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  Die Entenanalyse: Planet Fieselschweif
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Immer noch warten wir auf den großen Aha-Moment im Lustigen Taschenbuch mit der Nummer 505: Nach wie vor sind die darin enthaltenen Geschichten, die uns bis dato begegnet sind, nicht mehr als durchschnittlich gewesen. Zuletzt haben sich unsere fünf Mitarbeiter durch eine Reihe von Geschichten gearbeitet, die allesamt so kurz waren, als wären sie nie für mehr vorgesehen gewesen als Füllerstorys zu sein. Unsere letzte Analyse, in der wir uns mit dem »Koffer-Komplott« beschäftigt haben, findet ihr hier. In der nächsten Geschichte kamen dann Tick, Trick und Track zu ihrem großen Auftritt.

Planet Fieselschweif

Es ist gerade einmal ein Jahr vergangen, seitdem das Original dieses Comics im italienischen Magazin »Topolino« veröffentlicht wurde, was vielversprechend klang, denn das deutet ja darauf hin, dass man sich hier ziemlich sicher war, dass es eine gute Idee sei, die Story zu übersetzen. Das Original erschien am 22. März 2017 unter dem Titel »Le Giovani Marmotte e la caccia ai pianeti«, zu Deutsch »Die Fieselschweiflinge auf der Jagd nach Planeten«. Mit 28 Seiten ist der Dreireiher auch endlich wieder eine etwas längere Geschichte gewesen. Die Idee zur Story stammt von Matteo Venerus, für die Zeichnungen war Nicolino Picone zuständig. In deutscher Sprache veröffentlichte der Egmont Verlag den Comic als neunten Beitrag des Lustigen Taschenbuchs mit der Nummer 505, das seit dem 27. März 2018 zu bekommen ist und »Zutritt verboten!« heißt.

Worum geht es?

Die Fieselschweiflinge retten auf einem ihrer Einsätze einen Mann aus einem Fluss, bevor dieser durch die Strömung weggerissen wird (tatsächlich sieht die zeichnerische Umsetzung eher so aus, als würde es sich um einen gefahrlosen und beinahe still ruhenden Bach handeln). Ein Mann sieht dazu einen Fernsehbericht und ist so sehr von den Fieselschweiflingen begeistert, dass er sie einlädt, um sich mit seiner Tochter (oder Nichte) Emmy zu beschäftigen. Diese will sich lieber über ihr Tablet mit dem Sternenhimmel beschäftigen, anstatt nach draußen zu gehen, kommt schlussendlich aber doch mit.

Spoiler

Tick, Trick und Track zeigen Emmy ein paar Besonderheiten des nächtlichen Waldes und dann auch den mit Sternen übersäten Nachthimmel. Durch einen Abgleich mit der Sternkarte, die sie auf ihrem Tablet sieht, entdeckt Emmy dabei einen neuen Planeten und meldet diesen per E-Mail an die NASE (Nationale Aeronautik- und Stellar-Einrichtung). Statt einer Auszeichnung wird ihr ein Virus als Antwort geschickt, wodurch ihr Tablet über den Jordan geht. Gemeinsam mit Tick, Trick und Track radelt sie zur NASE-Sternwarte. Dort verhalten sich Mitarbeiter seltsam, und statt auf den Direktor der Einrichtung treffen sie auf einen anderen Mann namens Sirius, der sie mehr oder weniger abwimmelt. Wenig später gelangen die Kinder durch Koordinaten, die sie von Sirius bekommen haben (warum auch immer ... das wird nicht erklärt), zu einer Waldhütte. Dort werden sie von Sirius mit einer Waffe bedroht und gezwungen, den USB-Stick abzugeben, auf dem sich Emmy eine Sicherheitskopie ihrer Entdeckung gespeichert hatte. Die Kinder überrumpeln den Mann und bringen ihn zu dem Geständnis, dass dieser die Lorbeeren für die Entdeckung selbst einheimsen wollte. Nachdem Sirius flüchtet, bringen sie ihn mit Hilfe einiger Kniffe, die sie als Fieselschweiflinge gelernt haben (und die bereits zu Beginn der Story angedeutet wurden), endgültig zur Strecke. Zur Belohnung dürfen sie ihren neu entdeckten Planeten benennen, und sie taufen ihn auf »Fieselschweif«.

Die Einschätzung

Wir finden, dass es in diesem Comic eine große Diskrepanz zwischen der erzählten Geschichte und der zeichnerischen Umsetzung gab. Die Story ist nämlich eigentlich ziemlich in Ordnung - vielleicht nicht unbedingt überragend, aber im Vergleich zu den acht vorausgegangenen Storys dann doch ein kleines Stückchen besser als die anderen. Aber die Zeichnungen ... du liebe Zeit, sehen die teils lieblos dahingeschmiert aus. Manchmal fragt man sich ja, ob Zeichner einfach nur einen eigenen Stil haben und diesen unbedingt umsetzen möchten, oder ob sie es einfach nicht besser können ... und hier schien uns Letzteres der Fall zu sein, denn auf ein paar Bildern sehen die Figuren nicht »individualistisch«, sondern schlichtweg missglückt aus. Das schmälert den Eindruck des Comics dann doch ein Stück, denn schließlich geht es im Lustigen Taschenbuch nicht nur darum, lustige Geschichten zu erzählen, sondern sie auch ansprechend aussehen zu lassen. Etwas irritierend ist davon abgesehen der Auftritt von Emmy - wo kommen die und ihr Vater (oder Onkel?) eigentlich plötzlich her? Hätte man dazu mal ein Wort verlieren können? Nichtsdestotrotz: Im Vergleich zu den meisten Sachen, die bislang in diesem Lustigen Taschenbuch geboten wurden, kann man sich mit diesem Comic hier durchaus anfreunden. Schlussendlich entschieden sich jeweils zwei unserer Mitarbeiter dafür, dem »Planet Fieselschweif« die Noten Zwei und Drei zu geben, eine Mitarbeiterin entschied sich für eine Vier. Dies ergab summa summarum die Durchschnittsnote 2,8.
 
Autorin der Meldung: Heike Dzemski  •  Hinweise für Autoren, Verlage & Co.  •  Leseproben vorstellen  •  Impressum  •  Datenschutz