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  Die Entenanalyse: Romanhelden
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Das Lustige Taschenbuch mit der Nummer 540, das »Zank und Zoff« heißt, ist seit dem 8. Dezember im Handel und wird seit einigen Tagen von uns Comic für Comic thematisiert. Zuletzt ging es mit der Oma-Duck- und Gustav-Gans-Geschichte »Lästige Zeugen«, in welcher die ungewöhnliche Federviehkombination von einem Bankräuber bedroht wird, deutlich nach oben. Unsere Analyse findet ihr an dieser Stelle. Bis dato wird sie in unserer Umfrage von euch etwas schwächer bewertet als von unserem Quinett, aber dennoch immer noch ziemlich gut (bisherige Durchschnittsnote 2,66 vs. unsere Note 2,4). Mit Phantomias ging es im Lustigen Taschenbuch weiter.

Romanhelden

Die Geschichte ist etwas mehr als ein Jahr alt, denn sie wurde erstmals am 18. September des vergangenen Jahres in der damaligen Ausgabe des italienischen Magazins »Topolino« abgedruckt. Der 22 Seiten lange Dreireiher stammt vom alteingesessenen Geschichtenschmied Giorgio Figus, für die zeichnerische Umsetzung war Francesco D'Ippolito zuständig. Der Originaltitel lautete »Paperinik e il capitolo realistico«, zu Deutsch »Phantomias und das realistische Kapitel«.

Worum geht es?

Der Schriftsteller Meiko Mär (im Original Alvin Scribak) gilt vor allem deshalb als so erfolgreich, weil all seine Bücher auf wahren Begebenheiten basieren. Außergewöhnlich ist dabei, dass er selbst die Vorlagen inszeniert hat, etwa indem er Steits schürte und eine Alien-Invasion vortäuschte. Nachdem ihm nun eine zündende neue Idee für einen Roman fehlt, schlägt ihm sein Literaturagent vor, Phantomias einzubinden. Er empfiehlt ihn, den Superhelden dazu in eine gefährliche Situation zu bringen und ihn anschließend zu beobachten.

Spoiler

Da Phantomias' Aufenthaltsort unbekannt ist, man jedoch weiß, dass dieser mit Donald Duck befreundet ist, wird Donald ein Brief zugespielt, laut dem ein Unbekannter die wahre Identität des Helden ermittelt hätte. Der vermeintliche Geheimnisträger erpresst ihn nun mit dieser Information, und im ersten Schritt soll er in die »Geröllkluft« kommen. Diese wurde von einem Vorfahren Meiko Märs als Unterschlupf benutzt und verfügt seitdem über jede Menge Fallen, mit denen Eindringlinge zur Strecke gebracht werden können. Phantomias durchläuft fortan Falle für Falle und wird dabei gefilmt. Gegen heißen Dampf schützt er sich mit seinen Sprungstiefeln, ein motorisiertes Monster wehrt er mit einer Pistole ab, die eine klebrige Masse schießt, und so weiter. Als dem Helden die Abwehrausrüstung langsam zur Neige geht, haben die Bösewichte alles Holz verbraucht, mit dem sie ihre Maschinerien betrieben haben. Nachdem ein Triebwerk deshalb spektakulär den Geist aufnimmt, stellt Phantomias den Autor, der sich daraufhin entschuldigt, ihn hergelockt und getäuscht zu haben. Mär versucht Phantomias zu beschwichtigen, indem er ankündigt, dass er der alleinige Held seines nächsten Romans werden wird, doch Phantomias ist davon nicht beeindruckt, sondern verjagt den fehlgeleiteten Schreiberling.

Die Einschätzung

Angesichts der Natur unserer Webseite kann man es sich ja denken, dass wir ein gewisses Faible für diejenigen Disney-Comics haben, die einen Bezug zur Welt der Literatur haben. Ein Autor, der verrückte Dinge anstellt, um auf eine Storyidee für sein neuestes Buch zu kommen, passt an sich da ganz gut ins Bild. Trotzdem wusste uns diese Story hier nicht sonderlich zu packen. Dafür war das, was Meiko Mär in ihrem Verlauf verzapfte, dann doch ein Stück zu übertrieben, trotz der vermeintlichen Gefahr für Phantomias kam keine rechte Spannung auf, und auch die Auflösung ist irgendwie ziemlich nichtssagend ausgefallen. Insgesamt hatte man den Eindruck, hier eher eine Auffüllstory zu lesen, als dass versucht worden wäre, Phantomias ernsthaft in ein denkwürdiges Abenteuer zu stürzen. So schleppt man sich hier missmutig durch die Seiten und hat den Eindruck, dass sich das Ganze trotz seiner kurzen Länge von nur 22 Seiten irgendwie ziemlich zieht. Mal wieder ein ziemlich schwacher Phantomias-Auftritt also, und da ist es ganz gut, dass im nächsten Lustigen Taschenbuch ein neues Kapitel aus der »Legende des ersten Phantomias« abgedruckt werden wird, denn dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es besser werden wird als dieses Mal. Für »Romanhelden« gab es von einer unserer Mitarbeiterinnen die Schulnote Drei, und jeweils zweimal wurden die Vier und die Fünf vergeben. So landeten wir summa summarum beim Durchschnittswert 4,2.


Wie fandet ihr "Romanhelden"?
1
 
 119 (28,7%)
Schulnote 4
2
 
 92 (22,2%)
Schulnote 3
3
 
 68 (16,4%)
Schulnote 2
3
 
 68 (16,4%)
Schulnote 5
5
 
 50 (12,0%)
Schulnote 1
6
 
 18 (4,3%)
Schulnote 6
An der Umfrage haben 415 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz