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  Die Entenanalyse: Sommerferien auf dem Mond
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Vor vier Wochen haben wir hier die Comics besprochen, die im 521. Lustigen Taschenbuch abgedruckt worden waren. Der Band wurde vor allem von einer Geschichte überstrahlt, nämlich Die sieben Sande von Cibola, einem Comic, dem wir - nach langer Zeit - mal wieder guten Gewissens eine Note im Einser-Bereich geben konnten. Eine Zusammenfassung unserer damaligen Artikel findet ihr an dieser Stelle. Am 16. Juli ist nun ein neuer Band erschienen, nämlich die Nummer 522 mit dem Titel »Sommerferien auf dem Mond«. Auch hier lassen wir wieder fünf Mitarbeiter einen Comic nach dem anderen lesen, und mit der Titelgeschichte haben wir sie loslegen lassen.

Sommerferien auf dem Mond

Hierbei handelt es sich um eine von zwei Geschichten in diesem Band, die nicht dem italienischen Magazin »Topolino« entnommen wurden, sondern speziell für das Lustige Taschenbuch und seine anderen europäischen Ableger entwickelt wurden. Der 34 Seiten lange Dreireiher wurde von Peter Snejbjerg geschrieben und von Andrea Ferraris gezeichnet. Der internationale Titel lautet »The Moon Resort«, der des dänischen Originals »En rigtig ferie«, was man mit »Ein richtiger Urlaub« übersetzen kann.

Worum geht es?

Dagobert Duck hat auf dem Mond erfolglos nach Gold bohren lassen. Nun weiß er nicht, was er mit der Anlage tun soll, die er auf dem Erdtrabanten hat errichten lassen. Donald schlägt vor, für einen Monat hinzufliegen und Urlaub zu machen, denn schließlich gibt es auf dem Mond weder Regen noch Ungeziefer. Als er das hört, bekommt Dagobert eine Geschäftsidee, und er reist mit seinem Neffen und mit den Kindern zum Mond.

Spoiler

Kurz vor der Ankunft auf dem Mond offenbart Dagobert seinen Verwandten, dass sie die Reise angetreten sind, um die Duck'sche Mond-Minen-Gesellschaft in das »Luna-Luxus-Ferienparadies« umzubauen, damit er dort zahlende Weltraumtouristen in Empfang nehmen kann. Mit Hilfe eines gigantischen 3D-Druckers geht den Ducks die Arbeit leicht von der Hand. Zwischenzeitlich finden sie seltsame grüne Stangen, die sie für Raketenschrott halten, und sie nutzen sie, um das neue Ressort zu schmücken. Wenig später trudeln die ersten Touristen ein, und diese präsentieren sich als unzufrieden und unfreundlich, da sie etwas ganz anderes erwartet haben. Gerade als die Ducks die Strahlung auf dem Mond nutzen wollen, um zu grillen, tauchen Aliens auf. Wenig später folgen weitere Außerirdische unterschiedlicher Rassen. Sie haben sich von einem leuchtenden Werbeschild anlocken lassen und wollen nun auch hier Urlaub machen. Eines der Aliens entdeckt die grünen Stangen und identifiziert sie als Überreste einer Station, die seine eigene Rasse dreihundert Jahre zuvor auf dem Mond hat errichten lassen. Dies führt zu Spannungen zwischen ihm und den Ducks, die sich jedoch schnell wieder auflösen, da der Mond von einem Meteoritenschauer bombardiert wird. Die grünen Stangen sind die Überreste eines Schutzschildes, und gemeinsam mit dem Alien errichten die Ducks den Schild neu. Dadurch ist die Anlage vor Einschlägen gesichert. Man schließt Frieden mit dem Alien, und die anderen Touristen erleben durch die Anwesenheit der übrigen Außerirdischen einen spektakulären Urlaub. So sind am Ende alle zufrieden, und die Ducks können sich zurücklehnen und selbst Urlaub auf dem Mond machen.

Die Einschätzung

Eines muss man dem Comic zumindest lassen: Er ist thematisch durchaus aktuell, denn Weltraumtourismus ist bekanntlich etwas, das immer wieder in den Medien auftaucht, und einige prominente Namen mischen dabei munter mit. Leider ist »aktuell« nicht gleichbedeutend mit »gut«, und es ist schwierig, diesem Comic etwas Gutes abzugewinnen. Wir haben es schon häufig geschrieben, und wir müssen es an dieser Stelle wieder erwähnen: Science-Fiction-Geschichten rund um die Ducks sind einfach so gut wie nie lesenswert. Was nebenbei bemerkt ein schlimmes Vorzeichen für dieses Lustige Taschenbuch ist, denn hier wird uns noch jede Menge Science Fiction begegnen. Zwar gibt es hier mal einige neue Ideen, was man nicht von jeder Alienbegegnung der Ducks behaupten kann, so richtig zünden wollen diese aber alle nicht. Und dass die Auflösung der Kernstory mit dem vermeintlichen Schrott zusammenhängen würde, den Tick, Trick und Track früh im Comic finden, hätte kaum vorhersehbarer sein können. Immerhin kann man sagen, dass die Geschichte ein nettes versöhnliches Ende hat. Schlussendlich gab einer unserer Mitarbeiter dem Comic die Note Drei, der Rest entschied sich für eine Vier, so dass wir im Schnitt mit einer 3,8 in diesen Band hineinstarten.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz