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  Die Entenanalyse: Verschollen im ewigen Eis
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Vor einigen Wochen hatten wir an dieser Stelle fünf Mitarbeiter unserer Seite das 515. Lustige Taschenbuch lesen lassen, und wir waren zu einem zufriedenstellenden Fazit gekommen, wie ihr nach wie vor an dieser Stelle nachlesen könnt. Seit dem 29. Januar gibt es nun einen neuen Band, nämlich die Nummer 516, die den Titel »Frost in der Post« trägt. Benannt wurde sie so, weil sie vier »eiskalte« Geschichten trägt. Dazu zählt der Auftaktcomic, und diesen haben wir nun von unserem Quintett lesen lassen.

Verschollen im ewigen Eis

Hierbei handelt es sich um eine von zwei Geschichten, die speziell für dieses Buch und seine anderen europäischen Ableger geschrieben wurden. Die andere ist die Abschlussgeschichte »Koloss auf Kufen«, der Rest entstammt den italienischen Magazinen »Topolino« und »Paperink«. Der dreißig Seiten lange Dreireiher wurde von Peter Snejbjerg geschrieben und von Giorgio Cavazzano gezeichnet. Der dänische Originaltitel lautete »Den forbandede is«, zu Deutsch »Das verfluchte Eis«.

Worum geht es?

Beim Ausmisten von Dagobert Ducks alten Expeditionsausrütungen wird ein Anorak zerrissen, und so zeigt sich, dass im Inneren eine Karte befindet, die den Weg zu einem Schiff namens »Annabelle« weist, mit dem Dagobert Duck als junger Erpel - als Matrose - unterwegs war. Damals schipperte er im Schlepptau eines Professors durch die Arktis. Nachdem eine Inuit-Schamanin von einem goldenen Meteoriten berichtet hatte, der in der Nähe niedergegangen war, suchte das Expeditionsteam nach dem guten Stück und fand es. Es ließ die Finder jedoch vollkommen durchdrehen: Die Matrosen hielten sich für den Weihnachtsmann, Dagobert versuchte den Meteoriten auszubrüten, und schlussendlich vertrieb der Professor alle anderen von seinem Schiff. Fortan sah man den Professor und die »Annabelle« nie wieder, sie blieben offenbar im ewigen Eis. Nun plant Dagobert, die Stelle - und vor allem den goldenen Meteoriten - zu finden.

Spoiler

Dagobert bricht mit Donald in Richtung Arktis auf, und die Panzerknacker, die ihn zuvor abgehört hatten, folgen ihm. Dort angekommen, nutzen die Ducks einen Hundeschlitten, während die Panzerknacker einen motorisierten Schlitten stehlen. Bei Dagobert und Donald kommt es zu mehreren Missgeschicken, etwa dem Verlust ihres Proviants, was die Panzerknacker jedes Mal sofort ausbügeln, damit ihnen die Ducks den Weg zum Gold weisen. Dagobert und Donald finden das Wrack der »Annabelle«, das im Eis festhängt. Auch den goldenen Klumpen finden sie, woraufhin Dagobert sofort wieder durchdreht, sich darauf setzt und beginnt, ihn auszubrüten. Als Donald wegrennt, um ein Seil zu suchen, prallt er mit einem verwilderten Mann zusammen und wird gemeinsam mit ihm von den Panzerknackern in eine Falle geworfen. Die Panzerknacker schnappen sich daraufhin den Goldklumpen und verduften mit ihm. Der verwilderte Mann entpuppt sich als der Professor, und dieser sorgt dafür, dass sie aus der Falle entkommen. Die Panzerknacker drehen indessen durch und bauen mit ihrem Schneemobil einen Unfall. Der Meteorit stürzt dabei unwiederbringlich ins Meer. Die Ducks und der Professor stellen den Panzerknackern in einem Ballon nach und nehmen den kleinen Eisberg, auf dem diese inzwischen festsitzen, ins Schlepptau, höchstwahrscheinlich um sie der Polizei übergeben zu können.

Die Einschätzung

Dass es mit den Ducks auf Schatzsuche losgehen würde, war von Anfang an eine positive Nachricht, denn viele der Storys, die sich genau mit diesem Thema beschäftigen, wissen zu überzeugen. Und auch diese hier ist zumindest deutlich besser als Die Cyberbrille, die Titelgeschichte des vorausgegangenen Lustigen Taschenbuchs. Das Ganze ist von vorn bis hinten gut durchdacht, verläuft nicht geradlinig und ist doch bis zum Ende hin komplett schlüssig. Schön gezeichnet ist das Ganze ebenfalls, und die amüsanten Momente sind genau an den richtigen Stellen eingestreut. Auf der anderen Seite ist es natürlich nicht mehr so ganz neu im Duck-Universum, dass ein gesuchter Schatz seine Finder komplett durchdrehen lässt, und auch ein paar andere Elemente, etwa die, dass der verschollene Professor natürlich nach wie vor in der Nähe des großen Goldklumpens verharrt, wirken so, als habe man sich aus anderen Geschichten bedient ... wenngleich wir Beispiele für die Vorlagen ad hoc nicht benennen könnten. Trotz der bekannten Elemente war dies hier ein ganz ordentlicher und unterhaltsamer Auftakt in das neue Lustige Taschenbuch, und so gab es von zwei unserer Mitarbeiterinnen am Ende die Schulnote Zwei, einmal wurde die Drei vergeben, und zweimal die Vier. So landeten wir summa summarum beim Durchschnittswert 3,0.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz