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Wir grüßen unseren neuesten User »Rudolf Weiss«!
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  Die Entenanalyse: Wenn das Sofa ruft
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Ein Comic noch, dann haben wir es endlich geschafft und können das 542. Lustige Taschenbuch hinter uns lassen. »Wohin des Weges, Phantomias?«, wie der seit dem 2. Februar erhältliche Band heißt, erwies sich bis hierhin als außergewöhnlich schwache Ausgabe. Die zuletzt von uns thematisierte Story Harte Schale, wundersamer Kern reihte sich in den Reigen der miesen Comics ein und wurde nicht nur von uns schlecht bewertet (Schulnote 4,6), sondern auch von euch ... und zwar noch einmal eine Stufe schlechter (bis dato Schulnote 5,18). Abgerundet wurde das Buch von einem Comic, dessen Name mehr oder weniger Programm ist, denn nach all den schlechten Geschichten würde man sich in der Tat gerne erstmal eine Runde hinlegen.

Wenn das Sofa ruft

Hierbei handelt es sich um einen äußerst jungen Comic: Gaja Arrighini dachte ihn sich im vergangenen Jahr aus, und Nicola Tosolini steuerte die Zeichnungen bei. Die Erstveröffentlichung des 26 Seiten langen Dreireihers erfolgte in der am 17. Juni 2020 erschienenen Ausgabe des italienischen Wochenmagazins »Topolino« unter dem Titel »Zio Paperone e la comoda tentazione«, der auf Deutsch »Onkel Dagobert und die angenehme Versuchung« bedeutet.

Worum geht es?

Dagobert Duck befindet sich gerade in zäh laufenden Verhandlungen mit drei potenziellen Geschäftspartnern, als ihm ein Lieferdienst ein Sofa herbeibringt. Dieses ist eigentlich an Donald adressiert, doch der Pechvogel war nicht daheim, und so wird das Sitzgerät beim nächsten Verwandten des Erpels im Matrosenanzug ausgeliefert.

Spoiler

Nachdem Dagobert das Sofa in seinem Büro aufstellen lässt und sich die drei Verhandlungspartner darauf setzen, werden diese so müde und friedlich, dass das Geschäft zu Dagoberts gewünschten Konditionen zustandekommt. Baptist empfiehlt Dagobert daraufhin, auch einmal auf der bequemen Couch Platz zu nehmen und ein wenig von ihrem Komfort zu profitieren, doch Dagobert bezeichnet ein solches Verhalten als »Gegenteil seines Lebensentwurfs«. Anschließend berichtet er von seiner Zeit am Klondike und spricht darüber, dass man dort ständig wach war. Nachdem dem reichsten Erpel der Welt dann aber auffällt, dass er seinen Glückszehner auch auf ein kleines Kissen gebettet hat, probiert er es doch mal mit dem Sofasitzen und schläft prompt ein. Danach ist er umso konzentrierter und emsiger bei der Arbeit. Donald kommt herbei, um das Sofa abzuholen, doch Dagobert verweist auf Donalds Schuldenliste und weigert sich, ihm die Chaiselongue zu übergeben. Als sich Donald immerhin mal kurz auf sein Sofa legt, empfindet er die Berührung als unangenehm. Und siehe da: In den Polstern befindet sich Geld. Es zeigt sich, dass es zum Schmuggel von Schwarzgeld genutzt wurde. Nachdem das Geld von der Polizei aus dem Sofa entfernt wird, hat Dagobert kein Interesse mehr daran, das Möbelstück zu behalten, und Donald kann es mitnehmen.

Die Einschätzung

Als wirklich gut kann man auch diesen Comic nicht bezeichnen, doch im Vergleich zu den meisten anderen Geschichten, die dem Leser in diesem Band geboten wurden, erweist sich die Story als eine der besseren. Positiv muss man hervorheben, dass die eigentliche Idee zum Comic mal eine ganz andere als gewohnt war, und es wurde hart daran gearbeitet, ein paar Dialoggags in die Sprechblasen zu pressen. Nicht jeder der Kalauer sitzt, doch die Quote ist ganz ordentlich. Schlussendlich zerfasert der Storyverlauf allerdings ein wenig. Dass sich das Ganze kurz vor Toresschluss nochmal in eine Schmuggelstory entwickelt, ist irritierend und passt nicht zum Rest des Comics. Und wirklich spannend ist die erzählte Geschichte letztlich auch nicht gerade. Dennoch: In diesem Band wurden bis dahin schon viel schlechtere Comics präsentiert. Am Ende vergaben vier Mitarbeiter unserer Webseite die Schulnote Drei, eine von uns entschied sich für eine Vier. Summa summarum landeten wir dadurch beim Durchschnittswert 3,2. Und würden wir in ein oder zwei Tagen nicht noch eine Zusammenfassung unserer Arkel zu diesem Band nachschieben, dann würden wir das Buch in diesem Moment in eine finstere und staubige Ecke unseres Bücherschranks legen und den Mantel des Schweigens für immer darüber hüllen.


Wie fandet ihr "Wenn das Sofa ruft"?
1
 
 146 (33,2%)
Schulnote 3
2
 
 123 (28,0%)
Schulnote 2
3
 
 90 (20,5%)
Schulnote 4
4
 
 46 (10,5%)
Schulnote 1
5
 
 18 (4,1%)
Schulnote 5
6
 
 17 (3,9%)
Schulnote 6
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz