Diese Website nutzt technisch notwendige Cookies, nähere Infos finden Sie hier
47.213 REGISTRIERTE BUCHBEWERTER
Wir grüßen unseren neuesten User »janna973«!
  START   NEWS   BÜCHER   AUTOREN   THEMEN   VERLAGE   BLOGGER   CHARTS   BUCH FEHLT SUCHE:  
  Die Entenanalyse: Reiche Ernte
Werbung:
Am 29. März ist mit »Spaß im Looping« das bereits 557. Lustige Taschenbuch erschienen, und wir lassen es seitdem von einer Handvoll Mitarbeiter unserer Seite lesen. Zuletzt waren wir beim Comic »Der Futoromat« angelangt, indem Micky Maus mit einer Maschine konfrontiert wird, die scheinbar die Zukunft voraussagen und ihm Ganoven ans Messer liefern kann. Zwar war der Comic kein übermäßig großer Wurf, nach den zwei schwachen Auftaktgeschichten jedoch ein Schritt in die richtige Richtung, wie ihr an dieser Stelle nachlesen könnt. Ihr seid ein wenig kritischer als wir: Während wir uns am Ende die Schulnote 3,2 geeinigt haben, liegt der Schnitt eurer Abstimmung bislang bei 3,48. In Hinterwildenwaldwinkel geht es nun weiter.

Reiche Ernte

Dreieinhalb Jahre ist es her, dass dieser Comic im italienischen Magazin »Topolino« erstveröffentlicht wurde. Am 19. September 2018 erblickte er das Licht der Comicwelt. Der 22 Seiten lange Dreireiher hieß damals »I Bassotti e l’epopea campagnola«, was man mit »Die Panzerknacker und die Story vom Lande« übersetzen kann. Massimiliano Valentini schrieb das gute Stück, Ottavio Panaro war für die Zeichnungen zuständig.

Worum geht es?

Nach einem erfolgreichen Coup gelangen die Panzerknacker auf ihrer Flucht nach Hinterwildenwaldwinkel. Dort verstecken sie ihre Beute in einem Auberginenfeld. Als sie einige Zeit später zurückkehren, da die Luft inzwischen rein ist, erleben sie eine böse Überraschung.

Spoiler

Zunächst stößt einer der Panzerknacker auf den Hund von Habakuk, der hier »Bruno« genannt wird. Er bekommt Panik und läuft weg, obwohl der Hund komplett friedlich ist. Im zweiten Anlauf sehen sie, dass Habakuk (der seltsamerweise hier als »Patronen-Palle« bezeichnet wird) gerade mit dem Geldsack aus dem Feld verschwindet. Als Vertreter getarnt klopft einer der Panzerknacker bei Habakuk bzw. »Palle«. Ehe er den Sack ergreifen kann, wird er vom Einsiedler mit dessen Salzschrotflinte vertrieben. Im zweiten Anlauf stehlen zwei der Panzerknacker Palles Traktor. Als der Besitzer seinem Gefährt hinterherläuft, steigt der dritte Panzerknacker im Haus des Einsiedlers ein, stößt aber wieder auf »Bruno« und läuft von ihm davon. Im nächsten Anlauf wird der Hund mit einem Sandwich aus dem Haus gelockt, nun wird der Geldsack aber von einem Schwein bewacht. 176-176 flüchtet auch vor diesem freundlichen Gesellen. Wenig später beobachten die Ganoven, dass Palle den Sack an seinen Bekannten Rudi Rotzlöffler übergibt. Sie verfolgen und stellen diesen. Nachdem sie ihm den Sack abgenommen haben, werden sie zunächst von Palle und dann der Polizei aufgehalten. Als sie verhaftet werden, zeigt sich, dass in dem Sack nur Auberginen waren. Den richtigen Geldsack hat sich indessen Palles / Habakuks Nachbar Tru(t)z geholt und benutzt ihn als Sitzsack, ohne zu wissen, was sich darin befindet.

Die Einschätzung

Die Sache mit der Neuvergabe der Namen ist irritierend. Dass Habakuks Hund nicht Bruno, sondern Tiger heißt, war beispielsweise erst vor wenigen Wochen die Freitagsfrage des offiziellen Twitter-Accounts des Lustigen Taschenbuchs. Entweder kennt sich der Betreuer des Accounts mit der Materie besser aus als die Übersetzerin oder der Übersetzer der Story, oder uns ist da etwas Grundlegendes entgangen. Wurde der Name »Habakuk« womöglich gecancelt, um keines Propheten zu lästern? Das wäre unnötig.

Unabhängig davon empfanden wir den Comic eigentlich als ziemlich gut gelungen. Die Panzerknacker scheitern in vielen Comics ja immer auf die gleiche (oder ähnliche) Weise an immer den gleichen Gegnern, hier wurden sie mal in eine ganz neue, frische und unverbrauchte Situation hineingeworfen. Dadurch ergeben sich eine Reihe von gelungenen amüsanten Momenten. Da das Ganze sehr auf Slapstick getrimmt wurde, fehlt dem Comic natürlich ein bißchen die Spannung, aber das muss ja auch nicht immer sein ... schließlich ist dies hier nicht das Spannende Taschenbuch, sondern das Lustige. Und lustig sind auch die zeichnerischen Details, die in die Panels eingebaut wurden, etwa die falsch herum gehaltene Ausgabe des »Landkuriers«, die Habakuk »liest«, oder aber sein »Multifunktionsbesteck«, das ihm nicht nur als Löffel, sondern auch als Kamm und als Zahnbürste dient. Um richtig lang in Erinnerung bleiben zu können, ist der Comic alles in allem aber etwas zu harmlos. Eine Mitarbeiterin entschied sich für die Note Zwei, der Rest für eine Drei, so dass wir hier im Schnitt bei einer 2,8 herauskamen.


Wie fandet ihr "Reiche Ernte"?
1
 
 126 (35,1%)
Schulnote 3
2
 
 106 (29,5%)
Schulnote 2
3
 
 54 (15,0%)
Schulnote 4
4
 
 33 (9,2%)
Schulnote 5
5
 
 25 (7,0%)
Schulnote 6
6
 
 15 (4,2%)
Schulnote 1
An der Umfrage haben 359 Benutzer teilgenommen.
 
 
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz