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  Die Entenanalyse: Tierisch gute Ferien
Einen haben wir noch: Der letzte Comic des 561. Lustigen Taschenbuchs, das »Auf ins Meer!« heißt und seit dem 19. Juli erworben werden kann, war bis dato noch nicht von unseren Testlesern besprochen worden. Zuletzt hatten sie mit »Diss-Harmonie« den vorletzten Beitrag unter die Lupe genommen. Obwohl die Vorzeichen nicht sonderlich gut waren, erwies sich die Geschichte rund ums Rap-Business als ganz ordentlich, wie ihr nachlesen könnt, wenn ihr hier klickt. Eure Abstimmung ist bisher (Schulnote 2,84) leicht kritischer ausgefallen als unsere Einschätzung (Schulnote 2,6), bewegt sich aber im gleichen Bereich. Zum Abschluss kommt es nun zur ungewöhnlichen Kombination aus Franz Gans und Dussel Duck.

Tierisch gute Ferien

Dieser Comic ist schon satte acht Jahre alt. Die dreizehn Seiten umfassende Kurzstory wurde am 29. Juli 2014 im italienischen »Topolino«-Magazin abgedruckt und trug damals den Titel »Paperoga e la vacanza di Billy«, was man mit »Dussel Duck und der Urlaub mit Billy« übersetzen kann. Alberto Savini steuerte den Plot bei, Nicolino Picone sorgte für die zeichnerische Umsetzung.

Worum geht es?

Dussel Duck besucht Oma Ducks Bauernhof, auf dem sich nur Franz Gans und der kleine Ziegenbock Billy befinden. Er sucht hier nach der Erstausgabe einses Magazins namens »Flotte Ferien auf dem Bauernhof« ... warum auch immer. Franz hat kein Exemplar, einigt sich jedoch mit Dussel darauf, gemeinsam mit ihm in den Urlaub zu fahren. Das Besondere daran: Billy soll mitkommen.

Spoiler

In der Ferienanlage angekommen, erfahren Franz und Dussel, dass sämtliche Tiere mit Ausnahme von Hunden, Katzen und kleinen Vögeln verboten sind, obwohl es allgemein hieß, Haustiere seien erlaubt. Kurzerhand »verkleidet« Dussel Billy als »Eskimokatze« ... und zwar lediglich durchs Ankleben eines puscheligen Schwanzes und einiger Barthaare. Man schafft es, aufs Gelände zu gelangen, doch da Billy in den Pool springt und seine Verkleidung dabei verliert, fliegen sie schnell wieder raus. Da ihnen dadurch eine Zaubershow entgehen würde, die für den Abend geplant war, schleichen sie sich später noch einmal zurück aufs Gelände. Die Show beginnt, doch hier läuft etwas falsch: Der Zauberer hat einen Zwillingsbrunder, und während einer von beiden Tricks aufführt, begibt sich der andere zu den Ferienhäusern, um sie auszuräumen. Dabei wird er von Billy gesehen, der gerade wieder im Pool gelandet ist, und er wird von ihm attackiert. Er flüchtet vor dem kleinen Bock und rennt mitten in die noch laufende Zuabershow hinein. Als ihm Billy einen Hieb versetzt, verliert er zahlreiches gestohlenes Geschmeide. Dadurch begreifen die Zuschauer, was hier gespielt wird. Dussel und Franz dürfen zum Dank für die geretteten Wertgegenstände in der Ferienanlage wohnen, Dussel erhält eine Erstausgabe von »Flotte Ferien auf dem Bauernhof«, und auch Billy darf nun hier wohnen. Die beiden Zaubererzwillinge müssen ihn zur Strafe für ihre Taten bedienen.

Die Einschätzung

Zwei Dinge springen sofort ins Auge, eines davon positiv, das andere negativ. Gut ist, dass mit der Kombination aus Franz Gans und Dussel Duck ein Duo gewählt wurde, das man noch nicht ständig vor die Nase bzw. den Schnabel gesetzt bekommen hat. Ganz und gar nicht gut sind indessen die Zeichnungen, denn mit Ausnahme von Dussel sehen die Gesichter aller Beteiligten wiederholt ziemlich vermurkst aus. Neben diesen beiden offensichtlichen Sachen gibt es dann auch noch die Punkte, die sich nach und nach abzeichnen, insbesondere die vollkommene Absurdität der Idee, die sich Alberto Savini da ausgedacht hat. Irritierend ist schon mal, dass Oma Ducks Bauernhof völlig entvölkert ist und weder Dorette noch sämtliche Tiere mit Ausnahme von Billy anwesend sind, die Idee eines Urlaubs mit Bock ergibt wenig Sinn, die Verkleidungsversuche sind absolut nicht witzig, und die »Kriminalstory« rund um die beiden diebischen zaubernden Zwillinge wirkt auf eine hanebüchene Weise in den Comic hineingezwängt. Wenn man dem Machwerk etwas zugute halten will, dann die Tatsache, dass es gar nicht den Anspruch hat, in irgendeiner Weise Sinn zu ergeben, und dass es den Leser mit einem positiven Moment aus dem Lustigen Taschenbuch entlässt. Comics wie dieser müssen allerdings wenigstens einen Anspruch erfüllen, nämlich amüsant zu sein, und das ist dieser hier nicht. So entschieden sich am Ende drei unserer Testleser für die Schulnote Vier, der Rest für eine Fünf, was einen Durchschnitt von 4,4 ergab.


Wie fandet ihr "Tierisch gute Ferien"?
1
 
 112 (32,1%)
Schulnote 6
2
 
 108 (30,9%)
Schulnote 5
3
 
 65 (18,6%)
Schulnote 4
4
 
 32 (9,2%)
Schulnote 3
5
 
 23 (6,6%)
Schulnote 2
6
 
 9 (2,6%)
Schulnote 1
An der Umfrage haben 349 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Daniela Peine  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz