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  Die Entenanalyse: Voll im Einklang
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Am 19. Juli ist »Auf ins Meer!« erschienen, das 561. Lustige Taschenbuch. Seitdem haben euch unsere Testleser bereits vier der darin enthaltenen Comics vorgestellt. Zuletzt war der Comic »Perfekt vermasselt« an der Reihe, in dem es zu der ungewöhnlichen Kombination aus Dussel Duck und Gundel Gaukeley kam, was letztlich aber trotzdem zu einer eher generischen Storyline führte. Unsere Besprechung findet ihr, wenn ihr hier klickt. Während sich unsere Testleser auf die Schulnote 3,8 festlegten, seid ihr bislang ein Stückchen kritischer: Der Zwischenstand eurer Abstimmung liegt bei 4,05. Nun geht es mit einer Geschichte weiter, in der sich nahezu jeder bekannte schnabeltragende Entenhausener ein kurzes Stelldichein gibt.

Voll im Einklang

Rund drei Jahre ist »Voll im Einklang« alt. Der Comic entstammt dem italienischen Magazin »Topolino« und ist dort am 17. Juli 2019 veröffentlicht worden. Damals trug der Dreißigseiter den Titel »Paperino e il timbro cittadino«, was man mit »Donald Duck und der Klang der Stadt« übersetzen kann. Die Geschichte wurde von Matteo Venerus geschrieben und von Marco Palazzi gezeichnet.

Worum geht es?

Donald will seine Ruhe haben, doch alle Welt nervt ihn. Die Kinder demonstrieren mit einer Trompete gegen die Lärmverschmutzung, Dagobert verlangt, dass er für ihn einen Schatz sucht, Polizisten belästigen ihn wegen Vergehen, die er gar nicht getan hat ... und so weiter. Zudem lasten große Geldsorgen auf Donald. Zufälligerweise kommt Primus von Quack vorbei und bietet ihm einen ruhigen Job im Museumsarchiv an. Donald nimmt ihn an, und das hat ungeahnte Folgen.

Spoiler

Durch ein Missgeschick stößt Donald im Archiv auf ein Dokument, durch welches Primus herausbekommt, welchen Sinn und Zweck ein Apparat aus dem 19. Jahrhundert hat, den ein Wissenschaftler namens Lauscher einst gebaut hatte. Wie sich zeigt, handelt es sich um ein Tonaufnahmegerät, mit dem die Klänge des damaligen Entenhausens festgehalten wurden. Bei einer Vorführung spielt Primus dem Publikum zahlreiche Töne vor, durch welche das einstige Entenhausen auf akustische Weise wieder lebendig wird. Nur ein Klang kann nicht identifiziert werden, woraufhin sich ganz Entenhausen Gedanken darüber macht, was es für ein Sound sein könnte. In den folgenden Tagen sammeln die Einwohner fleißig Geräusche und entwerfen ihre eigenen Interpretationen über die Herkunft des Tons. Anschließend suchen sie Primus und Daniel Düsentrieb auf, die computergestützt abgleichen, ob die entwickelten Ideen mit dem Ton übereinstimmen. Nichts scheint zu passen, den Entenhausener genügt jedoch eine anteilige Übereinstimmung, um sich selig zu fühlen. Schlussendlich ist der müde Donald derjenige, der auf die Lösung kommt: Es handelt sich um das Schnarchgeräusch »Ratzepüh«. Nachdem man nun endgültig vollumfänglich weiß, wie das Entenhausen von früher klang, empfiehlt Primus, sich nun auf die heutigen Geräusche der Stadt zu konzentrieren, woraufhin eine Stafette an Szenen aus der Gegenwart folgt. Nur einem ist alles egal: Donald stopft sich Ohrstöpsel in die Ohren und legt sich in seine Hängematte.

Die Einschätzung

«Voll im Einklang« ist vor allem eines: voll anstrengend. Einerseits wird die Geschichte extrem hektisch erzählt, es wurden alle möglichen Stadtbewohner für Cameo-Auftritte hineingestopft, ohne dass es einen richtigen Wert hat, es vermittelt den Eindruck, hier ginge es auf Teufel komm raus um Quantität statt Qualität, und was storytechnisch unter allem darunter das Fundament bildet, ist äußerst mager. Wer soll das bitteschön spannend oder interessant finden? Und was soll der Nonsens mit den Übereinstimmungen mit dem gesuchten Geräusch? Das »Ping« einer Wünschelrute beim Goldfinden stimmt zu 84 Prozent mit »Ratzepüh« überein, »Bumm-di-Bumm« zu 91 Prozent und »Waff« zu 91,5 Prozent!? Auch nur halbwegs zündenden Humor findet man indessen zwischen all den unsinnigen Klangworten, den in ihren eigenen Blasen schwebenden Entenhausenern und dem Wirrwarr an aneinandergereihten Segmenten überhaupt nicht. Sorry, wir wissen nicht, was dieser Comic hier überhaupt für einen Sinn verfolgte. Für die Verschwendung der Lebenszeit unserer Testleser setzte es viermal die Schulnote Fünf und einmal die Sechs, womit wir hier im Durchschnitt bei 5,2 gelandet sind. Da wäre es besser gewesen, Donald wäre von Anfang an auf seinem Sofa liegengeblieben, hätte dreißig Seiten lang durchgeschlummert und uns in Ruhe weiterblättern lassen.


Wie fandet ihr "Voll im Einklang"?
1
 
 172 (42,0%)
Schulnote 6
2
 
 98 (23,9%)
Schulnote 5
3
 
 60 (14,6%)
Schulnote 4
4
 
 48 (11,7%)
Schulnote 3
5
 
 23 (5,6%)
Schulnote 2
6
 
 9 (2,2%)
Schulnote 1
An der Umfrage haben 410 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz