Diese Website nutzt Cookies, nähere Infos finden Sie hier. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass sie Cookies verwendet. 
44.843 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »Legolas4«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
  Die Entenanalyse: Unruhe in der Unterwelt
Werbung:
Dieser Tage lassen wir fünf Unterstützer unserer Webseite die Comics des 539. Lustigen Taschenbuchs lesen, das seit dem 10. November im Handel ist und den Titel »Zurück am Tatort Entenhausen« trägt. Nachdem der Band mit zwei fürchterlichen Krimi-Crossover-Geschichten begonnen hatte, waren wir zuletzt vom Comic »Phantomias - Der Film« etwas versöhnlicher gestimmt worden, wenngleich auch diese Story nicht unbedingt überragend war, wie ihr an dieser Stelle nach wie vor nachlesen könnt. Nun ging es mit der Panzerknacker AG weiter.

Unruhe in der Unterwelt

Für einen Comic, der dem »Topolino« entnommen wurde, ist dieser hier erstaunlich neu: Er wurde in der Ausgabe vom 18. März 2020 des italienischen Wochenmagazins erstveröffentlicht. Damals trug der zwanzig Seiten lange Dreireiher den Titel »La Banda Bassotti e la concorrenza di quartiere«, was zu Deutsch »Die Panzerknacker-Bande und die Konkurrenz aus der Nachbarschaft« bedeutet. Die Idee zu der Geschichte stammt von Gabriele Panini, für die zeichnerische Umsetzung war Carlo Limido zuständig.

Worum geht es?

Die Panzerknacker werden von der Polizei verfolgt und können diese nur abschütteln, indem sie ihr das wichtige Einbruchswerkzeug vor die Füße werfen, so dass die Gesetzeshüter ins Straucheln kommen. Zurück in ihrem Versteck ärgern sich die Ganoven darüber, dass all ihre Aktionen zum Scheitern verurteilt sind, seitdem die Anzahl der Polizeistreifen in ihrer Gegend verdoppelt wurde. Dazu ist es gekommen, weil zwei neue unbekannte Gangster in ihrer Nachbarschaft aufgetaucht sind, die offensichtlich als besonders gefährlich angesehen werden. Die Panzerknacker beschließen daraufhin, die beiden Neuen aus dem Weg zu räumen, damit sich wieder die alten Verhältnisse einstellen.

Spoiler

Um herauszufinden, wer die beiden neuen Gangster überhaupt sind, begeben sich die Panzerknacker in die Kneipe »Allerletzte Spelunke«, um sich umzuhören. Der Barkeeper knöpft ihnen Geld ab, ohne brauchbare Informationen zu liefern, und von den anderen Gästen setzt es lediglich Schläge. Für (mehrere) weitere Geldzahlungen erklärt sich der Barkeeper bereit, das Gerücht in Umlauf zu bringen, dass die Panzerknacker neues Einbruchswerkzeug kaufen wollen. Ziel ist es, dass die beiden Neuen darauf anspringen und auf sie zukommen, um ihnen das Werkzeug zu verkaufen. Opa Knack postiert sich dazu im Park, während die anderen Panzerknacker mit einem Funkgerät Kontakt zu ihm halten sollen. Das Funkgerät kaufen sie zuvor zwei zwielichtigen Gestalten ab. Schlussendlich kommt kein Anbieter von Einbruchswerkzeug, und obendrein stellt sich das Funkgerät als Attrappe heraus. Dadurch bemerken die Panzerknacker, dass die beiden Verkäufer des angeblichen Funkgeräts die gesuchten neuen Ganoven sein müssen. Sie stellen die beiden und liefern sich anschließend eine Verfolgungsjagd mit ihren Autos. Auch andere Gangster beteiligen sich daran, da alle die Neuen aus dem Weg haben wollen. Schlussendlich prallen alle Autos gegeneinander, woraufhin die Polizei ganz in Ruhe alle am Unfall beteiligten Verbrecher verhaften kann.

Die Einschätzung

Leider entpuppt sich auch diese Geschichte als nicht sonderlich gut, allein schon deshalb, weil sie einige erzählerische Lücken enthält. So erschließt sich beispielsweise der Plan Opa Knacks nicht, der die beiden neuen Gangster dazu bringen soll, sie wegen des Werkzeugs im Park zu treffen. Wieso hätten die beiden Männer kommen sollen? Woher hätte Opa Knack wissen sollen, dass die beiden Verbrecher überhaupt ein Interesse daran hegen, Einbruchswerkzeug zu verkaufen? Vieles an der Geschichte funktioniert einfach nur nach einem Zufallsprinzip, etwa die tatsächliche Begegnung mit den beiden Rivalen, und das »dramatische Finale« in Form der Verfolgungsjagd wirkt eigentümlich in die Story hineingezwungen. Auch die Beteiligung der anderen Gangster an der Jagd ergibt keinen Sinn, insbesondere des Barkeepers, der ja offensichtlich keine Probleme durch die beiden Neuen hatte, sondern weiter gut Zaster machte. So bleibt am Ende als einziger wirklicher Pluspunkt der Geschichte, dass sie ziemlich schön gezeichnet ist. Letztlich ist das Ganze nicht so enttäuschend wie die beiden Auftaktcomics, zumal diese Story hier mit ihren zwanzig Seiten recht zügig vorbei ist, aber von einem guten Comic kann leider nicht die Rede sein. Eine unserer Mitarbeiterinnen entschied sich am Ende für die Schulnote Drei, der Rest für eine Vier, so dass summa summarum der Durchschnittswert 3,8 zu Buche stand.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz