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  Die Entenanalyse: Verschollen im Schnee
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Seit einigen Tagen besprechen wir hier die Comics, die im 553. Lustigen Taschenbuch abgedruckt wurden. Der Band trägt den Titel »Wie alles begann ...« und ist seit dem 7. Dezember im Handel. Zuletzt haben wir hier die Story »Einmal Gauner, immer Gauner« thematisiert, die zur Reihe »Aus dem Entenhausener Kurier« gehört. Ihr findet den zugehörigen Artikel an dieser Stelle. Eure Abstimmung stimmt erneut nahezu punktgenau mit unserer Wertung überein (2,83 ist der bisher von euch erreichte Schnitt, wir hatten eine 2,8 vergeben). Im nächsten Comic geht es nun wieder vom verschneiten Klondike zurück ins verschneite Entenhausen.

Verschollen im Schnee

26 Seiten ist dieser Dreireiher lang, der am 30. Dezember des vergangenen Jahres erstmals im italienischen Magazin »Topolino« abgedruckt worden war. Damals hieß das gute Stück »Topolino e la neve dispersiva«, was man offenbar mit »Micky Maus und der zerstreuende Schnee« übersetzen kann. Die Idee zu dem Ganzen hatte Marco Bosco, für die zeichnerische Umsetzung war Carlo Limido zuständig.

Worum geht es?

Wie schon im Comic Der Eisstern, so ist Entenhausen auch in dieser Geschichte von massiven Schneefällen betroffen. Micky begegnet auf der Straße Goofy, der gerade mit einem Motorschlitten seines Uronkels unterwegs ist und andere Einwohner der Stadt kostenfrei herumkutschiert. Die beiden vereinbaren, später am Tag gemeinsam herumzufahren. Zuvor begegnet Micky jedoch erstmal Rudi Ross, der sich seltsam kindisch verhält und scheinbar nicht bei Sinnen ist. Sicherheitshalber bringt er ihn zur Polizei. Dort erfährt er, dass der Bürgermeister verschwunden ist.

Spoiler

Der Politiker ist in eine U-Bahn eingestiegen und seitdem nicht mehr aufgetaucht. Videoaufzeichnungen geben keinen Aufschluss. Ehe Micky und Kommissar Hunter etwas herausbekommen können, erfahren sie, dass zwölf weitere Entenhausener verschwunden sind. Auf dem Weg zurück zum Polizeipräsidium fahren sie an Kater Karlo und Schnauz vorbei, die gerade einen Fischzug vorhaben, aufgrund der hohen Schneedecke jedoch zu erschöpft sind, um überhaupt zum Zielobjekt ihres Verbrechens zu gelangen. Zu ihrem Glück hält Goofy gerade mit seinem Schneemobil in der Nähe. Sie schubsen ihn in den Schnee, stehlen sein Gefährt und fahren damit von dannen. Goofy wird von Micky und Hunter aufgelesen. Zurück im Polizeirevier stellen sie fest, dass Rudi Ross wieder bei Sinnen ist. Goofy merkt an, dass er Rudi früher am Tag mit seinem Schneemobil herumgefahren hat. Auch den Bürgermeister hat er kutschiert, und die Zahl der übrigen verschwundenen Entenhausener entspricht genau der Zahl seiner übrigen Fahrgäste. Der Bürgermeister taucht wenig später von selbst wieder auf: Er schwebt in dem gleichen Delirium, in dem sich Rudi zuvor befunden hatte, und er hat lediglich einen Kakao in einer Bar genossen. Der Motorschlitten wird kurz darauf verlassen aufgefunden, und das Handbuch des Gefährts bietet des Rätsels Lösung: Der Schlitten hat eine Art magischen Motor, der hochtelepathische Schwingungen aussendet und Leute dazu verleitet, den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen und das Leben zu genießen. Das erklärt auch, warum Karlo und Schnauz nicht mehr am Schneemobil zu finden waren: Sie haben ihren Fischzug kurzerhand abgeblasen und sind - im Delirium - rodeln gegangen.

Die Einschätzung

Was man mit »Verschollen im Schnee« zu lesen bekommt, kann man als eine ziemlich harmlose Heile-Welt-Geschichte bezeichnen. Das fängt bei dem eingeschneiten Entenhausen an, denn die Stadt erstrahlt in einer weißen Winterromantik, wie man sie in der richtigen Welt nur noch selten zu Gesicht bekommt ... zumindest in den hiesigen Breitengraden. (Wer weiß, womöglich strafen uns die kommenden Monate Lügen.) Harmlos und beschaulich ist nicht nur die Kulisse, auch der »Kriminalfall«, so man diesen denn überhaupt als solchen bezeichnen kann, könnte kaum harmloser sein. Dass Goofys Gefährt der Schlüssel zu allem sein würde, ist bereits ab dem Moment klar, in dem es erstmals auftaucht ... denn sonst hätte man es nicht in die Geschichte hineingeschrieben. Und natürlich ist eine Höllenmaschine, durch welche die Einwohner dazu verleitet werden, Schneemänner zu bauen, Kakao zu trinken und rodeln zu gehen, keine wirkliche Höllenmaschine. ;) Tja, und so kommt trotz der Tatsache, dass hier Personen vorübergehend verschwinden, keine wirkliche Spannung auf. Muss aber natürlich auch nicht, denn schließlich haben Disney-Comics nicht die Aufgabe, brenzlige Situationen heraufzubeschwören, sondern sie sollen manchmal auch einfach nur den Bauch des Lesers pinseln. Das macht »Verschollen im Schnee« ganz ordentlich, wenngleich es sich natürlich nicht um einen Comic handelt, der lange in Erinnerung bleiben wird. Von einer Mitarbeiterin gab es dafür die Note Zwei, dreimal wurde eine Drei vergeben, und einer unserer Testleser vergab eine Vier. Damit landeten wir hier im Schnitt bei der Schulnote 3,0.


Wie fandet ihr "Verschollen im Schnee"?
1
 
 133 (36,6%)
Schulnote 3
2
 
 76 (20,9%)
Schulnote 2
3
 
 59 (16,3%)
Schulnote 6
4
 
 48 (13,2%)
Schulnote 4
5
 
 28 (7,7%)
Schulnote 5
6
 
 19 (5,2%)
Schulnote 1
An der Umfrage haben 363 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz