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  Die Entenanalyse: Reise zur Erdmitte
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Vor einigen Wochen besprachen wir hier bei Leserkanone die Comics des 549. Lustigen Taschenbuchs, das den Titel »Unter Dinos« trug. Nachdem der vorausgegangene Band ziemlich schwach gewesen war, ging es mit der Nummer 549 unserer Meinung nach wieder ein ganzes Stück bergauf, auch wenn man auch diesen Band nicht als überragend einstufen konnte. Eine Zusammenfassung unserer damaligen Artikelserie findet ihr an dieser Stelle. Seit einer Woche ist nun ein neuer Band im Handel, nämlich die Nummer 550 mit dem Titel »Reise zur Erdmitte«. Wir haben wieder ein Quintett an Mitarbeitern auf das Buch angesetzt, und mit der Titelgeschichte haben sie das Schmökern begonnen.

Reise zur Erdmitte

Hierbei handelt es sich um den einzigen Beitrag dieses Lustigen Taschenbuchs, der nicht dem italienischen »Topolino«-Magazin entnommen wurde, sondern in dem Band erstveröffentlicht wurde. Die Geschichte ist 35 Seiten lang und wurde von Peter Snejbjerg geschrieben, für die zeichnerische Umsetzung sorgte Massimo Fecchi. Der internationale Titel lautet »Journey to the Core of the Earth«.

Worum geht es?

Dagobert Duck besucht mit Donald und den Kindern einen Ort, an dem er eine Tiefbohrung durchführen lässt, um die Wärme im Erdinneren als Energiequelle nutzen zu können. Inzwischen ist der große Bohrer steckengeblieben, und seine Mikrofone haben in fünfzig Kilometern Tiefe Stimmen aufgezeichnet. Aus Angst vor Gundel Gaukeley hat Dagobert seinen Glückszehner mit auf die Reise genommen. Nun will er sich auf dem Boden des Loches umsehen, sicherheitshalber übergibt er davor seinen Zehner jedoch an Donald. Der wird von der (in eine Bauarbeiterin verwandelten) Gundel Gaukeley angerempelt, und die Münze fällt in das nahezu bodenlose Loch.

Spoiler

In fünfzig Kilometern Tiefe finden die Ducks nur einen Abdruck vom Aufschlag der Münze, nicht aber die Münze selbst. Stattdessen führt eine Reifenspur von der Aufschlagstelle weg. Die Ducks folgen ihr und geraten in eine bunte unterirdische Welt mit vielen skurrilen Pflanzen und Tieren. Sie geraten in Gefahr, einerseits durch fleischfressende Pflanzen, andererseits durch Gundel, die den Ducks in die Tiefe gefolgt ist. Sie werden von einem unterirdischen Volk gerettet, das in der Nähe eine eigene Stadt hat. Unter den Unterweltlern bricht alsbald ein Streit aus, ob die Ducks Mutanten sind, oder ob sie wirklich von der Oberfläche stammen, wie sie selbst behaupten. Ein Wissenschaftler, der die letztgenannte Theorie vertritt, unterstützt die Ducks, kann aber ihre Festnahme nicht verhindern. Gundel heftet sich ihm an die Fersen und versucht durch ihn an den Glückszehner zu gelangen. Es gelingt ihr, die Münze an sich zu bekommen. Den Ducks wird aus dem Kerker verholfen, dann heften sie sich (in einem Luftschiff) an Gundels Fersen. Letztlich landen sie alle wieder in dem großen Bohrer und begeben sich empor in Richtung Oberfläche. Mit einem Trick luchsen die Kinder Gundel die Münze ab und sorgen dafür, dass sie aus dem Gefährt springt. Sie wird alsbald durch eine vulkanische Eruption in die Nähe ihres Hauses am Vesuv befördert. Die Ducks landen derweilen mit dem freundlich gesinnten Wissenschaftler auf der Oberfläche. Der Unterweltler wird dort durch die ganzen Eindrücke, die auf ihn einprasseln, so hysterisch, dass er sich gleich wieder in die Tiefe verabschiedet.

Die Einschätzung

Dass sich die Ducks mit einem Bohrer in Richtung des Erdinneren begeben und dort auf ein skurriles Völkchen stoßen, von dem noch nie jemand etwas gehört hat und das auch noch nie Kontakt mit der Oberfläche hatte, ist eine Storyidee, deren Bart so lang ist wie der von Mac Moneysac in der Neunziger-Jahre-Version der DuckTales. Immerhin kann man der Geschichte zugute halten, dass man ihr durch die Beteiligung von Gundel Gaukeley und dem Glückszehner einen Schwenk in eine Richtung gegeben hat, die bei früheren Unterweltcomics nicht beschritten wurde ... zumindest nicht in den Comics, die wir teamintern kennen. Zu einem großen Wurf machen die paar neuen Einfälle den Comic aber trotzdem nicht. Ein Totalausfall ist er auf der anderen Seite aber auch nicht. Nicht wegen den physikalischen Logiklöchern, die es hier ab und zu gibt, sondern vor allem deshalb, weil die Geschichte nicht so spannend ist, wie sie durch die gelegentlichen Raufereien und Gefahrensituationen vermutlich wirken sollte. Dafür wirkt das alles ein Stück weit zu erzwungen. Letztlich entschied sich eine Mitarbeiterin für die Schulnote Drei, jeweils zweimal wurden die Vier und die Fünf vergeben. Im Schnitt landeten wir damit bei der Durchschnittsnote 4,2. Leider kann man also nicht von einem sonderlich guten Start in den neuen Band sprechen.


Wie fandet ihr "Reise zur Erdmitte" (den Einzelcomic, nicht das ganze Lustige Taschenbuch)?
1
 
 111 (26,6%)
Schulnote 4
2
 
 102 (24,4%)
Schulnote 5
2
 
 102 (24,4%)
Schulnote 6
4
 
 47 (11,2%)
Schulnote 1
5
 
 35 (8,4%)
Schulnote 3
6
 
 21 (5,0%)
Schulnote 2
An der Umfrage haben 418 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz