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  Die Entenanalyse: Schatz oder Reichtum
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Langsam läuten wir den Endspurt ein: Noch zwei Comics, dann haben wir euch das komplette Lustige Taschenbuch 560 vorgestellt. Dieses heißt »Ab an den Strand!« und ist seit dem 21. Juni im Handel. Zuletzt haben wir hier den Phantomias-Comic »Kriminelle Kreuzfahrt« thematisiert, der streckenweise ganz okay war, dann aber eine seltsame Note bekam, als sich Donald dazu entschied, seine Phantomias-Identität aus freien Stücken preiszugeben. An dieser Stelle findet ihr unsere Besprechung. Ihr wart der Geschichte gegenüber ein Stück positiver gestimmt als wir: Unsere Schulnote war am Ende eine 3,8, bei eurer Abstimmung liegt der Schnitt derzeit bei 3,35. Nun unternehmen wir mit Gitta Gans und Dagobert Duck einen Ausflug nach »Forthunistan«.

Schatz oder Reichtum

Hierbei handelt es sich wiederum um einen recht jungen Comic: Die Erstveröffentlichung im italienischen »Topolino«-Magazin erfolgte vor einem Jahr, nämlich am 2. Juni 2021. Der Dreißigseiter wurde von Bruno Sarda verfasst, Marco Palazzi steuerte die Bilder dabei. Der italenische Originaltitel lautete »Zio Paperone e la ricchezza del Serenbir«, was man mit »Onkel Dagobert und der Reichtum von Forthunistan« übersetzen kann (Serenbir war im Original der Name von Forthunistan).

Worum geht es?

Dagobert Duck würde gerne Geschäfte mit dem Maharadscha von Forthunistan machen, doch dieser sperrt sich gegen all seine Angebote. Gitta Gans bekommt davon Wind. Sie hat die Frau des Herrschers einst in einem Ferienklub kennengelernt und sich mit ihr angefreundet. Man entschließt sich, gemeinsam nach Forthunstan zu reisen und sich als Verlobte auszugeben. Gitta besucht ihre Freundin, und Dagobert versucht inzwischen, geschäftliche Verbindungen zum Maharadscha zu knüpfen.

Spoiler

Der Herrscher erklärt Dagobert, er wäre nur dann bereit, Geschäfte mit ihm zu machen, wenn er den wahren Reichtum seiner Heimat erkennen würde. Um diesem Wunsch nachzukommen, reisen Dagobert und Gitta durchs Land. Dagobert legt bereits im Vorfeld fest, welche drei Schätze er aufstöbern und dem Maharadscha vorlegen möchte, während Gitta die Zeit nutzt, um das Land und seine Einwohner besser kennenzulernen. Dagobert beschafft zunächst ein spezielles Sandelholzharz und muss sich dabei gegen allerhand Tiere erwehren, während Gitta Fotos von Flora und Fauna schießt. In den Bergen des Landes spürt Dagobert in gefährlichen Höhlen einen Diamanten auf, während sich Gitta ansieht, was die Menschen in einem Bergdorf produzieren. Am Strand brät Gitta in der Sonne, während Dagobert zwischen Haien und anderem Getier nach einer seltenen Muschelart taucht. Abschließend geraten die beiden in einen schweren Sturm, werden jedoch von gastfreundlichen Forthunistanern sicher durch die Nacht gebracht. Am Ende legt Dagobert dem Maharadscha die Schätze vor, die er gesammelt hat, doch er stößt nur auf Enttäuschung. Als Gitta dem Herrscher hingegen zeigt, dass sie sich mit traditionellen Trachten ausgestattet hat, Kuchenrezepte gesammelt und unzählige Fotos geschossen hat, ist der Maharadscha begeistert: Sie hat den wahren Reichtum des Landes erkannt. Er beglückwünscht Dagobert zu seiner »Verlobten« und lässt sich fortan auf Geschäfte mit ihm ein. Die liebestolle Gitta schlägt Dagobert abschließend weitere Reisen vor, woraufhin der reichste Erpel der Welt die Füße in die Hand nimmt und vor ihr flüchtet.

Die Einschätzung

So ein bißchen stehen wir ja schon mit Comics auf dem Kriegsfuß, in denen Gitta Gans gut abschneidet und sich sie und Dagobert tatsächlich ein wenig annähern, denn nachdem man sie jahrzehntelang als krankhafte Stalkerin hinter dem reichsten Erpel der Welt her lechzen sah, verbreitet es einfach ein unangenehmes Gefühl, sie und ihr Opfer Seite an Seite zu sehen. Denn auch wenn es in den Disney-Comics natürlich immer anders rübergebracht wurde, ist Gitta isoliert betrachtet nun mal nichts anderes als eine Person, wie sie im richtigen Leben jede Menge Leid verursachen.

Könnte man diesen Part einfach beiseite schieben, dann wäre »Schatz oder Reichtum« eigentlich eine ganz nette Heilewelt-Story. Zwar ist von vorneherein klar, dass es darauf hinauslaufen würde, dass der Maharadscha von Forthunistan (das angesichts des Herrschertitels eigentlich kein Königreich, sondern ein Fürstentum sein müsste) den wahren Reichtum seines Landes im nicht im Materiellen, sondern im Zwischenmenschlichen bzw. Zwischenentlichen sehen würde, aber es tut dem Ganzen keinen Abbruch. Denn um Spannung geht es hier sowieso nicht. Hier soll ein wenig Urlaubsstimmung verbreitet werden, eine kleine abenteuerliche Würzung durch Dagoberts gelegentliche Schatzsuchen hinzukommen, und am Ende eine freundliche Botschaft vermittelt werden. Sofern man die Gitta-Sache ausblenden kann, funktioniert das ganz ordentlich. Von drei Mitarbeitern unserer Seite gab es daraus folgend die Note Drei, die beiden anderen entschieden sich für eine Vier. So landeten wir hier im Schnitt bei der Schulnote 3,4.


Wie fandet ihr "Schatz oder Reichtum"?
1
 
 126 (34,2%)
Schulnote 3
2
 
 108 (29,3%)
Schulnote 2
3
 
 63 (17,1%)
Schulnote 4
4
 
 41 (11,1%)
Schulnote 1
5
 
 19 (5,2%)
Schulnote 5
6
 
 11 (3,0%)
Schulnote 6
An der Umfrage haben 368 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz