches sie dazu nutzt, um durch die Welt zu ziehen und Münzen von noch reicheren Personen zu sammeln. Nichts davon führt zum Erfolg. Dann aber liest sie in einer Zeitung einen Artikel über den reichsten Erpel der Welt: Dagobert Duck, der von seiner ersten selbstverdienten Münze berichtet. Sie realisiert, dass es wohl diese Münze ist, der es bedarf, um ihren Spruch zum Erfolg zu bringen. Also bricht sie zum Geldspeicher auf, und die Geschichte endet.

Die Einschätzung

Zwei Aspekte an dem Comic empfanden unsere fünf Testleser als besonders bemerkenswert. Zum einen sind die Verwandtschaftsverhältnisse in Entenhausen ja in der Regel »indirekter« Natur, was bedeutet, dass hier Onkel und Tanten mit ihren Neffen und Nichten zusammenleben, während die eigentlichen Eltern der Figuren und ihr Verbleib zumeist unerwähnt bleiben. In diesem Comic wird dagegen ausnahmsweise eindeutig erklärt, warum der Vater und die Mutter von Gundel verschwunden sind. Zum anderen wird in dem Comic ein erfreulich enger Bezug zum »Midas-Effekt« genommen, dem ersten Comic, in dem Gundel Gaukeley einst aufgetreten war. »The Midas Touch«, so der englische Originaltitel der Story, war ein im April 1961 von Carl Barks ersonnener Comic, der zuletzt im Micky Maus Magazin 19/2021 auf Deutsch abgedruckt worden war. Das Finale von »Wie alles begann ...« entspricht genau dem Einstieg in den »Midas-Effekt«. Dadurch wirkt dieser Comic hier ziemlich durchacht und »rund«, und er ist nicht nur für sich selbst ziemlich interessant, sondern erhält zusätzlich auch noch einen gewissen Nostalgiefaktor obendrauf. Kennt man den »Midas-Effekt« nicht, könnte »Wie alles beginn ...« allerdings ein wenig unspektakulärer (und womöglich unvollständig) wirken. Wir hingegen waren zufrieden: Drei unserer Testleser gaben dem Comic die Note Zwei, zweimal wurde eine Drei vergeben, und so landeten wir hier im Schnitt bei der Schulnote 2,4.


Wie fandet ihr "Wie alles begann ..." (den Einzelcomic, nicht den gesamten Band)?
1
 
 123 (27,6%)
Schulnote 2
2
 
 108 (24,3%)
Schulnote 3
3
 
 91 (20,4%)
Schulnote 1
4
 
 68 (15,3%)
Schulnote 4
5
 
 34 (7,6%)
Schulnote 6
6
 
 21 (4,7%)
Schulnote 5
An der Umfrage haben 445 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz