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  Die Entenanalyse: Unter Dinos
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Vor ein paar Wochen hatten wir hier die Comics des 548. Lustigen Taschenbuchs durchgesprochen, und um es vorsichtig auszudrücken: So richtig begeistert waren wir nicht davon. Eine Dagobert-Duck-Story, in der es der reichste Erpel der Welt mit einer außergewöhnlich geizigen Besucherin aus Schottland zu tun bekommt, war noch halbwegs okay, über den Rest sollte man größtenteils besser den Mantel des Schweigens legen. Eine Übersicht unserer Artikel zu den Comics aus »Höher schneller weiter!« findet ihr an dieser Stelle. Am Dienstag ist nun ein neuer Band erschienen, nämlich die Nummer 549 mit dem Titel »Unter Dinos«. Wieder haben wir fünf Mitarbeiter darauf angesetzt, und mit der Titelgeschichte haben sie losgelegt.

Unter Dinos

Hierbei handelt es sich um den einzigen Comic dieses Bandes, der nicht dem italienischen Magazin »Topolino« entnommen wurde. Stattdessen entstammt er der Feder von Carol McGreal und ihrem Ehemann Pat, und er ist gleichzeitig Letzterem gewidmet. McGreal, der mehr als fünfhundert Disney-Geschichten verfasst hat, starb am 31. Mai. Der dreißig Seiten lange Dreireiher wurde von Giorgio Cavazzano zeichnerisch umgesetzt.

Worum geht es?

Tick, Trick und Track sind mit ein paar anderen Fieselschweiflingen und dem »Oberstmeermeister« auf hoher See unterwegs, um sich ein paar Medaillen zu verdienen. Ein Sturm zieht auf, und die drei Ducks (sowie zwei weitere Jungs) gehen über Bord. Da ihr Schiff weiterfährt (was ist der Oberstmeermeister bitteschön für ein mieser Pfadfinder?), bleibt das Quintett auf einem Schlauchboot inmitten des Nirgendwos zurück.

Spoiler

Ein griesgrämiger Kapitän sammelt die Kinder auf und verpflichtet sie dazu, ihn als seine Mannschaft zu einer Insel zu begleiten, die nur auf einer uralten Karte verzeichnet ist und die scheinbar niemand kennt. Er erhofft sich, dort irgendetwas Verborgenes zu finden. Hinter einer dicken Nebelbank stoßen die unfreiwilligen Matrosen tatsächlich auf die Insel. Dort finden sie Dinosaurier in allen Formen, die überleben konnten, da sich die Lebensbedingungen auf der Insel »seit der Urzeit« nicht verändert haben. Als zwei Velociraptoren auftauchen, werden zwei der Ducks und einer der beiden anderen Jungs vom Rest der Gruppe getrennt. Sie stoßen auf eine Höhle, in der sich ein Hadrosaurus mit einem mäßig funktionierenden Sprechapparat und ein wunderlicher Wissenschaftler namens Doktor Dropskau befinden. Letzterer erlitt zwei Jahrzehnte zuvor hier Schiffbruch und widmet sein Leben seitdem dem Schutz der Dinosaurier vor dem Rest der Welt. Nach all der langen Zeit ist er froh, endlich mal wieder Menschen (bzw. Enten) zu sehen. Der Kapitän und die anderen Kinder haben es indessen mit einem Tyrannosaurus Rex zu tun. Der knurrige Erwachsene rettet die Kinder durch große Opferbereitschaft. Zu seinem Glück hat Doktor Dropskau sämtliche Echsen in Veganer umerzogen, so dass ihm der Tyrannosaurus nichts antut. Am Ende treffen alle wieder zusammen. Der Kapitän wirkt nun nicht mehr griesgrämig, sondern geläutert. Schlussendlich wird festgelegt, dass der Kapitän auf der Insel bleibt, da er Menschen ohnehin nicht leiden kann, Tiere dafür umso mehr, während Dropskau mit den Kindern zurück in die Zivilisation schippert und dort wieder ein »normales« Leben aufnimmt.

Die Einschätzung

Eine abgeschiedene Insel, auf der es noch Dinosaurier gibt, hat man so etwas schon mal gehört?

Äh ...

Natürlich hat man das. Vermutlich schon hunderte Male, und es würde uns sehr wundern, wenn es bisher noch keinen Comic mit den Ducks gegeben hat, der einen ähnlichen Ansatz hatte. Nebel der die Insel umgibt, ein Unwetter, das Personen einen Schiffbruch erleiden lässt ... ja, auch das kennt man alles schon zur Genüge. Und dennoch ist »Unter Dinos« ein ganz ordentlicher Comic geworden. Dies ist auch (und insbesondere) der Tatsache zu verdanken, dass die McGreals mit dem Kapitän und dem Wissenschaftler zwei Charaktere geschaffen haben, die der üblichen Dino-Insel-Story neue Würze geben. Nicht alles daran ist logisch und schlüssig, aber da es sich hier um einen Dinosaurier-Comic handelt, muss man das eh nicht so eng sehen. Durch rasche Schnitte wirkt der Comic sehr dynamisch (wenngleich man diese ein Stück besser hätte kennzeichnen können), es gibt eine ordentliche Zahl spannender Momente, und die Zeichnungen überzeugen auf der ganzen Linie. Kurzum: Ein anständiger Einstieg in den neuen Band. Am Ende entschieden sich zwei unserer Mitarbeiterinnen, ihn mit der Note Zwei zu bewerten, während sich die anderen drei für eine Drei entschieden. Im Schnitt landeten wir damit bei der Schulnote 2,6 ... und das hätten wir von einer Dinosaurier-Story nicht erwartet, denn das Thema Riesenechsen wurde in den vergangenen Jahrzehnten in allen Arten von Unterhaltungsmedien gehörig ausgereizt.


Wie fandet ihr "Unter Dinos"?
1
 
 105 (25,3%)
Schulnote 5
2
 
 90 (21,7%)
Schulnote 1
3
 
 67 (16,1%)
Schulnote 4
4
 
 57 (13,7%)
Schulnote 2
5
 
 51 (12,3%)
Schulnote 6
6
 
 45 (10,8%)
Schulnote 3
An der Umfrage haben 415 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz