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  Die Entenanalyse: Rummel im Vergnügungspark
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Am 29. März ist »Spaß im Looping« erschienen, das 557. Lustige Tascgenbuch. Seitdem haben wir wie üblich ein Quintett an Mitarbeitern unserer Seite darauf angesetzt, es Comic für Comic zu lesen. Zuletzt waren wir bei der Geschichte »Ein Klick zum Glück« angelangt, in der Donald Duck mittels zweier Erfindungen Daniel Düsentriebs die Vergangenheit und Zukunft beeinflussen bzw. abschalten kann. Sie entpuppte sich als ein ziemlich übles Machwerk, in dem jegliche Logik mit zunehmender Seitenzahl über den Haufen geworfen wurde. Unsere Einschätzung findet ihr an dieser Stelle. Ihr habt »Ein Klick zum Glück« genauso kritisch wie wir beurteilt: Während wir bei der Schulnote 5,2 gelandet waren, liegt der bisherige Schnitt eurer Abstimmung bei 5,1. Im Lustigen Taschenbuch folgte nun der Einseiter »Nicht: Auf dem Bauernhof: Stadtmenschen«, den wir aufgrund seiner Kürze nicht separat besprechen. Stattdessen geht es hier nun mit einem neuen Nachbarschaftsstreit Donald Ducks weiter.

Rummel im Vergnügungspark

Sage und schreibe siebzehn Jahre haben die Macher des Lustigen Taschenbuchs damit gewartet, diesen Comic ins Deutsche zu übersetzen. Am 8. März des Jahres 2005 wurde er erstmals im italienischen »Topolino«-Magazin veröffentlicht. Damals trug der von Nino Russo ersonnene und von Giorgio Di Vita zeichnerisch umgesetzte Fünfzehnseiter den Titel »Paperino, Anacleto e il luna park della paura«, was man mit »Donald Duck, Zanker und der Rummelplatz der Angst« übersetzen kann.

Worum geht es?

Während sich Donald Duck und sein Nachbar Zanker (nicht Zorngiebel!) gerade - wieder einmal - in der Wolle haben, stellt Dagobert Duck fest, dass sein »Lunapark« weniger Geld als erwartet abwirft. Dies liegt daran, dass sein Autoscooter stillsteht, da dessen Leiter gekündigt hat. Kurzerhand stellt Dagobert seinen Neffen als neuen Betreuer des Fahrgeschäfts ein.

Spoiler

Nachdem Donald vor Zanker mit seinem neuen Job im Freizeitpark prahlt, entscheidet dieser, sich dort ebenfalls bewerben. Er erhält den Posten des Geisterbahn-Leiters. Fortan verlagern die beiden Streithähne ihre Zwistigkeiten an ihren Arbeitsplatz. Los geht es damit, dass Zanker Eintrittskarten für den Autoscooter fälschen lässt, wodurch Donald gezwungen ist, Leute kostenlos fahren zu lassen. Donald baut die Geisterbahn heimlich um, so dass Zanker darin Schmerzen erleidet, umgekehrt lässt Zanker mittels Fernbedienung einen Scooter durchdrehen, auf dem Donald gerade sitzt. Als reiche Gäste in der Geisterbahn auflaufen, verkleidet sich Donald als Steuereintreiber und verjagt sie. Schlussendlich kommt es so, wie es kommen muss: Die beiden Nachbarn gehen aufeinander los und prügeln sich. Die Besucher des Parks fliehen daraufhin in alle Himmelsrichtungen. In genau diesem Moment taucht Dagobert Duck auf. Als die Streithähne ihn sehen, flüchten sie sich in eine Gondel des Riesenrads und blockieren dessen Antrieb, als sie sich in luftiger Höhe befinden. Dagobert Duck wacht mit seiner Schrotflinkte am Boden des Fahrgeschäfts und wartet darauf, dass Techniker die Blockade lösen, damit er sich an den beiden Männern rächen kann.

Die Einschätzung

An die Nachbarschaftsstreits zwischen Donald und Zorngiebel ist man so sehr gewöhnt, dass man glatt vergessen könnte, dass es da noch einen zweiten im Bunde gab. In Vor-Internet-Zeiten hätte man vermutlich gedacht, Zorngiebel sei nur leicht anders gezeichnet worden (was sowieso häufig passiert) und wäre anders übersetzt worden. Wirklich erkennbar sind ohnehin keine charakterlichen Unterschiede, wofür braucht es die zweite Figur also eigentlich?

Immerhin: Indem der übliche Nachbarschaftsstreit mal an einen anderen Ort verfrachtet wurde, ist das Ganze nicht so repetetiv ausgefallen, wie es sonst häufig der Fall ist. Ein Feuerwerk neuer Ideen wird letztlich aber trotzdem nicht abgebrannt - die beiden Rivalen bekämpfen sich hier mit anderen Mitteln als sonst, aber eigentlich ist es nur ein anderer farblicher Anstrich für das, was man sonst auch bekommt. Indem der Comic auf fünfzehn Seiten beschränkt wurde, ist immerhin sichergestellt worden, dass es nicht zu weit getrieben werden konnte, da die ganze Thematik einfach nicht genug Tragfähigkeit für etwas Längeres hat. So ist dies hier letztlich ein Comic, den man mit einem Achselzucken wahrnimmt und schnell wieder vergisst. Von einem unserer Mitarbeiter gab es für den »Händel« zwischen den Nachbarn die Note Drei, von drei Mitarbeitern die Note Vier und von einer Mitarbeiterin eine Fünf, so dass wir hier im Schnitt exakt bei 4,0 landeten.


Wie fandet ihr "Rummel im Vergnügungspark"?
1
 
 166 (42,3%)
Schulnote 4
2
 
 102 (26,0%)
Schulnote 3
3
 
 50 (12,8%)
Schulnote 5
4
 
 26 (6,6%)
Schulnote 2
5
 
 25 (6,4%)
Schulnote 1
6
 
 23 (5,9%)
Schulnote 6
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Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz