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  Die Entenanalyse: Was für ein Theater!
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Seit einigen Tagen besprechen wir hier die Comics des 557. Lustigen Taschenbuchs, das den Titel »Spaß im Looping« trägt und seit dem 29. März im Handel ist. Nachdem es bisher über weite Strecken nicht viel Grund zum Jubeln gegeben hatte, setzte der von unseren fünf Testlesern zuletzt thematisierte Comic »Die Schwester der Sonne« ein Achtungszeichen, dass es doch besser geht. Unsere Besprechung findet ihr an dieser Stelle. Eure Meinung ist mit unserer praktisch deckungsgleich: Wir hatten die Schulnote 2,6 vergeben, der Schnitt eurer Abstimmung liegt bisher bei 2,59. Nun geht es mit Micky und Goofy weiter.

Was für ein Theater!

Knapp vier Jahre wurde gewartet, ehe man diese Geschichte ins Deutsche übertrug. Am 29. August des Jahres 2018 wurde sie im italienischen »Topolino«-Magazin abgedruckt. Der von Marco Bosco erdachte und von Giampaolo Soldati gezeichnete Dreißigseiter hieß damals »Topolino & Pippo e il torbido inganno«, was man mit »Micky Maus und Goofy und die trübe Täuschung« übersetzen kann.

Worum geht es?

Goofy und Micky proben für ein Theaterstück. Für ihre Freunde soll ihre Mitwirkung an dem Stück eine Überraschung sein, weswegen sie geheimhalten, was sie tun. Zur Aufführung gehört ein heftiger Streit zwischen den beiden Freunden. Da Goofy und Micky den Streit nicht realistisch hinbekommen, weist der Regisseur die beiden an, auch in ihrer Freizeit zu üben. Das führt zu heftigen Missverständnissen.

Spoiler

Klarabella beobachtet die beiden Freunde beim Einstudieren ihres Streits und hält den geschauspielerten Zwist für echt. Sie begibt sich zu Rudi und beschließt gemeinsam mit ihm, die beiden wieder zu versöhnen. Dazu lotsen sie die beiden unabhängig voneinander in ein Einkaufszentrum, um dort »zufällig« aufeinander zu treffen. Da Rudi kurzfristig zu einer Reparatur gerufen wird, kommen er und Goofy jedoch später als geplant, so dass Klarabella mit Micky Zeit überbrücken muss. In dieser Stunde verfolgt Micky Kater Karlo und wird von ihm in einer Abstellkammer des Einkaufszentrums eingesperrt. Klarabella findet ihn daraufhin nicht mehr, so dass der Plan nicht aufgeht. Wenig später kommt Minnie mit dem Zug von einer Reise an. Klarabella und Rudi holen sie vom Bahnhof ab, da es ihr nicht möglich war, Micky telefonisch zu erreichen, der in der Abstellkammer kein Netz hatte. Während Klarabella und Rudi Minnie über den Streit informieren, treffen Micky und Goofy aufeinander und rasen zum Bahnhof. Minnie ist jedoch nicht mehr da. Sie ist inzwischen mit Klarabella und Rudi zurück bei Mickys Haus. Dort kommt gerade der Theaterregisseur an, der durch ein paar unglückliche Formulierungen den Eindruck erweckt, er sei der Verursacher von Mickys und Goofys Streit ... und obendrein auch noch stolz darauf. Nun zoffen sich alle Beteiligten so sehr miteinander, dass der eintreffende Kommissar Hunter kurz davorsteht, sie zu verhaften. Zum Glück tauchen Micky und Goofy in dem Moment auf und stellen alles richtig. Der Comic schließt mit dem Theaterstück, das ein Erfolg wird.

Die Einschätzung

Tatsächlich handelt es sich bei »Was für ein Theater!« um den zweiten anständigen Comic hintereinander. Wenn man hier etwas bemängeln will, dann sind es allenfalls die Zeichnungen, deren Qualität auf eine etwas eigentümliche Weise schwankt. Auf der einen Seite gibt es hier schöne Detailzeichnungen, auf der anderen Seite sind einige Gesichter ganz schön verunglückt. Inhaltlich gibt es derweilen viel weniger Grund für Kritik. Die zugrundeliegende Storyidee ist frisch, unverbraucht und obendrein auch noch gut, und auch ihre Umsetzung ist gelungen. Wie hier eine Stafette an Missverständnissen hintereinander gestrickt wurde, um die Eskalationstreppe stufenweise immer weiter nach oben zu klettern, ist ziemlich schlau gemacht und funktioniert. Und obwohl es hier um Streitereien geht und es dabei so heftig zugeht, dass Charaktere kurz vor der Verhaftung stehen, wirkt das Ganze trotzdem irgendwie harmlos und nach einem Schöne-heile-Welt-Comic. Kurzum: Das Ganze ist nett und unterhaltsam. Am Ende vergaben zwei unserer Testleser die Note Zwei, der Rest die Note Drei. Damit landeten wir beim Durchschnitt 2,6. So unterschiedlich »Die Schwester der Sonne« und »Was für ein Theater!« auch sind, und so sehr ihre Stärken voneinander abweichen, die durch unsere Testleser vergebene Note ist die gleiche geworden.


Wie fandet ihr "Was für ein Theater!"?
1
 
 171 (42,6%)
Schulnote 3
2
 
 97 (24,2%)
Schulnote 2
3
 
 56 (14,0%)
Schulnote 4
4
 
 39 (9,7%)
Schulnote 5
5
 
 27 (6,7%)
Schulnote 1
6
 
 11 (2,7%)
Schulnote 6
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz