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  Die Entenanalyse: Verfolgungswahn
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Beinahe hatten wir schon befürchtet, dass das aktuelle Lustige Taschenbuch gar keine guten Geschichten enthalten würde, doch dann kam »Der Börsenmagier« und belehrte uns eines Besseren. Die Story war vielleicht nicht sonderlich spannend, aber sie versorgte den Leser mit einem wohligen Gefühl, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Nun haben wir mit dem nächsten Comic weitergemacht, der in der Nummer 511 abgedruckt wurde, die »Gauner im Goldrausch« heißt und seit dem 11. September im Handel ist.

Verfolgungswahn

Nicht weniger als anderthalb Jahrzehnte ließ man verstreichen, ehe diese Geschichte ins Deutsche übersetzt wurde: Bereits am 21. September 2014 erfolgte der Erstabdruck im italienischen Magazin »Topolino«. Der Originaltitel des zwanzig Seiten langen Dreireihers lautete »Manetta e il segreto di Squint il Grimaldello«, was - unter Anpassung der Namen der Protagonisten - »Issel und das Geheimnis von Falco, dem Fuchs« heißt. Die Idee zur Geschichte stammt von Rudy Salvagnini und wurde von Carlo Limido zeichnerisch umgesetzt.

Worum geht es?

Kurz vorm Heimgehen von der Arbeit bemerkt Kommissar Hunter, dass Inspektor Issel noch auffällig engagiert bei der Sache ist. Er geht ihm hinterher und erfährt, dass Issel dem kürzlich aus dem Gefängnis entlassenen Fassadenkletterer Falco nachspioniert, da er davon ausgeht, dass er etwas im Schilde führt. Kommissar Hunter schließt sich seinem Kollegen kurzerhand an.

Spoiler

Die beiden Spürnasen folgen Falco durch ein paar Straßenzüge, dann sehen sie, dass er sich umgekleidet hat und Pizzas ausliefert ... oder dass er so tut, als würde er Pizzen ausliefern, wie die Polizisten vermuten. Da Falco Verdacht schöpft, beschließen Issel und Hunter, sich zu verkleiden. Das tun sie, indem sie ihre Klamotten tauschen (und sie dabei nach und nach beschädigen). Falco läuft wenig später im Aufzug eines Nachtwächters herum, wenig später zieht er sich ein weiteres Mal um. Die Ermittler tauschen alsbald ihre Kleidung zurück, um sich abermals »unerkenntlich« zu machen, sie tragen also fortan das gleiche wie üblich. Falco geht in ein größeres Haus, und ihm folgen einige zwielichtig aussehende Gestalten. Hunter und Issel gehen ihnen nach, lauschen an der Tür, hinter der sich alle verbergen ... und stürzen aufgrund ihres Gewichts durch die Tür hindurch. Sie landen in der Vorlesung »Buchhaltung für Fortgeschrittene« einer Abendschule. Falco zerrt sie nach draußen und verrät ihnen, dass er sei Leben in den Griff bekommen will, dies jedoch heimlich tun muss, um nicht von seinen alten Komplizen gehänselt zu werden. Da es einen furchtbaren Eindruck auf seine Mitschüler gemacht haben muss, dass er mit zwei Polizisten aus dem Vorlesungssaal gegangen ist, fordert er Issel und Hunter dazu auf, ebenfalls an dem Kurs teilzunehmen und so zu tun, als sei das der Grund gewesen, aus dem sie hierher gekommen sind. Zähneknirschend drücken die beiden fortan die Schulbank.

Die Einschätzung

Bei Inspektor-Issel-Geschichten ist es ja so, dass man immer eine gewisse Grundskepsis hegt, denn so amüsant er als Nebenfigur manchmal auch sein mag, überzeugt er nur selten in den Comics, in denen er die Hauptrolle spielt. Auch dieser Comic hier ist nicht sonderlich gut. Das liegt zum einen an der Berechenbarkeit: So auffällig, wie hier der Verdacht erweckt werden sollte, dass Falco etwas Böses vorhat, konnte man praktisch von Anfang an erahnen, dass es sich um eine falsche Fährte handeln würde, zumal es bei einem Issel-Comic wie diesem klar war, dass das alles auf einen Schlussgag hinaus geschrieben sein würde. Zum anderen werden hier Hunter und selbst Issel einfach eine Spur zu dumm dargestellt - Klamotten wechseln und zurückwechseln zur Tarnung ... wirklich!? Gerade im Fall von Hunter ist es einfach unpassend, ihn in eine Rolle zu stecken, die auf dem geistigen Niveau von Dussel Duck oder Sergei Schlamassi rangiert. Trotz allem: Allzu schlecht ist die Geschichte dann auch wieder nicht, denn zum einen ist sie rasch wieder vorbei, zum anderen ist sie dann okay, wenn man nach etwas sucht, das so albern wie möglich ist. Am Ende gab eine unserer Mitarbeiterinnen dem Comic die Note Drei, drei von uns gaben ihm die Vier, und einer gab ihm eine Sechs. Damit stand am Ende der Durchschnittswert 4,2 zu Buche.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz