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  Die Entenanalyse: Schönheit aus der Tube
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In den vergangenen Tagen haben wir von fünf Mitarbeitern unserer Webseite nach und nach die Comics des 549. Lustigen Taschenbuchs lesen lassen. Dieses trägt den Titel »Unter Dinos« und ist seit dem 17. August im Handel. Zuletzt besprachen wir hier den Comic »Der Hypergigakolossalionär«, der sich als der bislang schlechteste Beitrag des Bandes herausgestellt hatte. Darin wurde versucht, ein linguistisches Problem auf mathematischem Wege zu lösen ... und nichts daran war in irgendeiner Weise unterhaltsam. Ihr findet den zugehörigen Artikel an dieser Stelle. Ihr habt von der Geschichte ähnlich wenig gehalten wie wir: Während wir bei der Schulnote 4,6 gelandet waren, ist der bisherige Schnitt eurer Abstimmung die Note 4,68. Im Lustigen Taschenbuch ging es mit einem Pluto-Sechsseiter namens »Der Beginn einer wunderbaren Feindschaft« weiter, den wir aufgrund seiner Kürze nicht näher thematisieren und bei dem wir ehrlich gesagt gar nicht so recht begriffen haben, was er dem Leser sagen sollte. Stattdessen machen wir mit Daisy Duck und Gundel Gaukeley weiter.

Schönheit aus der Tube

Im Vergleich zu den Geschichten, die in anderen Lustigen Taschenbüchern abgedruckt wurden, ist »Schönheit aus der Tube« eine ziemlich neue Geschichte, aber in der Nummer 549 war derart stark auf ganz aktuelle Comics gesetzt worden, dass man schon fast von einem historischen Werk sprechen kann: Die Erstveröffentlichung im italienischen Magazin »Topolino« erfolgte am 25. April des Jahres 2018, also vor dreieinhalb Jahren. Damals trug der 33 Seiten lange Dreireiher den Titel »Paperina e Amelia amiche per la pelle«, was man mit »Daisy und Gundel als beste Freundinnen« übersetzen kann. Die Story stammt von Gaja Arrighini, zeichnerisch in Szene gesetzt wurde sie von Stefano Intini.

Worum geht es?

Daisy Duck arbeitet als Vertreterin von »Bethon«-Produkten, einer Kosmetikmarke, die Dagobert Duck gehört. An einem Tag, der bereits schon vorher ziemlich beschwerlich verlief, kommt sie mit ihrem Produktkoffer in den Geldspeicher. Dagobert ist mies gelaunt und zu allem Überfluss gerade mit dem neuesten Angriff durch Gundel Gaukeley konfrontiert. Gundel wird durch eine Falltür aus dem Geldspeicher befördert. Nachdem er Daisy bemerkt, befördert Dagobert sie ebenfalls durch die Falltür nach draußen. Daisy landet neben Gundel im Schlamm und beschließt, mit ihr gemeinsame Sache zu machen.

Spoiler

Natürlich machen sie nicht bei Gundels Versuch, an Dagoberts Glückszehner zu gelangen, gemeinsame Sache, sondern bei einer ganz anderen Angelegenheit. Daisy bemerkt, dass Gundel von Schönheitsprodukten ziemlich viel versteht, und so schlägt sie ihr vor, ein Konkurrenzunternehmen zu Dagoberts »Bethon« aufzubauen. Gundel willigt ein und lässt Daisy einen »magischen Vertrag« unterschreiben. In Daisys (grauenvoll eingerichteter) Wohnung kocht Gundel eine Creme, die dank magischer Zutaten in der Lage ist, ihre Nutzerinnen wirklich wunderschön aussehen zu lassen. »Magiderm« wird zu einem vollen Erfolg, und alle Entenhausener Frauen gieren geradezu danach. Dagoberts Gewinnkurve bekommt alsbald einen unschönen Knick. Nach »Magiderm« entwickeln Daisy und Gundel noch weitere kosmetische Produkte, woraufhin die Hexe langsam, aber sicher ziemlich überarbeitet wirkt. Hinzu kommt noch, dass die Entenhausenerinnen inzwischen alle dermaßen schön sind, dass an ihnen kaum noch etwas Markantes ist. So kommt es, dass ihr Bedarf an den Produkten von Daisy und Gundel stark abnimmt. Die beiden Frauen haben sich inzwischen ohnehin völlig zerstritten, da Daisy die Hexe zu stark angetrieben und überfordert hat. Der (ohnehin »gefälschte«) Vertrag wird vernichtet, und Gundel verzieht sich. Dagobert stellt Daisy indessen wieder für Bethon ein. Dieses Mal jedoch nicht als Vertreterin, sondern als Produkttesterin, was alsbald dazu führt, dass Daisy Ausschlag bekommt.

Die Einschätzung

An sich gibt es einige Dinge, die man dem Comic positiv anrechnen kann (oder muss). Das fängt mit der Figurenkonstellation an, denn dass Daisy und Gundel Gaukeley im Mittelpunkt stehen und dabei auch noch ein Team bilden, ist schon ziemlich ausgefallen und wirkt damit frisch und unverbraucht. Auch dass sich das Ganze um Kosmetikprodukte dreht, hat man in dieser Form auch noch nicht sehr oft in einem Disney-Comic erlebt. Allein: So richtig zünden will das Ganze dann leider trotzdem nicht. Das liegt unter anderem an der sehr seltsamen Charakterdarstellung: Die böse Gundel leidet hier und ist geplagt, während Daisy geradezu sklaventreiberische und unsympathische Eigenheiten an den Tag legt. Das Verhalten, dass Dagobert eingangs gegenüber Daisy zur Geltung bringt, schlägt in die gleiche Kerbe, denn er wird hier als absoluter Unmensch bzw. Unerpel dargestellt. Und was noch hinzukommt: Zeichnerisch ist dieser Comic wirklich nicht gut, die Figuren wirken seltsam verzerrt und unschön. Womöglich könnte man der Geschichte ein paar positive Aspekte mehr abgewinnen, wenn hier vielleicht etwas deutlicher gegen Schönheitswahn (oder den Job von »Kosmetik-Botschafterinnen«) die Stimme erhoben worden wäre, aber das kommt nicht zur Geltung. So kann man »Schönheit aus der Tube« leider nicht viel Positives abgewinnen, und so entschieden sich zwei Mitarbeiter für die Note Drei, einer für eine Vier, und zwei für eine Fünf. Summa summarum landeten wir am Ende beim Durchschnittswert 4,0.


Wie fandet ihr "Schönheit aus der Tube"?
1
 
 93 (25,9%)
Schulnote 5
2
 
 75 (20,9%)
Schulnote 2
3
 
 57 (15,9%)
Schulnote 1
4
 
 49 (13,6%)
Schulnote 4
5
 
 44 (12,3%)
Schulnote 3
6
 
 41 (11,4%)
Schulnote 6
An der Umfrage haben 359 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz