Diese Website nutzt technisch notwendige Cookies, nähere Infos finden Sie hier
46.634 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »MARA85«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
  Die Entenanalyse: Sparen um jeden Preis
Werbung:
Seit einigen Tagen beschäftigen sich unsere fünf Testleser mit dem 554. Lustigen Taschenbuch, das »Tag & Nacht im Einsatz« heißt und seit dem 4. Januar zu bekommen ist. Nach zwei schwachen Auftaktcomics hat sich der Band inzwischen gefangen. Der zuletzt von uns thematisierte Gundel-Gaukeley-Comic »Ausgehext« war unserer Meinung nach der bisher beste, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Der Zwischenstand eurer Abstimmung (Schulnote 3,02) ist etwas kritischer als die Meinung unseres Quintetts (2,6). Mit der nicht endenden Fehde von Dagobert Duck und Klaas Klever geht es nun weiter.

Sparen um jeden Preis

Einmal mehr handelt es sich um einen recht aktuellen Beitrag, denn auch dieser Comic hat erst etwas mehr als ein Jahr auf dem Buckel. Die Erstveröffentlichung des dreißig Seiten langen Dreireihers erfolgte am 2. Dezember 2020 im italienischen Magazin »Topolino« unter dem Titel »Zio Paperone e il risparmio a 360°«, was man mit »Onkel Dagobert und das 360-Grad-Sparen« übersetzen kann. Geschrieben wurde er von Gaja Arrighini, die Zeichnungen steuerte Enrico Faccini bei.

Worum geht es?

Geschichte wiederholt sich: Klaas Klever und Dagobert Duck geraten im Klub der Milliardäre aneinander. Dieses Mal ist das Streitthema die Frage, wer von ihnen der bessere Sparer ist. Die beiden wetten um eine Million Taler: Primus von Quack legt fünf Wettbewerbe fest, in denen sich die beiden reichen Erpel um das Maß ihrer Sparsamkeit messen, und die Stipulation ist, dass Dagobert keine einzige Runde verlieren darf.

Spoiler

In der ersten Runde müssen sich die beiden Milliardäre duschen und dabei so wenig Wasser wie möglich verwenden. Dagobert gewinnt, da er sich kurzerhand gar nicht mit Wasser abduscht, sondern sich mit Goldsand abreibt. In der zweiten Runde müssen die beiden mit dem Fahrrad von A nach B fahren und dabei so viele Kilometer wie möglich sparen. Klaas Klever nutzt einige geschickte Abkürzungen, doch da Dagobert sein Fahrrad kurzerhand trägt, steht am Ende kein einziger Kilometer auf dem Tacho. In der dritten Runde wird den beiden Rivalen ein Bild gezeigt, und sie müssen ein Publikum dazu bringen, das Gesehene zu erraten, indem sie beim Beschreiben möglichst sparsam mit Worten umgehen. »Taler« ist das zu erratende Motiv. Klever beschreibt es mit »grüne Geldscheine«, bei Dagobert reicht seine begeisterte Mimik gänzlich ohne Worte aus. Der vierte Wettbewerb (möglichst zeitsparend ein Geschäft abwickeln) endet mit einem Unentschieden. Im Schlusskampf gilt es, Kräfte zu sparen. Müßiggang gefällt Dagobert gar nicht, so dass Klever der Favorit in dem Hängemattenliegen ist, durch das die Runde entschieden wird. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass er mit Donald Duck einen perfekten Experten im Herumlungern als Berater engagieren kann. Dagobert beschließt, die Regeln kurzerhand zu ändern und die Hängematten in den winterkalten Garten zu hängen ... warum auch immer er das darf. Dank seiner Erfahrungen am Klondike bleibt er in der Kälte viel länger als Klever liegen, und so gewinnt er auch diesen Wettbewerb. Klever muss die Million zahlen und mampft mal wieder seine Melone.

Die Einschätzung

Bei I.N.D.U.C.K.S. zählt »Sparen um jeden Preis« zu den zehn Prozent der am besten bewerteten Disney-Comics überhaupt. Dieser hohen Einstufung können wir uns nicht anschließen, auch wenn der Comic nicht schlecht ist. Dagobert Duck und Klaas Klever hat man inzwischen nun schon gefühlt tausende Male im (immer wieder komplett anders aussehenden) Klub der Milliardäre streiten gesehen, man hat sie schon gefühlt tausende Male beim Wetten erlebt, man hat Dagobert gefühlt tausende Male triumphieren gesehen, und ähnlich oft hat Klever am Ende seine Melone verzehren müssen. Die hier präsentierte Art des Wettbewerbs ist immerhin mal was Neues, und dass Klever nicht falsch spielt, kommt ebenfalls überraschend. Die einzelnen Parts wirken insgesamt recht kreativ und amüsant. Etwas fragwürdig ist die eigentliche Auflösung der Wette, denn bei Lichte betrachtet gewinnt Dagobert hier nur deswegen, weil er die Regeln so weit dehnt, wie er nur kann. Er macht also eigentlich das, was der Bösewicht tun sollte. Aufgrund der Vorhersehbarkeit ist die Geschichte natürlich nicht spannend oder dergleichen, aber schlussendlich liest sie sich ganz gut. Am Ende entschieden sich vier unserer Testleser für eine Drei, eine Mitarbeiterin vergab eine Vier. Dies bedeutete summa summarum den Notenschnitt 3,2 für »Sparen um jeden Preis«.


Wie fandet ihr "Sparen um jeden Preis"?
1
 
 129 (34,1%)
Schulnote 3
2
 
 108 (28,6%)
Schulnote 4
3
 
 52 (13,8%)
Schulnote 5
4
 
 43 (11,4%)
Schulnote 1
5
 
 28 (7,4%)
Schulnote 2
6
 
 18 (4,8%)
Schulnote 6
An der Umfrage haben 378 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz