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  Die Entenanalyse: Wettkampf der Worte
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Am 2. Februar ist das 542. Lustige Taschenbuch erschienen. Es heißt »Wohin des Weges, Phantomias?« und hat uns bis hierhin eine Stafette an fünf Ernüchterungen beschert. Keiner der Comics, die wir bis hierhin gelesen haben, hat uns überzeugt. Auch die Micky- und Dagobert-Geschichte »Gier nach Gold« war nicht sonderlich lesenswert, wie ihr an dieser Stelle erfahren könnt. Ihr seid sogar noch viel kritischer als wir: Während wir bei der Note 4,0 gelandet waren, ist der bisher erreichte Durchschnittswert in eurer Abstimmung die Schulnote 4,68. Weiter ging es mit einem Comic mit Literaturbezug und somit einer, der normalerweise sehr gut zu unserer Webseite passen sollte.

Wettkampf der Worte

Hierbei handelt es sich um eine Geschichte, die schon mehr als ein Dutzend Jahre auf dem Buckel hat: Das Original des zwanzig Seiten langen Dreireihers wurde am 28. Oktober des Jahres 2008 im italienischen Magazin »Topolino« veröffentlicht. In Italien erfolgte eine weitere Veröffentlichung im Jahre 2017, alle anderen Länder mussten bis zu diesem Jahr darauf warten. Warum es sich um etwas unglückliches Timing handelt, erfahrt ihr etwas weiter unten. Geschrieben wurde die Geschichte von Sergio Badino, für die Zeichnungen war Francesco D'Ippolito zuständig. Der Originaltitel der Story lautete »Paperino e l'inizio da favola«, was man (in diesem Fall recht sinngemäß) mit »Donald Duck und der Einstieg in die Geschichte« übersetzen kann.

Worum geht es?

Donald Duck und Gustav Gans treffen sich in einem Buchladen. Donald möchte den neuen Roman von »Klaif Kassler« kaufen, Gustav hat Hörbücher gewonnen. In dem Geschäft findet zufälligerweise gerade eine Einschreibung für einen Wettbewerb statt: Klaif Kassler sucht nach Ideen für einen neuen Thriller mit seinem Serienhelden »Brad Action«, und der beste Ideengeber gewinnt eine Reise zu den Schauplätzen der Thrillerreihe. Donald und Gustav machen natürlich mit.

Spoiler

Während sich Gustav Gans noch nie mit der Buchreihe beschäftigt hat und keine großen Anstrengungen in den Wettstreit steckt, geht Donald die Sache engagiert an. Nachdem er sich seine Schreibwerkstatt eingerichtet hat und einen ersten Satz zu Papier gebracht hat, scheitert er jedoch an einer Schreibblockade. Um sich inspirieren zu lassen, macht er einen Spaziergang durch die Stadt. Rund um ihn herum kommt es zu einem großen Geldraub, zu einem spektakulären Feuerwehreinsatz und zu einem Hubschrauberabsturz, doch Donald bekommt alles nicht mit und vermisst somit weiter jedwede Inspiration. Tick, Trick und Track schlagen ihm daraufhin vor, sich einfach in Brad Action hineinzuversetzen. Es gelingt, die Geschichte schreibt sich fast von selbst. Dummerweise gerät er in einen großen Regen, und seine Notizen werden vom Blatt gespült. Mit großem Aufwand (und unter Zuhilfenahme von Kasslers anderen Büchern) rekonstruiert er in der Nacht das Geschriebene. Tatsächlich ist Kassler von seiner Arbeit begeistert. Gustav Gans bringt einige uninspirierte Zeilen zu Papier, so dass er ausnahmsweise nur Zweiter wird, während Donald gewinnt. Für seinen zweiten Platz gewinnt Gustav einen Sportwagen. Donalds Reise wird indessen zu einem Debakel: In der Wüste ist es zu heiß, ein Vulkan bricht aus, und in der Polarregion ist es viel zu kalt. So hat Gustav am Ende dann doch - wieder einmal - mehr Glück gehabt als er.

Die Einschätzung

Erst einmal zu der oben schon angedeuteten Erwähnung des schlechten Timings: »Klaif Kassler« soll natürlich auf Thriller-Autor Clive Cussler anspielen. 2008 war das natürlich eine sinnvolle Wahl, seine Bücher verkauften sich prächtig, und die »Sahara«-Verfilmung mit Matthew McConaughey als Dirk Pitt war noch vergleichsweise frisch. Heutzutage verkaufen sich Cusslers Bücher immer noch sehr gut, aber der Autor ist gerade im vergangenen Jahr gestorben. Hinzu kommt noch, dass es vermutlich nur sehr wenige Überschneidungen zwischen der heutigen Kern-Zielgruppe von Lustigen Taschenbüchern und den Cussler-Thrillern gibt, weswegen die Hommage an ihn bei vielen wahrscheinlich nur ein Achselzucken hervorrufen wird.

Angesichts dessen, was bisher in diesem Lustigen Taschenbuch abgeliefert wurde, kann man ansonsten recht zufrieden mit dem »Wettkampf der Worte« sein. Auch dieser Comic war vielleicht nicht der allergrößte Wurf, doch war er immerhin eine ganz nette Episode im immerwährenden Wettstreit zwischen Gustav Gans und Donald Duck. Zumindest wurden ein paar unverbrauchte Nuancen in ihr ewiges Duell gespeist. Dass man sich recht früh ausrechnen kann, auf welche Pointe die ganze Sache hinausläuft, ist dabei nicht schlimm, denn eine andere Erwartung hat man bei Gustav- und Donald-Geschichten schließlich nicht. So entschied sich schlussendlich eine unserer Mitarbeiterinnen, dem Comic die Note Zwei zu geben, während sich jeweils zwei von uns für die Noten Drei und Vier entschieden. Damit landeten wir hier immerhin beim Durchschnittswert 3,2. Nicht sonderlich gut, aber immerhin besser als alles, was es zuvor im Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 542 zu lesen gab.


Wie fandet ihr "Wettkampf der Worte"?
1
 
 182 (39,3%)
Schulnote 3
2
 
 125 (27,0%)
Schulnote 2
3
 
 52 (11,2%)
Schulnote 4
4
 
 49 (10,6%)
Schulnote 5
5
 
 34 (7,3%)
Schulnote 6
6
 
 21 (4,5%)
Schulnote 1
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Autorentags: Clive Cussler
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz